a life less ordinary ?

the egghead diaries


Hinterlasse einen Kommentar

Also das timing ist ja nach wie vor eins der geilsten …

Samstag.

Du wachst auf, fragst Dich wer Du bist, schaust dem zerknüllten Gesicht im Spiegel entgegen und setzt die Brille auf … was es nicht wirklich besser macht – im Gegenteil.

Dann schlappst Du in die Küche, um Dir eine Tasse Raketentreibstoff mixen zu lassen … was unter enormem und nervenzerfetzendem Getöse der schweizer Maschine auch irgendwann vonstatten geht. Nur das die Brühe Dir einfach nicht schmecken will, zu kalt ist, und überhaupt geht Dir das Ding schon seit ner gefühlten Ewigkeit auf die Nüsse!

Also Schnauze voll, oft genug drüber gemosert, auf geht’s: wir schieben den Einkaufswagen durch amazon, und schauen und schauen und suchen nach einer neuen Maschine.

Während der Kaffee völlig kalt wird stelle ich fest, das mir das alles nicht recht taugt. Also zermartere ich mir das Hirn wo in der Sahelzone es denn an sich noch einen Elektrofritzen gibt, der nicht grade roter Müllmarkt heißt. Ich muss das Ding sehen, bespielen, und dann vielleicht überlegen zu kaufen. Und endlich fällt Dir einer ein, allerdings in der Nachbarstadt.

Also nicht lange drauf rumgedacht, seufzend ab ins Raumschiff, und rüber da. Huch, kaum ist man mal zehn Jahre nicht da gewesen, schon haben die aus der furchtbaren Garage die das mal war einen richtig respektablen Laden gemacht, cool.

Also schlappst Du in die Abteilung für sauteure kleine Küchengeräte mit Klavierlack, und scannst die Lage. OK, 30 Modelle sind da, da finden wir schon was ohne Klavierlack. Dann passiert etwas völlig ungewöhnliches:

Plötzlich und unvermittelt wirst Du angesprochen von einer wildfremden erwachsenen Frau, die den Anschein macht als hätte sie irgendwie Ahnung vom Thema. Ich glaub man nennt die Verkäuferinnen, aber ich bin mir da nicht sicher – kann mich nicht erinnern zum letzten Mal eine gesehen zu haben. Sonst kenn ich nur irgendwelche Milchgesichter denen ich erklären muss wie so ein Mistding funktioniert und worauf es ankommt.

Während ich Ihr also erkläre was ich alles nicht haben will weil ich es schon kenne, und was ich brauche, kommt sie ins Grübeln, fragt ein paar Sachen, und fummelt dann auf dem Tablett rum, das lacht sie aus, also wackeln wir rüber von ihrem Schminkspiegel zu einem echten PC.

Ich beginne mir bereits die Karten zu legen weil mich urplötzlich das Gefühl beschleicht, das könnte noch teurer werden als gedacht, werde aber überrascht, als es doch grade noch dreistellig bleibt.

Also bissle Rumgeschraube an dem Ausstellungsstück, macht einen guten Eindruck mit wenig Plastik und viel Metall, schaut aus als sollte ich sie im Halbschlaf bedienen können. Dann die Frage ob ich mal einen Kaffee testen könne. Kein Thema, sie hat eine davon rumstehen, das Ding ist flüsterleise – nur der Kaffee schmeckt irgendwie nach Betriebskantine nachmittags um halb fünf. Kann sie aber nix dafür, denn als ich an dem Päckchen Bohnen rieche stelle ich fest: die haben da billigen Schrott reingekippt, nur keine vernünftigen Bohnen.

Noch einen schnellen Check auf dem Mäuseklavier ob der Preis in Ordnung ist, was er tatsächlich ist.

Scheisse. Eigentlich wollte ich ja nur gucken, und eine Ente und Knödel und Rotkraut aus dem Supermarkt des Vertrauens zerren, um das unmittelbare Verhungern morgen abzuwenden … hab ich später dann auch gemacht. Zuvor hab ich allerdings einen Tausender für ne Kaffeemaschine ausgegeben. Und das Scheissteil daheim die Treppen hochgewuchtet. Denn der Nachteil von wenig Plastik und viel Metall ist scheinbar, dass das Ding schwer wie Blei ist. Macht Sinn.

