a life less ordinary ?

the egghead diaries


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Wasserstandsmeldung

Auf dem Dodesstreifn ™ ist genau so viel vorbereitet wie im Dezember – also nix. Drum sind wir Dienstag abend genau so weit wie wir schon Montag früh waren – nur deutlich eingestaubter und von schlimmem Essen zu Boden gedrückt.

Dafür kam was ich schon erwartet hatte: Natürlich klingelte das handy im Auto auf dem Weg hierher. Und natürlich war Chefchen dran. Während er von rosa Elefanten und den Kindern erzählte konnte ich mich aufs Fahren konzentrieren und musste nicht zuhören – hab ich auch nicht. Ich wusste ja was kommt. Also zählte ich die Zeit wie lange es wohl dauert bis er denn endlich damit rausrückt. Als es dann endlich soweit war (erwähnte ich schon das Friesen so ziemlich das lahmarschigste und maulfaulste Volk abgesehen von Franken sind ?) und er mich zurück ins langweilige Land zwischen den Meeren ziehen will, entfleuchte mir ein lange geprobtes und hoffentlich überrascht wirkendes ‚Huch? Echt jetzt?‘ . Die Wohnung hinterm Deich ist schon gebucht, also meint er es wirklich ernst.

So ein wenig fühle ich mich wie damals bei Y-Reisen: Planen Sie nicht, wir planen für Sie. Na gut, Herr Oberförster, wenn’s maana dann stell i des Reh halt wieda hin. Solange er ob meiner Rechnung nicht das maulen anfängt soll’s mir recht sein. Und ich muss mich nicht länger um die nervige Akquise von neuen Aufträgen kümmern – ist ja auch nicht ganz schlecht (haha, als ob ich das je gemacht hätte).

Was genau ich da machen soll – oder wie lange es dauern soll – ich hab lieber mal gar nicht danach gefragt, denn die Antworten hätte ich eh nicht hören wollen. Ich lass mich einfach mal überraschen. Und werde lächelnd in Gesichter schauen denen spontan das Frühstück aus dem Gesicht fällt, sobald sie mich schon wieder sehen obwohl sie angenommen hatten, sie hätten es für dieses Leben überstanden. Das alleine macht es schon fast wert da wieder hin zu gurken.

Also schau mer mal, wie es den Blumen an der A7 inzwischen so geht. Ok Petrus, Du bist verantwortlich dafür, dass da Mitte Februar kein Schnee liegt, is klar ? Gut. Und ob die lahmarschigen Hanseaten mittlerweile Hamburg komplett überdacht haben will ich auch wissen. Lange genug haben sie schließlich dran gewerkelt.

Wie ich allerdings Klamotten und Zeug für Wochen ins Raumschiff packen soll – da werd‘ ich noch einen Plan brauchen. 3D-Tetris Stufe mayhem. Natürlich erst wenn ich es von Bazillionen leerer Pfandflaschen entrümpelt habe.

Interessiert aber erst, wenn ich zurück im Raumdock bin – und mehrmals gebadet habe.

 

 


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iZombie ?

Montag, das alte Jahr kneift langsam die Backen zu. Eigentlich willst Du … tja, gemütlich nix machen und hängst Gedanken nach wie: Wer zum Teufel hat hier eigentlich einen Plan, und was hat er geraucht ?

Da ereilt Dich ein Anruf aus dem hohen Norden. Und die Zombies erwachen. Wie es Dir so ginge, und was Du so planen würdest. Du redest wie immer rund um irgendwelche Feiertage davon, das handy in den Kühlschrank zu legen und den Kühlschrank in den Garten zu stellen. Bist an sich noch maximal gechilled und denkst nix Böses.

Dann fällt im lockeren Plaudern der Satz, der Chef hätte sich erkundigt wie es Dir so ginge. Weil Dir das so völlig unwahrscheinlich bzw. glatt gelogen vorkommt, stellen sich erstmal alle Haare auf Deinem Rücken auf, und Du fragst nach man solle doch mal ergründen was er denn wolle. Ja, er hätte da ein neues Baby, das in Betrieb gehen solle.

Und dann klingt vorsichtig durch, dass er vermutlich irgendwelche verschwurbelten Pläne hätte (na so was, quelle surprise). Und dass die Zeitplanung norddeutsch leger sei (also völlig unrealistisch). Und Du denkst Dir : Naja, macht Sinn, es wird ja einen Grund haben Dich einen Tag vor Jahresende anzurufen.

Du übersetzt es also schnell in Deine Muttersprache und während das lustige Gespräch weiter vor sich hin tröpfelt gelangst Du zur Vermutung: Naja, er wird wohl maximal verzweifelt sein, und bereit, selbst den ungehobelten Bajuwaren wieder ins Land der Ahnungslosen zu lassen. Der kleine Teufel auf der linken Schulter flüstert Dir ins Ohr „Heh das wäre doch lustig“ während der Engel auf der anderen Schulter nach einem kleinen Megaphon greift und Dir ins Ohr tutet: „Sag mal bist Du Hirnamputierter denn völlig bescheuert?“

Also fragst Du wer in der Jauchegrube denn mittlerweile so arbeite. Man einigt sich auf Kai und die Frisösen. Also hat sich da nix geändert. Hmm.

