a life less ordinary ?

the egghead diaries


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Runde 2

Na gut, der erste Durchgang war ja ok, die Narbe könnte man auch für eine Falte am Hals halten … wenn, ja wenn die dumme Kuh beim Fäden ziehen nicht ein Stück  vergessen hätte.

Fünf Zentimeter hab ich dann selber gezogen … ich dachte da ist vielleicht ein Barthaar gewachsen, nur wurde das immer länger. Ein Rest musste drin bleiben. Großes Kino, ganz grosses Kino … in dem Hotel mit schöner Aussicht und beschissenem Essen, in dem sie einem um Dunkelfinster morgens schon wecken.

Na schön, dann machen wir mal den zweiten Durchgang, andere Seite. Mal schauen wie sie sich diesmal schlagen, und ob sie vielleicht nachher diesmal alles raus puhlen was sie reingenäht haben.

 

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Wenn die Kinderchen nur stechen könnten …

Noch ein Tag. Noch eine süße aber ahnungslose MTA die mir lieber ein Muster in den Arm sticht statt eine Ader zu finden. Mein augenrollendes, „lassen sie’s, da hat die letzte schon nix gefunden“ hat sie natürlich nicht davon abgehalten mich als Nadelkissen zu missbrauchen um es trotzdem zu versuchen, ist ja logisch.

Verflucht, ich schau bald aus als wär ich drogensüchtig, so zerstochen schau ich aus. Und wenn die nicht mal langsam damit aufhören mir Kontrastmittel in die Adern zu jagen und mich durch irgendeine Röhre zu schieben dann werd ich irgendwann anfangen im Dunklen zu leuchten 🙂

Auf der anderen Seite meinte die Ärztin fröhlich später dann „alles 1A ok“, was ja nicht so schlecht ist. Auch wenn es das Problem an sich ja nicht löst hört man das ja prinzipiell gern.

Allerdings sagte sie das mit einem Blick der irgendwie zwischen „verflixt was will der denn überhaupt hier“ und „Mist wieder nix worüber ich nen Artikel publizieren könnte“ schwankte.

Was mich dann doch davon abhielt sie zum Essen einzuladen. Weil nett schien sie eigentlich zu sein.

 


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Das Stickmuster ist verbesserungsfähig

Gestern natürlich wie immer nach unten ins Raumschiff gefallen, alles wie immer. Ich brauche irgendwann doch ein Alt-Herren-Auto, verdammt !

Allerdings war die von der Naht doch arg eingeschrankte Beweglichkeit im Hals etwas störend. Linkskurven in der Stadt waren etwas iffy, oft habe mehr darauf gewartet dass mich jemand anhupt als wirklich zu sehen ob da jemand kommt 🙂

Aber dem Vernehmen nach ist es eine wunderbar gelungene Naht von der man später nix mehr sehen wird – schwer zu glauben zwar bei der Länge, die meinem Mittelfinger entspricht, aber glauben wir das einfach mal.Und ja, meiner unmaßgeblichen Meinung nach hat er da wirklich eine gute Leistung abgeliefert.

Und ausserdem machen wir das ja so dass es parallel werden wird, also rechts nochmal, nicht zur Strafe nur zur Übung.

Das ist eine Aussicht mit der ich noch nicht recht warm werden will, denn gestern nacht hat der Schädel schon verdammt arg gedröhnt. Das wird mir ganz sicher nicht fehlen, das war wie eine winzige böse lachende Gestalt die in meinem Kopf einen Presslufthammer geschwungen hat.

Immerhin kommt der Faden morgen schon wieder raus, das ist doch schön.