Ganz Techniknerd hab ich natürlich die mitgelieferte buchdicke Gebrauchsanweisung nicht gelesen und versucht solange irgendwelche Knöppe zu drücken, bis das Ding anfängt das zu tun was es soll. Und siehe da, keine fünf Minuten später hatte ich – nach Absolvieren des obligatorischen initialen Reinigungsprogramms – einen richtig ordentlichen Cappuchino in der Hand. Selbsterklärend – fand ich richtig geil. Die zeigt Dir im Display was wo hin muss, und wenn sie mault dann unaufdringlich. Und sie wird seltener nach Bohnen jammern, weil überraschenderweise mehr als sieben Bohnen reinpassen. Schönen Gruß an die Schweizer, guckt Euch das mal an: Ein Bohnenbehälter aus dem nicht beim Reinkippen die Hälfte sich in der Küche auf dem Boden verteilt, stark, oder ?

Dumm nur, dass ich nach meinem Reihentest der neuen Maschine vermutlich erst nächsten Mittwoch das nächste Mal werde schlafen können. Und das obwohl ich am Montag schon auf den Dodenstreifn ™ muss, um dort eine Woche lang im Dreck zu wühlen, und mich seufzend an meine neue Kaffeemaschine zu erinnern, während ich morgens die Hotelplörre in mich reinkippen muss um auf Betriebstemperatur zu kommen  …

DeLonghi

Na gut, ist halt so, Du weisst ja Du hast ein beschissenes timing. Aber immerhin hast Du jemanden der den schweizer Kaffeepresslufthammer haben will, yay. Ist doch auch schön.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Banken … whoops, Du solltest Dich um Dein Depot kümmern!

Meiohmei, technisch sind wir immer noch in der Sahelzone. Also die Banken zumindest, z.B. die Comdefekt oder wie auch immer sie heißt.

Die Story ist zu lang und zu fad um sie zu erzählen, in jedem Fall hat sie dazu geführt, dass ich mit meinem Depot, meiner Kreditkarte, und meiner Kohle diesen Affenstall verlassen habe und in Richtung einer richtigen Bank gewechselt bin.

Dabei fiel mir ein: Hey, es wär doch mal Zeit ins Depot zu schauen, aufzuräumen, und die Kandidaten für nächstes Jahr zu suchen.

Aber wie ging das noch gleich ? Kaum schaut man mal ein paar Jahre nicht auf sein Depot schon vergisst man die Hälfte. Aber letztlich hab ich es hinbekommen.

Nu hab‘ ich ja einen klaren home-bias weil ich irgendwie zumindest das Gefühl habe, über z.B. eine Siemens mehr zu wissen als über irgendeine Bratwurschtbude am Arsch der Welt – die vielleicht viel tollere Bratwürschte brät als Siemens, deren Namen ich aber noch nie gehört habe. Macht vielleicht keinen Sinn, ist aber so – fühlt sich einfach besser an.

So ein home-bias macht es also einfach, so ungerechtfertigt er auch immer sein mag – denn zumindest muss ich gefühlt „nur“ durch vielleicht 150 deutsche Aktien durchkämmen sowie ein paar andere bei den europäischen Nachbarn – und nicht durch Zigtausende.

Also schaue ich mir an wer sich denn mittlerweile so im DAX/MDAX/SDAX/TecDAX tummelt, und was die Buden davon die ich nicht kenne denn eigentlich so tun um Ihr Geld zu verdienen.

Dann flogen einige Kandidaten raus, entweder weil ich ihr Geschäftsmodell bzw. die Branche nicht leiden kann, oder weil das was sie tun in meinen Augen gehypter Mist ist.

Vom Rest hab ich mir die Charts von einem Jahr und von 3 Jahren schnell angeschaut. Gibt es ja tonnenweise Seiten dafür.

Links sieht man einen Chart der mir gefällt. Rechts ist ein Chart für die Tonne. Also für meine bebrillten Augen.