Du sagst: Januar keine Chance, no way, jose. Februar eigentlich auch nicht, weil da würdest Du Dich vom Januar erholen wollen.

Wie sähe es denn Februar aus ?

Also stolperst Du zum Rechner und fledderst den Kalender. Unter dem Absingen scheusslicher Lieder sagst Du:

Naja, wenn alle Stricke reißen könnte Februar eventuell gehen. Wenn die zuarbeitenden Truppen aber noch ein bissle Zeit bräuchten wäre es Dir echt lieber.

Und ziehst instinktiv weitere Brandmauern hoch: Nix Hotel, Ferienwohnung. Und ihr kümmert Euch darum eine zu beschaffen (ich war dazu absolut nicht in der Lage als ich da war, wenn dann müssen das die Einheimischen machen). Nix die Blumen an der A7 wieder mit Vornamen kennen weil Du da jede Woche lang kutschen musst. Sondern Fliegen/Bahn/Milchkannenexpress und nen Mietwagen vor Ort.

Dann gehen Dir langsam die Argumente aus. Du willst dass man noch mal in sich geht und sich das gut überlegt ob man das wirklich will. Man verspricht Dir darüber intensiv nachzudenken.

Klar, die Leute von denen ich gesagt hatte die gehören da nicht hin, die hat Chefchen mittlerweile einen nach dem anderen entsorgt. Ich habe keine Ahnung was ihr Ersatz taugt, aber immerhin. Nur ich hatte ihm lediglich von denen erzählt mit denen ich seinerzeit zu tun hatte – nicht von dem großen Haufen anderer Nieten die da sonst noch rumspringen und sich im Speckgürtel wohlfühlen, mich aber nicht unmittelbar gestört hatten. Nur dass es schwer danach riecht, genau in die nächste Jauchegrube nun rein gestupst zu werden.

Und nu steh ich hier und lege mir die Karten, wann der Anruf kommen wird. Und was zur Hölle ich dann wohl sagen werde. Ich denke ich werde das vom Blatt spielen, je nach Tagesform. Ob ich die Nerven dafür habe, den Haufen nochmal zu ertragen – das kann ich mir bis dahin ja überlegen – im Moment bin ich noch maximal unentschlossen. Und auch ob es pure Verzweiflung war die den Anruf initiiert hat, oder ob ich wirklich so gute Arbeit gemacht hatte um Eindruck zu hinterlassen. Was ich aber nicht rausfinden werde können. Und über das Schmerzensgeld werden wir wohl auch reden müssen.

Ma weiss es nicht, also schau ma mal. Gibt es eigentlich einen Aubildungsberuf als Brandbeschleuniger? Weil mich ereilt langsam das Gefühl genau das zu sein.

 


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Die Rache der Schluchtis

Ich glaub, jetzt hab ich es verstanden.

Die A8 ist voll mit Schluchtis … weil wir vorher Bazillionen von Touris im Münchner Barock auf dem selben Weg in Alpen karren, wo das Scheisswetter gnädig durch ein bisschen Schnee verdeckt wird. Danke Klimawandel. Denn dadurch verstopfen sie nicht schon das Salzburger Land sondern müssen noch weiter, höher in die Berge.

Man erkennt den Münchner Barock ganz leicht: Ein SUV mit Kindersarg auf dem Dach – darin eine handvoll missmutiger Gestalten, in schreiend bunten unförmigen Klamotten, die einen Latte Macchiato oder Schrottochino Grande im Pappbecher festhalten.

So eine Polyesterlawine ist sicher kein schönes Bild. Und ich bin Euch ja eigentlich dankbar, wenn Ihr die aufnehmt. Wenigstens eine Zeit lang. Und eine A8 voll mit Schluchtis im Austausch ist als Rache vielleicht ein kleiner Preis dafür.

Nur eins müsst Ihr noch lernen: Der breite schwarze Asphaltstreifen von Schluchtiland zu uns heißt Autobahn. Nochmal langsam zum mitsprechen: Au-to-bahn. Das ist ein Weg der meist bolzengerade durch die Landschaft führt. Ihr müsst also keine Kurven fürchten die unvermittelt auftauchen. Und weniger zum Sightseeing gedacht, sondern eher um schneller von den ganzen Münchnern weg zu kommen. Wir haben extra bis zu vier Spuren in eine Richtung darauf gemalt. Die sind nicht dazu gedacht damit Ihr links und rechts mehr Platz habt um nicht von der Autobahn runter zu kippen – nein, an sich ist das ein Service damit Ihr schneller flüchten könnt. Wir denken da nur an Euer Wohl.

Also sortiert Euch ein, nähert Euch vorsichtig der wahnwitzigen Geschwindigkeit, und FAHRT !

 


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Man muß auch mal Pech haben …

… und über elf Stunden von der Küste zum Alpenvorland brauchen.