Und hey, Chop Suey kocht um Längen besser als wer auch immer den geschmacklosen Fraß im Krankenhaus zusammenrührt ! Ich hatte ja vergeblich nach einem Zettel gesucht wie ich mit dem Service zufrieden war … konnte aber keinen  finden. Die sind ja auch nicht dumm, die wissen schon wieso sie einem gar nicht erst die Chance geben Ihnen zu sagen dass sie Ihr Hundefutter woanders abladen sollen 😉

Im nächsten Leben werd ich Bistrobetreiber in der örtlichen Uniklinik – da hast Du sofort ausgesorgt! Und nächstes Mal nehm ich zwei oder drei der BringMichPizza-Flyer mit die ständig in meinem Briefkasten landen … selbst die kochen besser !

 


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Naja… Spaßig ist anders

Irgendwann vormittags begaben wir uns auf die grosse rallye durch das ganze Haus… Immerhin hat sie es geschafft nur an jeder zweiten Ecke anzudotzen… Die Stunde in der op-vorbereitung war auch nicht langweiliger als alles zuvor… Bis ich dann endlich schlafen geschickt wurde, und paar Stunden später wieder die rallye Richtung Station antreten durfte.

Also alles so wie es gehört, na gut.. Montag soll ich nochmal hin, damit Chefchen die wundervolle stickarbeit höchst persönlich wieder auftrennen kann. Immerhin darf ich aber morgen schon heim. Erspart mir weitere Übungen im heiteren Gerichte raten 🙂


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Krankenhäuser sind klasse…

Um acht sollst du unbedingt da sein. Ganz pünktlich bitte!

Das ist ja auch total wichtig, schließlich sollst du ja nur fünf Stunden später sowie eine Million Unterschriften später bei den schnarchnasen der anesthesie sein damit sie dir da erklären wie sie dich schlafen legen wollen. Also am Tag drauf natürlich erst… Und immerhin 30 Meter Luftlinie weit entfernt, das braucht schon seine Zeit…

Ich meine wäre ja auch störend sollte ich zwischendurch aufwachen und blöde Kommentare abgeben, während sie grad in einer halsschlagader rum buddeln.

Immerhin muß ich ab morgens nix mehr essen… Denn das essen im Krankenhaus ist noch genau so beschissen wie vor 50 Jahren 🙂


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Wie spät ist es ?

… ganz ehrlich ? Im wesentlichen ist es mir egal – es sei denn ich habe einen Termin beim Doc, ein date mit einem Kunden, oder das Gefühl vor kurz Ladenschluß noch schnell in den Supermarkt zu müssen um ganz schnell eine Kleinigkeit zu kaufen … um dann doch bepackt wie ein Maultier ohne Einkaufwagen und mit Bazillionen von Zeug auf den Armen jonglierend an der Kasse zu stehen.

Insofern ist es mir letztlich völlig egal für welche Zeit man sich entscheidet – Sommerzeit, Winterzeit, Mondzeit … denn der Rentner wird immer vor mir in der Schlange stehen, und er wird es immer passend haben … um es letztlich doch nicht passend zu haben. Das ist ein Naturgesetz.

Die Diskussion darüber welche Zeit man aber nun will finde ich so herrlich witzig und so typisch deutsch daß ich lachen muß.

Nur daß der Mist abgeschafft gehört, das ist schon seit Jahrzehnten klar. Also tun wir es, endlich!

Jedesmal im Raumschiff das Gefummel um die Zeit einzustellen (war das ne Stunde vor oder ne Stunde zurück ? Und wie ging das letztes Mal ? Ist doch erst ein halbes Jahr her Du Träne, es aber immer bei 200 auf der Bahn zu versuchen führt wohl dazu es sich nicht merken zu können…) weil BMW zu dämlich ist in ein sauteures Auto eine DCF77 Uhr für fünffuffzich einzubauen, das wird mir nicht fehlen.

Und ob der dämliche Vogel morgens um 5:47 oder um 6:47 anfängt zu krähen ist mir auch wurscht, denn zu beiden Zeiten schlafe ich normalerweise ! Das Mistvieh wird mich also so oder so wecken …

 

 

 

 

 


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Alarm!