Jaja, blabla, das muss ja nicht ewig so weiter gehen, und kann sich ändern. Alles richtig, stimmt schon. Nur Fakt ist für mich, wenn eine Firma sich in der Vergangenheit gut gemacht hat (links), dann haben sie irgendwas richtiger gemacht als die anderen, deren Chart ausschaut als hätte er aus irgendeinem Grund massive Erektionsprobleme (rechts). Und mir ist auch völlig wurscht warum die Probleme haben oder gehabt haben – mir langt es zu sehen: es war so.

Also fliegen solche Werte aus der weiteren Betrachtung, weil das Motto „hoffen und bangen, die müssen jetzt doch mal langsam …“ ist für andere völlig ok – nur für mich ist es nix.

Damit war die Liste von Kandidaten auf ein Drittel geschrumpft. Also immer noch bei weitem zu viele. Ziel sind so rund 10 bis 12 Werte total, denn ich bin ein alter Sack und will mir keine 30 WKNs merken. Ein Dutzend schaff ich grad noch so.

Also hab ich mir Dank der Banken die mittlerweile Kohle dafür verlangen dass ich meine Kohle dort einfach nur parke (Stichwort: Negativzinsen) überlegt: Gut, dann suchen wir halt welche aus dem Rest, die wenigstens eine ordentliche Dividende jedes Jahr zahlen – und zwar nicht nur einmal sondern es über Jahre hinweg getan haben.

Warum ? Naja, letzten Endes ist es ja so: Ich könnte ja auch voll ins Klo greifen und zum denkbar blödesten Zeitpunkt kaufen. Dann tut es nicht gar so weh wenn zumindest sagen wir 4 oder 5% an Dividende (brutto) pro Jahr als Pflaster dafür rüberkommen. Klar, Letztlich ist das eine Augenwischerei – was sind schon 4 oder 5 Prozent Dividende – es fühlt sich aber irgendwie besser an. Und irgendwie musste ich die Liste ja weiter eindampfen.

Waren aber immer noch zu viele Werte. Da wurde es zugegeben ein wenig technisch. Denn ich hab mir angeschaut wie denn die Bewertung der einzelnen Werte ist, genauer gesagt das Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV. Ist ja kein Hexenwerk, findet man auf jeder zweiten Seite im web.

Ich hätte auch Cabbage den Anlagenberater reaktivieren können (siehe WhoIsWho).

Und dann hatte ich die ersten Kandidaten die ins Depot gewandert sind:

  • Deutsche Post (WKN 555200)
  • Deutsche Pfandbriefbank (WEKN 801900)
  • Hannover Rück (WKN 840221)
  • Puma (WKN 606960)
  • RWE (WKN (703712)
  • Allianz (WKN 840400)

Abgerundet hab ich es mit ein paar XTrackers auf den MSCI und den EuroStoxx, weil, weil, weil … mir danach war, und ich irgendwas nicht todlangweiliges im Depot haben wollte, wo einem die Füße absterben wenn Du sie auflistest, und mit denen Du garantiert keine Frau rumkriegst.

Der Rest lungert auf der watchlist herum, und ich kaue noch ein wenig drauf rum. Da sind so Helden dabei wie

  • Freenet (WKN A0Z2ZZ)
  • Siemens Healthineers (WKN SHL100)
  • Microsoft (WKN 870747) die aber schon über den XTracker MSCI mit im Depot ist
  • Lufthansa (WKN 832212) auch wenn der Chart mich an sich wegrennen läßt
  • TUI (WKN TUAG00)
  • Novartis (WKN 904278)
  • Societe Generale (WKN 873403) accents nach Bedarf einfügen, ich bin zu faul dafür

Ist auch eine illustre Mischung und sind sicher auch keine Straßenfeger – aber nach denen suche ich ja auch gar nicht. Lieber habe ich es entspannt und … naja, langweilig.

In der Vergangenheit bin ich relativ gut damit gefahren das Depot mal für ein oder zwei Jahre völlig vergessen zu können und mehr so durch Zufall wieder dran zu denken. Und bei den Werten die ich zuvor hatte haben rund drei von vier mir die Vernachlässigung auch überhaupt nicht übel genommen. Also hat es nicht aua gemacht als ich im Oktober alles ohne ansehen verkauft habe – im Gegenteil, wer freut sich nicht über fast +30% für die er an sich nix getan hat. Insofern hab ich immerhin wohl nicht alles falsch gemacht. Und mehr pseudo-technisches Brimborium hab ich auch noch nie gebraucht.