Du fährst los, über die Hochbrücke am Nord-Ostsee-Kanal … und stehst erstmal eineinhalb Stunden im Stau, weil sich der klapprige Polo 100 Meter vor Dir spontan entschlossen hat zu detonieren, und eine absolut beeindruckende Rauchwolke zu produzieren – was dazu führte, dass der Tanklaster und der Gefahrgutlaster neben ihm in der Baustelle hektisch versucht haben noch Land zu gewinnen. (Wäre ich ein Verschwörungstheoretiker würde ich annehmen, all die brennenden und explodierenden Autos auf der A7 werden bestimmt von Islamisten gesteuert, die detonieren ja prinzipiell gerne – aber man weiß es halt nicht, und unsere Schnittschlauchtruppen geben diesbezüglich ja auch keine Information raus, also bleibe ich da nach wie vor unschlüssig.)

Tatü Tata – die Feuerwehr Rendsburg kommt mit drei Fahrzeugen in Salamitaktik angerobbt, und versucht emsig und letztlich erfolgreich, die immense Feuersbrunst (es war immerhin ein POLO !) zu bekämpfen. Nachdem also der Oberjagdmeister endlich  erfolgreich auf das Wrack gepinkelt hatte, waren sie wohl alle so stolz, dass sie noch ne Dreiviertelstunde brauchten um sich gegenseitig zu beglückwünschen, und wieder zurück auf die Wache zu rasen .. weil vermutlich die Würstchen auf dem Grill derweil anbrennen.

Ich mein, Friesen halt … das mit dem Schweinestupfer den ich mir seit langem wünsche um sie anzutreiben sagte ich ja schon öffer … dummerweise hat Amazon sowas nicht im Programm … oder sie heißen offiziell anders.

9 Baustellen to go bis Hannover. 8 to go, 7 to go , 6 to go … oh wow, das wird doch etwa nicht … ?

Nein es wird nicht. Natürlich nicht. Denn auch wenn wir eigentlich gefühlt keinen einzigen einheimischen LKW-Fahrer mehr haben und nur noch osteuropäische Harakiripiloten mit seltsamen Kennzeichen und seltsamen Sprachen in ihren fragwürdigen Kisten hier rum zockeln … der eine Arsch mit deutschem Pass hat es geschafft, seinen LKW ohne Not auf den Spiegel zu legen.

In der Baustelle … selbstverständlich, damit es sich so richtig lohnt. Es ist mir schleierhaft wie blau man sein muß um auf grader Straße die halt ein wenig schmaler ist als sonst einen 40-Tonner auf die Seite zu legen. Wofür der den Kopf hatte ? Vermutlich damit es nicht in den Hals reinregnet. (Immerhin ist er nicht detoniert, was prinzipiell zwar von Vorteil ist – aber auch von Nachteil wenn Du keine Rauchwolke siehst und somit nicht weißt ob Du eher am Ende von 20 Kilometern Stau stehst oder eher am Anfang … was prinzipiell zwar nichts ändert aber das Wissen wäre gefühlt trotzdem hilfreich.)

Er konnte ja nix daür dass ich zudem Pech hatte und der Bus neben mir im Stau einen Schwall inkontinenter Rentner ausspuckte, die alle extrem viel Kommunikationsbedarf hatten sobald sie mich im offenen Raumschiff erblickten … dabei wollte ich nach zwei Stunden in denen sich nix bewegt hatte einfach nur schlafen. (Aber das waren keine Islamisten denn keiner davon ist detoniert … auch wenn manche vermutlich kurz davor waren, Apfelsaft und mehrstündiger Stau sind eine brisante Mischung.)

Ich verstehe aber nach wie vor nicht, wieso alle (ALLE! 100 Prozent!) Unfälle in Baustellen passieren, wenn doch nur 50% der A7 im Norden Baustelle sind. Trotzdem schafft es jeder Idiot dass entweder seine Karre verreckt, wichtige Teile davon abfallen, oder will die Karosserie umstylen, sobald er eine Baustelle auch nur sieht. Der Gegenverkehr war erst flüssig um dann auch zu versiegen … weil eine andere Truppe von fünf Idioten auf der Gegenspur wohl Wracks gucken wollte … und dabei im Kofferraum des jeweils vorausfahrenden anderen Idioten landete … natürlich in der Baustelle. Immerhin machte das den Verkehrfunk einfacher, weil es letztlich 20 Kilometer Stau in beide Richtungen waren, chakka.

Nach sieben Stunden war ich immerhin in Hannover … da hätte ich auch gleich mit dem Fahrrad fahren können. Anfangs, im ersten Stau dachte ich noch „Schwarmstedt ? Ha, kein Problem, ist doch erst 14 Uhr, locker !“ … um ums Arschlecken um kurz vor sechs mit quietschenden Reifen dort einzureiten.

Danach das Messer wieder zwischen die Zähne genommen und die restlichen 500 Kilometer ins Raumdock in rekordverdächtiger Zeit absolviert. Geronimo. Check.

 

 

 


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Ein Tag in der Beklopptenfarm

Aufgewacht.