In China ist ein Fahrrad umgefallen.

n-tv, N24 und all die anderen Journalistendarsteller setzen sofort alles in Bewegung um live-Bilder zu bekommen. Und die Dilettanten zeigen Standbilder des Fahrrads, während sie wortreich erklären: Ja, momentan wissen wir die Ursache noch nicht und die Bergungsarbeiten laufen noch. Nur wäre das viel zu schnell, also muss noch einige Minuten wild um sich spekuliert werden wie das passieren konnte. Auch sämtliche Fahrradexperten im Land werden umgehend in die Studios gekarrt, zeichnen Bilder von Fahrrädern und erklären die konstruktionsbedingten Sollbruchstellen.

Spiegel, Focus, Zeit und all die anderen Lohnschreiber (die irgendwann mal was mit Medien machen wollten aber außer voneinander abzuschreiben nie was gelernt haben), spekulieren die Tage nach dem tragischen Unglück was denn die Ursache gewesen sein könnte, während die Regierung sofort reflexhaft versucht, alle privaten Fahrräder im Land zu verstaatlichen. Auch werden auf den enormen Druck der stündlichen Berichterstattung in unserem Land alle Fahrräder kontrolliert, und jeder befragt der schon mal irgendwann ein Fahrrad gebaut hat – etwa ob Fahrräder prinzipell gefährlich sein und zum Umfallen neigen könnten, oder ob mangelnde Wartung zum Umfallen geführt haben könnte, oder ein Windstoß, oder, oder, oder …

Oh wie ich es liebe. Und dafür soll ich zahlen ? Wirklich ? Dafür ? Sagt mal, seid Ihr alle betrunken ?

Achso, nein: Es war nicht in China, es war in Italien. Und es war kein Fahrrad, sondern eine Brücke. Und sie ist nicht umgefallen, sondern eingestürzt. Mein Fehler.

Aber das Schema ist immer daselbe. Widerlich. Zum speien eklig. Geheucheltes Mitleid während man sich insgeheim freut irgendwas zum Senden zu haben und irgendwie die morgige Zeitung zu füllen. Je mehr Opfer umso besser. Ich würde mich schämen so einen Scheiss-Job zu machen !

 

 


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Man muß auch mal Pech haben …

… und über elf Stunden von der Küste zum Alpenvorland brauchen.

Du fährst los, über die Hochbrücke am Nord-Ostsee-Kanal … und stehst erstmal eineinhalb Stunden im Stau, weil sich der klapprige Polo 100 Meter vor Dir spontan entschlossen hat zu detonieren, und eine absolut beeindruckende Rauchwolke zu produzieren – was dazu führte, dass der Tanklaster und der Gefahrgutlaster neben ihm in der Baustelle hektisch versucht haben noch Land zu gewinnen. (Wäre ich ein Verschwörungstheoretiker würde ich annehmen, all die brennenden und explodierenden Autos auf der A7 werden bestimmt von Islamisten gesteuert, die detonieren ja prinzipiell gerne – aber man weiß es halt nicht, und unsere Schnittschlauchtruppen geben diesbezüglich ja auch keine Information raus, also bleibe ich da nach wie vor unschlüssig.)

Tatü Tata – die Feuerwehr Rendsburg kommt mit drei Fahrzeugen in Salamitaktik angerobbt, und versucht emsig und letztlich erfolgreich, die immense Feuersbrunst (es war immerhin ein POLO !) zu bekämpfen. Nachdem also der Oberjagdmeister endlich  erfolgreich auf das Wrack gepinkelt hatte, waren sie wohl alle so stolz, dass sie noch ne Dreiviertelstunde brauchten um sich gegenseitig zu beglückwünschen, und wieder zurück auf die Wache zu rasen .. weil vermutlich die Würstchen auf dem Grill derweil anbrennen.

Ich mein, Friesen halt … das mit dem Schweinestupfer den ich mir seit langem wünsche um sie anzutreiben sagte ich ja schon öffer … dummerweise hat Amazon sowas nicht im Programm … oder sie heißen offiziell anders.