Nu ist bissle mehr als das halbe Depot wieder gefüllt, und der Rest wird sich noch finden. Kandidaten sind ja genug da, und wenn ich würde zocken wollen, würde ich mir Werte mit KGV 40 oder mehr ins Depot legen, und dafür dann nicht mehr schlafen können.

Es ist meiner Meinung nach übrigens ein Irrtum zu denken, man müsse mindestens den Gegenwert eines Mittelklassewagens im Depot versenken. Wenn ich so zurückdenke, dann hat das ganze mal angefangen mit 1000 Mark glaub ich (ja, die gab es mal, irgendwann nach dem Krieg). Selbst wenn die ersten Jahre dabei rückwirkend unter dem Strich nicht viel raus kam, der Lerneffekt war enorm. Klar hilft es wenn man zum addieren von Zahlen nicht die Finger braucht, aber es hilft noch mehr sich selber einen Kopf zu machen und was zu probieren und zu lernen solange es noch vergleichweise billig ist Fehler zu machen.

Mittlerweile und über die Zeit ist das Depot natürlich deutlich umfangreicher geworden und hat eine für mich respektable Größe erreicht – nicht nur durch Dividenden die ich ja schon immer cool fand, oder weil ich so ein goldenes Händchen hätte, aber ich würde nie anfangen wollen mit einem Depot der Größe die meins jetzt hat, wenn ich noch ein absolutes Greenhorn wäre.

Was mir zunehmend hilft ist ein Gefühl dafür zu entwickeln was wichtige Nachrichten sind und was belanglose news sind – wenn es um Aktien geht, aber auch sonst. Das scheint eine immer wichtigere Kompetenz zu werden im allgegenwärtigen Meer von Mist durch den man täglich waten muss um ein Körnchen Interessantes zu finden.

Auch interessant an der ganzen Sache ist, das der newsfeed auf dem handy sich von Kochseiten hin zu den üblichen Kandidaten an weitgehend ahnungslosen und reisserischen Börsenwebsites verwandelt hat, seit ich mich wieder damit befasst habe. Find ich ein wenig beunruhigend, aber irgendwie auch lustig. Ich überfliege den Kram sogar ab und zu, weil manchmal bringt er mich auf Ideen – nur das dort gehypte Zeug würde ich nicht mal mit feuerfesten Handschuhen anfassen wollen. Es ist schon erschreckend zu lesen wie wenig Ahnung man anscheinend haben muss um im Newsfeed von google aufzutauchen. Aber jeder so wie er mag.

Ach so ja, bevor ich es vergesse: Nix Anlageberatung, is sich nur gelangweilte Info – Du verlieren Kohle dann Du selbst schuld, is klar ? Wenn Du gewinnen Kohle, dann Du schicken mir Kekse wenn mögen.

 

 


Hinterlasse einen Kommentar

Gelernt …

Overnight oats, tolle Sache.

Overnight oats heissen aus gutem Grund nicht OverSeveralDays oats, weil dann kannst Du damit zwar wunderbar Wände verputzen oder Risse zu spachteln – als Frühstück sind sie dann aber nicht mehr so richtig geeignet.

Also nicht im Kühlschrank vergessen und dann quer durch die Republik fahren, mmmk?

 

 

 

 


2 Kommentare

Runde 2

Na gut, der erste Durchgang war ja ok, die Narbe könnte man auch für eine Falte am Hals halten … wenn, ja wenn die dumme Kuh beim Fäden ziehen nicht ein Stück  vergessen hätte.

Fünf Zentimeter hab ich dann selber gezogen … ich dachte da ist vielleicht ein Barthaar gewachsen, nur wurde das immer länger. Ein Rest musste drin bleiben. Großes Kino, ganz grosses Kino … in dem Hotel mit schöner Aussicht und beschissenem Essen, in dem sie einem um Dunkelfinster morgens schon wecken.