(wo bin ich ? Und viel wichtiger: wer bin ich und was zum teufel mache ich hier ?)

Das bimmelnde Telefon hilft mir dabei mich zu erinnern – (ach ja, diese Scheisse steht heut an) – ich habe derart tief geschlafen nach dem Ritt gestern abend, dass nicht mal der hupende Mistvogel mich wecken konnte, und nu wohl heiser ist von der ganzen Kräherei seit 5:47 Uhr.

Wilde Telefoniererei in mehreren Sprachen von denen die anderen keine wirklich sprechen, Mail-Schlachten. Huston wir haben ein Problem. Und unser Problem heisst Kommunikation. Wenn ich Käseroller meine Fabrik in vier Stunden Autobahn automatisieren lassen will, weil Käseroller günstiger sind, dann sollte ich als Betreiber zumindest drauf achten dass entweder a) ich Käserollerisch spreche b) die Käseroller irgendeine andere romanische Sprache nicht nur radebrechen sondern sich in ihr verständigen können. Aber solche Kleinigkeiten versteht ein Vorstand wohl nur wenn ich auf seinem Schoß sitze und mit den Fäusten seinen Schädel solange malträtiere bis er es begreift. Mein Fehler, hab ich seinerzeit versäumt zu tun. Nächstes Mal schlage ich gleich 50 Prozent auf die Kalkulation drauf.

Es geht auf den Mittag zu, wüstes Rumgerate was es alles sein könnte mit fünf Journalisten aus drei Ländern (das erinnert mich jedes mal an den internationalen Frühshoppen in der ARD damals).

Dazwischen eine Telko mit der Ameisenfarm. Außer den Ameisen ist aber keiner da, insbesondere der Auftragnehmer glänzt durch völlige Abwesenheit – so dass der ganze Firlefanz um den ganzen Mist jedes Mal wieder zu initiieren völlig für die Katz war. Immerhin würde der deutsch sprechen …. wenn er da wäre … was dann die Sprachbarriere auf fränkisch-friesisch reduziert – dafür gibts aber ein Wörterbuch.

Parallel ruft eine Stunde Autobahn an ‚wir hätten da gern mal ein Problem‘. (Ach Du Schei… Ihr fehlt mir heute wie ein Loch im Kopf) Leider sind die Problembeschreibungen (die selbstredend von zwei Seiten parallel per mail eintrudeln) überhaupt nicht zur Deckung zu bringen. Um meine in Falten gelegte Stirn wieder halbwegs glatt zu ziehen bitte ich in einer mail sich mal zu einigen was denn das Problem nun wirklich ist und die wilde Vermuterei zu lassen woran es liegen könnte.

Natürlich schreit die Steuertante derweil nach Belegen für zwei Monate. Ich werfe die nächste Valium ein weil ich ja weiß wie viele Tankzettel und Werkstattrechnungen und sonstigen Scheiß ich habe seit ich jede Woche zur Ameisenfarm fahren darf. Gegen eins habe ich einen Tennisarm vom Lochen der Berge an Belegen. Wie gut sie sortiert sind – naja, ich wage mal zu sagen ich habe mein Bestes versucht.

Parallel ruft Mama an. Freilich, Freitag Mittag auf der Bekloppetenfarm, was könnte ich wohl Besseres zu tun haben ? Argh. Sie werden halt nicht jünger …

Natürlich liegt es in eine Stunde Autobahn an etwas ganz anderem, war mir instinktiv klar ohne es zu sehen. Aber Lagerbestände anzuzeigen wird eben zunehmend schwieriger wenn dir die Krabbelgruppe der Stammdaten-Azubis unter dem Arsch die Artikelstammdaten wegzieht und sie stattdessen löscht … hat ja auch nur zwei Stunden Recherche gekostet.

Gegen  kurz nach drei haben wir die technischen Probleme in vier Stunden Autobahn gelöst.

Könnten wir jetzt noch schnell … ? … weiter kommt der Käseroller nicht bevor mir der Kragen platzt. Hömma zu Du Träne. Wenn wir bis jetzt brauchen damit die verdammten Blechottos überhaupt miteinander reden, und sich überhaupt sehen, was glaubst Du wohl wie clever es ist einen Schnittstellentest um kurz vor vier zu beginnen, hmm ?

Aber aber aber, ich gehe Montag in Urlaub quäkt es aus dem Telefon.

Ja, das ist total schade, aber es ist ein PAL (PAL = Problem Anderer Leute). Ich bin erst nächstes Wochenende wieder auf der Beklopptenfarm, also vorher geht da nada, leb damit oder lass es. Und während ich auf der Ameisenfarm bin kann ich nicht auch noch mit der Beklopptenfarm spielen, comprende ?.

Himmel Arsch und Zwirn ich habe noch nicht mal gefrühstückt und bald beginnt es dunkel zu werden … die Steuersachen schaffe ich eh nicht mehr, und wenn ich nicht bald zu Chop Suey komme um wenigstens eine Ente 52 scharf, zum mitnehmen da raus zu ziehen, dann passiert hier sowieso gleich ein Unglück.