9 Baustellen to go bis Hannover. 8 to go, 7 to go , 6 to go … oh wow, das wird doch etwa nicht … ?

Nein es wird nicht. Natürlich nicht. Denn auch wenn wir eigentlich gefühlt keinen einzigen einheimischen LKW-Fahrer mehr haben und nur noch osteuropäische Harakiripiloten mit seltsamen Kennzeichen und seltsamen Sprachen in ihren fragwürdigen Kisten hier rum zockeln … der eine Arsch mit deutschem Pass hat es geschafft, seinen LKW ohne Not auf den Spiegel zu legen.

In der Baustelle … selbstverständlich, damit es sich so richtig lohnt. Es ist mir schleierhaft wie blau man sein muß um auf grader Straße die halt ein wenig schmaler ist als sonst einen 40-Tonner auf die Seite zu legen. Wofür der den Kopf hatte ? Vermutlich damit es nicht in den Hals reinregnet. (Immerhin ist er nicht detoniert, was prinzipiell zwar von Vorteil ist – aber auch von Nachteil wenn Du keine Rauchwolke siehst und somit nicht weißt ob Du eher am Ende von 20 Kilometern Stau stehst oder eher am Anfang … was prinzipiell zwar nichts ändert aber das Wissen wäre gefühlt trotzdem hilfreich.)

Er konnte ja nix daür dass ich zudem Pech hatte und der Bus neben mir im Stau einen Schwall inkontinenter Rentner ausspuckte, die alle extrem viel Kommunikationsbedarf hatten sobald sie mich im offenen Raumschiff erblickten … dabei wollte ich nach zwei Stunden in denen sich nix bewegt hatte einfach nur schlafen. (Aber das waren keine Islamisten denn keiner davon ist detoniert … auch wenn manche vermutlich kurz davor waren, Apfelsaft und mehrstündiger Stau sind eine brisante Mischung.)

Ich verstehe aber nach wie vor nicht, wieso alle (ALLE! 100 Prozent!) Unfälle in Baustellen passieren, wenn doch nur 50% der A7 im Norden Baustelle sind. Trotzdem schafft es jeder Idiot dass entweder seine Karre verreckt, wichtige Teile davon abfallen, oder will die Karosserie umstylen, sobald er eine Baustelle auch nur sieht. Der Gegenverkehr war erst flüssig um dann auch zu versiegen … weil eine andere Truppe von fünf Idioten auf der Gegenspur wohl Wracks gucken wollte … und dabei im Kofferraum des jeweils vorausfahrenden anderen Idioten landete … natürlich in der Baustelle. Immerhin machte das den Verkehrfunk einfacher, weil es letztlich 20 Kilometer Stau in beide Richtungen waren, chakka.

Nach sieben Stunden war ich immerhin in Hannover … da hätte ich auch gleich mit dem Fahrrad fahren können. Anfangs, im ersten Stau dachte ich noch „Schwarmstedt ? Ha, kein Problem, ist doch erst 14 Uhr, locker !“ … um ums Arschlecken um kurz vor sechs mit quietschenden Reifen dort einzureiten.

Danach das Messer wieder zwischen die Zähne genommen und die restlichen 500 Kilometer ins Raumdock in rekordverdächtiger Zeit absolviert. Geronimo. Check.

 

 

 


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Erfolgreicher Tag

Prolog: Chefchen ruft den BL in seinem Urlaub an, und bläst ihm den Schuh auf.

Freitag ruft mich BL panisch an: „wir müssen am Montag dringend reden“ höre ich aus dem Schwall an Worten raus.