Na schön, dann machen wir mal den zweiten Durchgang, andere Seite. Mal schauen wie sie sich diesmal schlagen, und ob sie vielleicht nachher diesmal alles raus puhlen was sie reingenäht haben.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Wenn die Kinderchen nur stechen könnten …

Noch ein Tag. Noch eine süße aber ahnungslose MTA die mir lieber ein Muster in den Arm sticht statt eine Ader zu finden. Mein augenrollendes, „lassen sie’s, da hat die letzte schon nix gefunden“ hat sie natürlich nicht davon abgehalten mich als Nadelkissen zu missbrauchen um es trotzdem zu versuchen, ist ja logisch.

Verflucht, ich schau bald aus als wär ich drogensüchtig, so zerstochen schau ich aus. Und wenn die nicht mal langsam damit aufhören mir Kontrastmittel in die Adern zu jagen und mich durch irgendeine Röhre zu schieben dann werd ich irgendwann anfangen im Dunklen zu leuchten 🙂

Auf der anderen Seite meinte die Ärztin fröhlich später dann „alles 1A ok“, was ja nicht so schlecht ist. Auch wenn es das Problem an sich ja nicht löst hört man das ja prinzipiell gern.

Allerdings sagte sie das mit einem Blick der irgendwie zwischen „verflixt was will der denn überhaupt hier“ und „Mist wieder nix worüber ich nen Artikel publizieren könnte“ schwankte.

Was mich dann doch davon abhielt sie zum Essen einzuladen. Weil nett schien sie eigentlich zu sein.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Das Stickmuster ist verbesserungsfähig

Gestern natürlich wie immer nach unten ins Raumschiff gefallen, alles wie immer. Ich brauche irgendwann doch ein Alt-Herren-Auto, verdammt !

Allerdings war die von der Naht doch arg eingeschrankte Beweglichkeit im Hals etwas störend. Linkskurven in der Stadt waren etwas iffy, oft habe mehr darauf gewartet dass mich jemand anhupt als wirklich zu sehen ob da jemand kommt 🙂

Aber dem Vernehmen nach ist es eine wunderbar gelungene Naht von der man später nix mehr sehen wird – schwer zu glauben zwar bei der Länge, die meinem Mittelfinger entspricht, aber glauben wir das einfach mal.Und ja, meiner unmaßgeblichen Meinung nach hat er da wirklich eine gute Leistung abgeliefert.

Und ausserdem machen wir das ja so dass es parallel werden wird, also rechts nochmal, nicht zur Strafe nur zur Übung.

Das ist eine Aussicht mit der ich noch nicht recht warm werden will, denn gestern nacht hat der Schädel schon verdammt arg gedröhnt. Das wird mir ganz sicher nicht fehlen, das war wie eine winzige böse lachende Gestalt die in meinem Kopf einen Presslufthammer geschwungen hat.

Immerhin kommt der Faden morgen schon wieder raus, das ist doch schön.

Und hey, Chop Suey kocht um Längen besser als wer auch immer den geschmacklosen Fraß im Krankenhaus zusammenrührt ! Ich hatte ja vergeblich nach einem Zettel gesucht wie ich mit dem Service zufrieden war … konnte aber keinen  finden. Die sind ja auch nicht dumm, die wissen schon wieso sie einem gar nicht erst die Chance geben Ihnen zu sagen dass sie Ihr Hundefutter woanders abladen sollen 😉

Im nächsten Leben werd ich Bistrobetreiber in der örtlichen Uniklinik – da hast Du sofort ausgesorgt! Und nächstes Mal nehm ich zwei oder drei der BringMichPizza-Flyer mit die ständig in meinem Briefkasten landen … selbst die kochen besser !

 


Ein Kommentar

Naja… Spaßig ist anders

Irgendwann vormittags begaben wir uns auf die grosse rallye durch das ganze Haus… Immerhin hat sie es geschafft nur an jeder zweiten Ecke anzudotzen… Die Stunde in der op-vorbereitung war auch nicht langweiliger als alles zuvor… Bis ich dann endlich schlafen geschickt wurde, und paar Stunden später wieder die rallye Richtung Station antreten durfte.

Also alles so wie es gehört, na gut.. Montag soll ich nochmal hin, damit Chefchen die wundervolle stickarbeit höchst persönlich wieder auftrennen kann. Immerhin darf ich aber morgen schon heim. Erspart mir weitere Übungen im heiteren Gerichte raten 🙂


2 Kommentare

Krankenhäuser sind klasse…

Um acht sollst du unbedingt da sein. Ganz pünktlich bitte!