Ei freilisch, der ganze Kladderradatsch läuft grade halbwegs, da berichtet mir Win 10 freudestrahlend ‚hey, tolle Nachricht, ich habe da ein Funktionsupdate für Dich, aber es wird länger dauern als üblich. Soll ich jetzt oder später ?‘

Ich klicke den später – Button bis durch den Monitor durch. Du kannst mich mal, nächstes Jahr vielleicht murmele ich. Blöderweise habe ich das headset noch auf und die Hälfte der Käseroller sind noch in der Leitung, was zu kleinen Missverständnissen führt.

Alles in Allem war es also ein normaler Tag auf der Beklopptenfarm.

 

 

 


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Jonglieren …

… ist die Kunst viele kleine und höchst glitschige Bälle in der Luft zu halten, während man sich parallel die Schuhe bindet.

Das Hin und Her zwischen „dem Land das bekiffte Einheimische macht“ und „dem Land das Bekiffte zum Ministerpräsidenten macht“ beginnt sich langsam einzuspielen. Inzwischen macht mein Hirn schon drei Stunden nach der Abfahrt aus dem Land das Verrückte macht (also entweder kurz vor Hamburg, danke Elbtunnel-Maulwürfe, oder bei Hannover, danke Arschlöcher die es schaffen dass Ihre Schrottkarre immer mitten in einer Baustelle verreckt) einen kompletten Reset.

Ohne meine ToDo-App wäre ich wohl total aufgeschmissen, weil ich mitten während der Fahrt nicht mehr wüsste weshalb ich runter nach Bayern fahren muss. Und ohne das Navi und die freundliche Stimme die mir sagt „bitten biegen Sie in 350 Kilometern rechts ab“ wüsste ich vermutlich noch nicht mal mehr wie ich überhaupt bis da hin komme. Übrigens: An der A7 bei Fulda ist links ein neues Gänseblümchen gewachsen!

Heute hat mich der Klodeckel beim Aufwachen begrüßt mit „hey, Du musst heute das, das, das und das machen“. Nicht die schönste Art aufzuwachen zugegeben, aber immerhin vermeidet es mir das Hirn zu verbiegen um mich dran zu erinnern (und am Sonntag bei der Rückfahrt zielsicher wenn ich 200 Kilometer gefahren bin festzustellen das ich etwas vergessen habe).

Es hat mir heute morgen auch nicht wirklich geholfen gestern bis kurz vor fünf mit den Sennheisern auf dem Kopf bei YouTube alte 12-Inches durchzuhören und es nur deshalb zu merken weil der verdammte Vogel angefangen hat rum zu lärmen, und es begann hell zu werden. Der Teufel auf der rechten Schulter krähte mir ins Ohr „Surprise surprise Du alter Sack, Du bist halt keine 20 mehr“ und versuchte zu vermeiden beim Gähnen von mir eingeatmet zu werden. „Ach sei still, Du nervst, bring mir lieber einen Kaffee, intravenös, C-Nadel, ok?“

Gut, suchen wir von den Baustellen die alle etwas wollen diejenige raus die am Einfachsten erscheint, weil das Hirn läuft nach zu wenig Schlaf noch mechanisch, und die Augen machen quietschende Geräusche wenn ich blinzle.

Baustelle 1: Remotedesktop, die Kiste ist aus der Wartung zurück und kennt nicht mal mehr ihre IP. Was ich daran sehe, dass mir der Betreiber per mail einen Screenshot vom Bildschirm schickt. Ok, insert coin to continue, an einem Freitag kurz vor Mittag erreichst Du da ja eh kein Schwein mehr, das ging ja schnell, probieren wir es nächste Woche halt wieder. <BING> macht der Klodeckel als ich den Termin eine Woche weiter schiebe.

Baustelle 2: Remotedesktop, der Server begrüsst mich mit einem fröhlichen „ÄätschBätsch, Neu aktivieren, weil Hardwareänderungen, hihihihi“ … ich höre das glucksende Lachen förmlich aus der Mainmetropole durch die Leitung kommen. Mein Blutdruck nähert sich kritschen Bereichen, an der mail können sich der Betreiber und besonders seine schlampigen Nullchecker in der IT im Winter drei Tage lang die Füsse wärmen. Kurz überlegt ob ich world*.* in das BCC setzen soll. Überlegen -> drei Sekunden -> Entscheiden: Yep mache ich. Irgendwer wird den Tränen schon den Schuh aufblasen, und das haben sie sich redlich verdient. <BING>

Baustelle 3: mail gelesen ‚ähm ähm Herr castagir, label, laber, ich hätte da gerne mal ein Problemchen, was ganz kleines. laber, laber. Wir wollen nur eine Anlage aus dem letzten Jahrtausend umrüsten auf Windows 10. laber laber schwadronier‘ Den ganzen Scheiß hatte ich auf dem Handy gar nicht gesehen.