„Bleib ganz ruhig, das machen wir schon, wir sehen uns Montag.“

Mein großer Vorteil gegenüber den Einheimischen ist, dass ich

a) mir Sachen merke (was gelogen ist, ohne den Huawei-Klodeckel wäre ich genau so planlos wie die alle sind)

b) dank des Klodeckels dran erinnert werde, andere Leute dran zu erinnern dass sie noch Arbeit haben und was denn damit nu sei

c) genug Projektmanagement gemacht habe und alt genug bin, um nicht in Panik zu verfallen, nur weil Chefchen oder sonstwem mal ein Furz quer liegt –  die leben alle nur vom Flurfunk, und die Wahrheit sagt ihnen ja keiner

d) ich es in meinem Sandkasten (in weiser Voraussicht wie ich betonen möchte) vor acht Wochen die tägliche Erhebung einiger KPIs angeleiert/eingefordert habe, weil mir die Schei**hausparolen im Flurfunk schon nach vier Wochen auf den Keks gegangen waren und ich sie (gegen Widerstände: „noch mehr aufschreiben ? Och menno“) durchgesetzt  habe.

Und Heute ? Heute habe ich die Ernte eingefahren. Und allen gesagt: „Genau für solche Tage wie heute habt Ihr den Scheiss jeden Tag gemacht weil ohne Zahlen wären wir jetzt im Arsch“

Natürlich hat keine der anderen Abteilungen im Weltkonzern mit Garagenflair vergleichbare Zahlen. Nur wir haben sie.

Natürlich hat keine der anderen Abteilungen die Zahlen aus zwei unterschiedlichen Quellen ermittelt und oh Wunder: sie decken sich sogar.

Also ließ ich Chefchen nicht im mindesten aufgeregt erstmal kommen. „Na was ist los, was drückt Dich grade?“ schien mir als Einleitung geeignet.

Eine Viertelstunde später wusste ich ungeheuer viele Dinge die sehr interessant waren, uns aber maximal peripher tangieren –  wenn man ganz stark schielt. Aber darüber gesprochen hatten wir, raus war es, der Druck war vom Kessel.

„Gut, ok“ sagte ich „verlassen wir mal kurz das allgemeine Jammertal, schauen wir uns doch mal ein paar Zahlen an, ok ?“.

Eine weitere Viertelstunde später schloß ich mit den Worten: „Tjo, näh, also so wie ich das sehe ist der Haufen hier genauso beschissen wie jeder andere Haufen hier, aber keinen Deut beschissener.“ Ein sehr offenes Gespräch wie gesagt, weil der BL der Abteilung war ja dabei.

Sein Vorschlag, die BLs alle rauszuschmeissen ist zwar prinzipiell keine ganz schlechte Idee … mein Argument dass er dann aber andere braucht weil er etliche hundert Leute sicher nicht selber wird führen wollen, führte dann aber doch dazu, dass wir lieber ernsthaftere Alternativen betrachten wollten.

Und als wir ihm dann noch unsere Vorschläge präsentiert hatten die zwar alle nicht die Welt retten aber zumindest Schritte in die richtige Richtung sind bzw. zu sein scheinen, schien die Welt wieder gut.

Dass wir unsere Hausaufgaben sehr wohl machen hat er später gesehen als ich ihm späterr kurz die Halle gezeigt habe… „guck mal hier, ach ja, und da noch .. ach weißt Du was der Rest ist unwichtig“.

Anschließend spielte ich noch eine Runde „Du erinnerst Dich, ich habe Dir gesagt, dass …“ und eine kurze Partie „Entweder schaue ich in die anderen Abteilungen so rein wie ich hier rein geschaut habe, oder jemand anderer, mir egal, aber indifferentes Rumkloppen auf dem Sandkasten hier muss nach den Zahlen die Du grade gesehen hast sofort aufhören weil nicht gerechtfertigt“.

Ein kurzes Abwehrgefecht später schien Chefchen dann sturmreif. „Na gut, machen wir, schau mal rein“ meinte er und ich sah ihm an dass er die Arbeit die damit auf ihn zukommt durchaus sieht, aber scheut. Nur er wäre nicht Chefchen geworden wenn er gegenüber logischen Argumenten und glasharten Fakten nicht aufgeschlossen wäre.