Naja, ok, wenn ich eh grad im Schwung bin mit wärmenden EMails: ‚Lieber Herr Systemhaus.
1) Unter der Woche sitze ich zwar nicht mehr vor dem Mäuseklavier sondern inzwischen vor dem P10-Klodeckel, aber auch das ist kein 30-Zöller im Format 16 zu 9.
2) Wenn Sie drei Seiten brauchen um mir Ihr kleines Problem zu beschreiben, wie klein glauben sie dass es wirklich ist ?
3)
Wie wäre es denn den Betreiber mal zu fragen ob er die ganzen anderen Beteiligten mal befragt, und wir machen dann vielleicht einen Termin aus ? So ungefähr überübernächstes Jahr, an nem Mittwoch ? Mit grünlichen Füssen, castagir‘ <BING>

Baustelle 4: mail gelesen. Ein Hoch auf Ticket-Systeme ! Das ist das einzige Ding das noch beschissener funktioniert als eine Telefonhotline (bitte drücken Sie @789#?54 um schon nächsten Monat mit einem Menschen verbunden zu werden der ein Hirn hat und auch Ihrer Sprache mächtig ist), und mit dem Du Stunden an Zeit verlochen kannst ! Supererfindung ! Und wenn Du die Antwort nicht lesen kannst weil wieder irgendein Azubi (wer sonst …) an den Berechtigungen rum geschraubt hat und nur liest ‚das Ticket ist geschlossen‘ dann führt mich das an einem Tag wie diesem dazu den Schwung auszunutzen und auch diese Tränen mal kurz und knapp zu fragen ob sie ihren Ticketschrott jemals ohne Laborbedingungen in freier Wildbahn getestet haben. <BING>

Es ist Mittag, und nu sitz ich hier rum wie bestellt und nicht abgeholt.

„Wofür genau bist Du jetzt gestern quer durch die Republik gefahr…?'“
Ach halts Maul, Teufel, schaue ich halt Fussball, oder ich gehe einkaufen oder ich sammle die Pfandflaschen aus dem Kofferraum.“ <BING>

Baustelle 95: Die ToDo-Liste für das freitägliche Bayern umbenennen, in Beklopptenfarm. <BING>

Baustelle 96: Ach Du Scheisse, wie, der Monat ist schon wieder rum ? Rechnung schreiben ins Land das Verrückte macht. <BING>

Ein Glück dass ich den heutigen Tag am Sonntag kurz hinter Bamberg bereits vergessen haben werde.

<BING>

türkisches glücksrad

 

 

 


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Mister Minit

Kennt einer noch diese komischen winzigen Buden die es in den Einkaufszentren mal gab (und glaubt es oder nicht sogar noch immer gibt) ? Da konnte man mit nem abgebrochenen Absatz an den heels (was bei mir eher selten vorkommt denn ich breche mir keine Absätze an meinen heels mehr ab) hin humpeln und ihn irgendwie mit Superkleber wieder dran bauen lassen. Oder man konnte als Kerl in ausgetretenen Jesuslatschen dort hin schluffen und … keine Ahnung, den Jesus wieder dran montieren lassen.

Heute bin ich zum Mister Minit befördert worden. Ohne heels oder Latschen. Fühlt sich aber irgendwie so an.

„Du Cheffe, wir müssen mal dringend plaudern weil, sonst fliegt Dir der Laden da um die Ohren oder explodiert Dir mit Getöse im Gesicht“

Zwei Stunden später schleicht Cheffe in mein Büro.

„Hmm, kannst Du das nicht in die Hand nehmen ?“

„Wie jetzt, ich verstehe Dich richtig: einem BL zeigen wie er seinen Job machen soll ?“

„Ja. Wer soll’s denn sonst machen, alle die es können sitzen hier.“

„Hm, bissle ungewöhnlich, aber ich verstehe Dich. Aber Duuuu musst mich offiziell inthronisieren das ist Dir klar, ja ?“

„Mach ich. Als mein verlängerter Arm dort.“

Whoops. Auch wenn Hege und Aufzucht eines BL eher nicht in meinem Skillset steht, und ich da drauf auch nicht raus wollte … wenn’s hilft den Krieg zu gewinnen und ich so meinen Preis rechtfertige, dann soll es mir recht sein.

Fahr mer halt noch ein paar Monate kreuz und quer durch die Republik. Der Schrauber hat zumindest nicht schlecht gestaunt als er die Frontscheibe gewechselt hat und es plötzlich nur noch zwei oder drei Wochen bis zum großen Service sind.

Morgen gibt es Lernzielkontrolle bei Cheffe, denn ich bin schon längst nicht mehr grün genug um mich ohne Rückversicherung da aus dem Fenster zu lehnen. Vielleicht will er ja auch noch mal drüber schlafen.

Bleiben sie dran, es wird spannend.

 


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Mission accomplished

Der nervige fränkische Spaltpilz hat wieder ungeheuer zugeschlagen.