Ich kann ihn verstehen und so paradox es klingt: Auch ich sehne mich nach nichts weniger als das mit den anderen Truppen erneut von vorne weg durchzuspielen –  eine kleine Stimme in mir schreit ständig „Murmeltiertag ! Murmeltiertag !“, aber es ist nicht nur mein Job, viel schlimmer ist dass ich denke es ist richtig und gut. Weil so ein bisschen sind mir die maulfaulen Holzköppe mittlerweile ja doch ans Herz gewachsen.

Und somit war es mir ein immenses Vergnügen (und ein innerer Reichsparteitag) ihn drei Stunden später zu verabschieden im Wissen „ok, Du hast die Kuh vom Eis geholt“, „er hat gesehen wofür er Deine Rechnung bezahlt“ und der unausgesprochenen Warnung „wenn die anderen BLs versuchen mit mir Bullshit-Bingo zu spielen dann lernen sie mich kennen“. Und die miese Laune die er seit letztem Freitag kultiviert hatte, die schien auch verflogen.

Danach noch eine weitere Kuh mit der ERP vom Eis geschoben (wieso stehen eigentlich alle Kühe immer auf Eis ?) –  und einen kleinen Berg von Double-Schoko-Magnums mit rüber ins Terrarium der ERP getragen … ein angeblicher Frauenversteher (nicht meine Worte !!) macht sowas einfach … und zwar weil es wirkt 😉

 

 

 


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Erklärbär

An sich macht es ja Spass. Wenn Du aber um 10 bei ca. 34 Grad (um die Uhrzeit !) ,und nicht mal einem Eichhörnchenfurz der die Blätter bewegt, dem Chefchen sagen sollst was er eh schon weiss (nur nicht wahr haben will denn das macht ihm Arbeit), dann laufen Dinge anders:

  • Du gibst ein Stichwort
  • Chefchen nickt, versucht nicht mal ernsthaft sich zu verteidigen
  • Du gibst das nächste Stichwort und versuchst in möglichst kurzen Worten zu erläutern was das Problem Deiner Meinung ist, weil lange Sätze kriegst Du selber gar nicht zusammen … und er schaut aus als würde er sie auch gar nicht mehr aufnehmen können
  • Du streichst die Punkte 3 bis 10 ersatzlos und hoffst, dass wenigstens Punkt 1 oder Punkt 2 behalten und in Aktion umgesetzt wird.

Nächste Woche ist Lernzielkontrolle. Schau mer mal ob sein Gedächtnis besser ist als mein Klodeckel (= extended memory).

Note to self: Die nächte Besprechung machen mir am besten morgens von vier bis sechs … wenn wir aufwachen und auch wissen wie wir heissen.

Achso: Note to self: Fahr niemals mehr an die See, während dort tropischer Sommer ist. Nimm keine Aufträge an wenn Du absehen kannst Du wirst sie abwickeln müssen in der allergrößten Hitze. Und nein, heimzufahren aus der Vorhölle in ‚kalte‘ 25 Grad hilft nicht, denn irgendwann musst Du aus dem klimatisierten Raumschiff ja auch wieder mal rausklettern … weil es darin nämlich keine Badewanne gibt, auch keine Eistonne, und der Kühlschrank viel zu klein ist um rein zu klettern. Ich hab nachgeschaut, außer zwei Wasserpullen die well done waren hab ich aber nix gefunden.

Note to self: Nächsten Sommer brauchst Du einen anderen Wagen.

Noch ne note to self: Der Monat ist um, Du darfst ne weitere astronomische Rechnung schreiben. Hey, Armleuchter, freu Dich gefälligst. Ja, es ist anstrengend. Ja, es ist Schmerzensgeld. Ja, ein Teil davon ist sicher Hitzezulage. Und auch wenn es Dir grade wurscht ist wie nur was: dass Du nochmal ein halbes Jahr gewonnen hast obwohl Du ihm unendlich viele goldene Brücken gebaut hast um ihm Dich zu ersparen, ist eine gute Sache.

Note to self: Wenn Du das nicht willst, dann vermittle einmal in Deinem Leben nicht den Eindruck Du wüsstest was du tust !