Zwei Tage mit dem Controlling und der Gesamtprojektleiterin haben dazu geführt, dass

a) das meeting nächste Woche mit dem Bereichsleiter nicht nur die beiden und mich enthält, sondern nun auch den Geschäftsführer.

meeting

Das ist dann hoffentlich genug Schwungmasse um endlich mal nicht bullshit bingo zu spielen

b) jemand sich dran machen wird (haha, jemand, wieso sag ich nicht gleich ich) die ganzen roten Kästen in den Prozessbeschreibungen mit Leben zu erfüllen

c) der BL von HR-Blondie umgehend zurückgepfiffen wurde und gewiss keiner der Halbblinden vor Ort auf den Thron gehoben und ihm die Burger-King-Pappkrone des künftigen Lagerleiters aufgesetzt wird.

BurgerKindPappkrone

Und dass die nichts sagende Fuckbook-Anzeige um einen Nachfolger zu finden ersetzt wird durch einen echten headhunter der einen Kandidaten suchen wird, damit wir dem die Pappkrone aufsetzen können.

Alles in Allem kein schlechter score für die Woche.

Auch wenn man mir bereits mehrfach glaubhaft versichert hat ich solle unbedingt weitermachen weil was ich da mache sei wichtig, die Mai-Rechnung ist … sportlich umschreibt es vielleicht.

Einerseits natürlich, es ist sehr wichtig für die Firma als Ganzes, weil keins von den Eigengewächsen traut sich mal das Maul aufzumachen oder hat die Energie dafür. Und die paar die es könnten sind so dicht mit Arbeit die kommen gar nicht dazu.

DreiAffenPlus

(der rechts bin übrigens ich und nein, da hat es nur etwas gejuckt)

Andererseits ist es doch ein wenig tragisch sich einen teuren Dompteur zu holen nur damit der einem das sagt was jeder eigentlich selber weiß: ‚He Jungs, aufwachen, so gehts nicht weiter – dort ist Norden und da marschieren wir jetzt alle mal hin‘.

Ich nenne es mal Schmerzensgeld für Jahre von Versäumissen.

Note to self: Wenn der alte Burger-King-Pappkronen-Träger mit Dir Nummern austauscht damit Ihr bald mal gemeinsam ein Bierchen zischen geht, dann klingt das an sich ok. Wir hatten ja einen Draht zueinander. Warum wir das aber ausgerechnet in einer bayerischen Kneipe mit Biergarten in Nordfriesland machen müssen, das muss ich ihn mal nach dem elften Bier fragen 😉


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Option b) und c)

Sie erinnern sich evtl. noch: Wenn der Lagerleiter als Einziger der Ahnung hat wie es gehen sollte nach nem Jahr aufgibt und geht während ich grade tief im Misthaufen rumstochere und mir arg braune Arme hole während ich gebetsmühlenartig wiederhole  „Ihr müsst erst das und das und das und das und das und das auch noch machen, und dann reden wir weiter“ gibt es ja nur begrenzte Optionen.

a) Der am wenigsten Blinde aus dem eigenen Haufen wird neuer Leiter

b) Ein völlig Fremder wird geholt

c) Man läßt sie weiter vor sich hin wurschteln und verschiebt die ganze Aktion um .. tja, vielleicht um ein paar Jahre, weil dann kommt wenigstens keiner mehr auf die Idee den nervigen Franken anzurufen der ihnen die ganze Zeit die unbequeme Wahrheit gesagt hat und was sie tun müssen bevor er überhaupt ernsthaft anfangen kann.

Nordfriesen hingegen finden eine andere Option, nennen wir sie mal

Option bc) : Wir suchen mittels einer völlig nichts sagenden Anzeige in Fuckbook und sonstwo nach einem neuen head cheerleader Logistik. Gleichzeitig warten wir darauf dass jemand endlich eine Zeitmaschine erfindet damit die Wunschtermine nicht mehr automatisch einen Lach-Flash auslösen.

Gut, dass die Annonce so Scheiße ist dass sich jeder gestandene Logistiker sofort mit Fragezeichen auf der Stirn lachend abwendet ist vermutlich kein nordfriesisches Problem, sondern eher das obligatorisch gewordene nichtssagende blabla aus der typischen Blondinenfraktion in einem HR department. (Ich hab ja manchmal den starken Verdacht jede Blondine die nicht ausschaut wie Frankensteins Schwester geht nur in die HR um möglichst schnell schwanger zu werden und aus dem Affenstall wieder raus zu kommen, ähnlich wie ich will irgendwas mit Medien machen, ist aber nur ne böswillige Vermutung meinerseits)

Aber zumindest war Chief Blondie von der HR so schlau zu erkennen das sei gewiss besser als Option a) … also das suchen nach einem Externen nicht das schwanger werden, so man denn einen würde finden können, wobei die Anzeige dabei jedoch nicht wirklich hilft.

Dass ein völlig Fremder den diese Anzeige anspricht den Laden entweder schreiend verlässt oder ein halbes Jahr brauchen wird um da erst mal Grund rein zu bringen führt in meinen Augen als logische Folge zwangsläufig dazu den Mist um mindenstens ein halbes Jahr zu verschieben. Besser wäre ein Jahr oder nein, besser wären wohl mehrere Jahre wegen des nervigen Franken.

Das will nur noch keiner wirklich hören… noch überwiegt das „naja das kriegen wir schon hin“ … während meine Liste der ToDos für die Truppen inzwischen eine Tapetenrolle braucht um überhaupt die Eckpunkte unterzubringen … in 3 Punkt Arial condensed könnte das vielleicht sogar klappen.

 

Inzwischen habe ich begonnen die Prozessbeschreibungen zu machen … dass nach einer Woche die Hälfte davon aus großen roten Kästchen besteht in denen steht „und hier passiert ein Wunder das sich jedem Automatismus entzieht“ ist sicher nur ein Detailproblem 😉

Img

Bleiben Sie dran. In der nächsten Folge beobachten wir die Krönung eines neuen head cheerleader Logistik und den Versuch ihn mittels Dienstwagen und ungeheuren Mengen Alkohol (evtl. wird er auch angekettet) daran zu hindern schreiend die Flucht zu ergreifen.

Achja, der Mai ist um, ich muss dringend eine Rechnung schreiben 😉

 

 


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„Mit Ausdruck veraltet“

Es gibt nur drei Arten von Projektplänen:

  • Die einen ignoriert man bis zu dem Zeitpunkt wo der Erste schreit. Funktioniert nach dem Mikado-Prinzip: wer sich zuerst bewegt, verliert.
  • Die anderen druckt man aus und ignoriert sie dann, weil sie zum Zeitpunkt wo die Tinte trocken ist bereits Makulatur geworden sind. Zum Zeitpunkt X lodert es bereits weißglühend und hektische Aktivität bricht allerorten aus.
  • Die richtig Schlauen machen gar keinen Projektplan und sparen sich den ganzen Humbug, weil sie aus Erfahrung klug geworden sind. Stattdessen rechnen sie von vorne herein mit der dreifachen Zeit die sie über den Daumen gepeilt schätzen würden. Interessanterweise laufen diese Projekte am störungsfreiesten.

 

Der Plan:

„Ende Juni an einem Donnerstag nachmittag legen wir die Anlage still, dann bauen wir alles um, und Montag drauf gegen Mittag fahren wir sie wieder an“. Das war Anfang des Jahres. Ausgedruckt war das DIN A1 mit schätzungsweise 15 Gewerken, die auf dieses lange Wochenende hin arbeiten sollten. Die Versionshistorie des Audrucks liegt ungefähr bei 14 (oder 15, so genau weiß ich das gar nicht mehr weil es mir nach Version 5 begann wurscht zu werden).

Die Realität:

  • Die Betonmischfuzzies sind vier Wochen hinterm Plan
  • Die Gas/Wasser/Scheisse – Röhrichs sind sechs Wochen hinterm Plan
  • Upps, Strom und Licht wären ab einem bestimmten Zeitpunkt auch recht hilfreich
  • Wenn man die Kräne da und dort nicht rechtzeitig wieder abbaut gibt es keinen Platz um die Baucontainer irgendwo hin zu stellen wo kein LKW sie in den Boden ein massiert.
  • Das Glump was eingebaut werden soll wenn die Betonfuzzies und die Röhrichs endlich durch sind wird irgendwann geliefert, wann genau weiß keiner so recht
  • Was wir wissen ist dass es bröckenweise geliefert werden wird
  • Natürlich mitten in der Urlaubszeit, sodass die Hälfte der Schrauber sich zu der Zeit grade die Resthirne auf Malle weg saufen wird
  • Womit klar ist, dass es bröckchenweise eingebaut, getestet und in Betrieb genommen, und dass mindestens jede zweite Verkabelung beim E/A-Check falsch rum sein wird
  • In der Konsequenz bedeutet es mehrere Monate mit einer halbgaren Anlage zu fahren die aus neuen Bereichen und alten Bereichen bestehen wird, und statt zu programmieren werden Pflaster aufgeklebt und Waggonladungen von Superkleber verwendet um die Trümmer davon abzuhalten auseinander zu kippen. Und statt der Flex kommt ein stumpfes Skalpell zum Einsatz. Mit Gummiklinge.

Und das ist ein Projekt bestenfalls mittlerer Größe. Mein Verständnis für Projektleiter von Elbphilharmonien und Flughäfen am Arsch der Welt, und Verschiebungen im Mehrjahresbereich beginnt zu wachsen …

Heiratsanzeige: Pixelschubbser sucht Frau mit eigenem Hotel im Südbayerischen für minigens drei Monate. Werde tagsüber nie da sein, also den Tagesablauf nur unwesentlich stören. Sex fällt auch aus weil ich abends zu müde sein werde. WLAN ist allerdings unverzichtbar, und die Kühe und Hühner schlafen draussen, ist klar, ja ? Wenn eine gelernte Friseuse in der Familie ist wäre das auch von Vorteil, denn nach vier Wochen werde ich nix mehr sehen – und Zeit um zu Renate zu fahren werde ich nicht haben. Große Kochkünste sind nicht weiter notwendig – die Verpflegung durch den Kunden auf der Baustelle ist vermutlich das Highlight des ganzen Projekts.

Hm … vielleicht hätte ich das Projekt in Nigeria doch nicht so leichtfertig ablehnen sollen.