Das ist ja auch total wichtig, schließlich sollst du ja nur fünf Stunden später sowie eine Million Unterschriften später bei den schnarchnasen der anesthesie sein damit sie dir da erklären wie sie dich schlafen legen wollen. Also am Tag drauf natürlich erst… Und immerhin 30 Meter Luftlinie weit entfernt, das braucht schon seine Zeit…

Ich meine wäre ja auch störend sollte ich zwischendurch aufwachen und blöde Kommentare abgeben, während sie grad in einer halsschlagader rum buddeln.

Immerhin muß ich ab morgens nix mehr essen… Denn das essen im Krankenhaus ist noch genau so beschissen wie vor 50 Jahren 🙂


2 Kommentare

Wie spät ist es ?

… ganz ehrlich ? Im wesentlichen ist es mir egal – es sei denn ich habe einen Termin beim Doc, ein date mit einem Kunden, oder das Gefühl vor kurz Ladenschluß noch schnell in den Supermarkt zu müssen um ganz schnell eine Kleinigkeit zu kaufen … um dann doch bepackt wie ein Maultier ohne Einkaufwagen und mit Bazillionen von Zeug auf den Armen jonglierend an der Kasse zu stehen.

Insofern ist es mir letztlich völlig egal für welche Zeit man sich entscheidet – Sommerzeit, Winterzeit, Mondzeit … denn der Rentner wird immer vor mir in der Schlange stehen, und er wird es immer passend haben … um es letztlich doch nicht passend zu haben. Das ist ein Naturgesetz.

Die Diskussion darüber welche Zeit man aber nun will finde ich so herrlich witzig und so typisch deutsch daß ich lachen muß.

Nur daß der Mist abgeschafft gehört, das ist schon seit Jahrzehnten klar. Also tun wir es, endlich!

Jedesmal im Raumschiff das Gefummel um die Zeit einzustellen (war das ne Stunde vor oder ne Stunde zurück ? Und wie ging das letztes Mal ? Ist doch erst ein halbes Jahr her Du Träne, es aber immer bei 200 auf der Bahn zu versuchen führt wohl dazu es sich nicht merken zu können…) weil BMW zu dämlich ist in ein sauteures Auto eine DCF77 Uhr für fünffuffzich einzubauen, das wird mir nicht fehlen.

Und ob der dämliche Vogel morgens um 5:47 oder um 6:47 anfängt zu krähen ist mir auch wurscht, denn zu beiden Zeiten schlafe ich normalerweise ! Das Mistvieh wird mich also so oder so wecken …

 

 

 

 

 


Hinterlasse einen Kommentar

Alarm!

In China ist ein Fahrrad umgefallen.

n-tv, N24 und all die anderen Journalistendarsteller setzen sofort alles in Bewegung um live-Bilder zu bekommen. Und die Dilettanten zeigen Standbilder des Fahrrads, während sie wortreich erklären: Ja, momentan wissen wir die Ursache noch nicht und die Bergungsarbeiten laufen noch. Nur wäre das viel zu schnell, also muss noch einige Minuten wild um sich spekuliert werden wie das passieren konnte. Auch sämtliche Fahrradexperten im Land werden umgehend in die Studios gekarrt, zeichnen Bilder von Fahrrädern und erklären die konstruktionsbedingten Sollbruchstellen.

Spiegel, Focus, Zeit und all die anderen Lohnschreiber (die irgendwann mal was mit Medien machen wollten aber außer voneinander abzuschreiben nie was gelernt haben), spekulieren die Tage nach dem tragischen Unglück was denn die Ursache gewesen sein könnte, während die Regierung sofort reflexhaft versucht, alle privaten Fahrräder im Land zu verstaatlichen. Auch werden auf den enormen Druck der stündlichen Berichterstattung in unserem Land alle Fahrräder kontrolliert, und jeder befragt der schon mal irgendwann ein Fahrrad gebaut hat – etwa ob Fahrräder prinzipell gefährlich sein und zum Umfallen neigen könnten, oder ob mangelnde Wartung zum Umfallen geführt haben könnte, oder ein Windstoß, oder, oder, oder …

Oh wie ich es liebe. Und dafür soll ich zahlen ? Wirklich ? Dafür ? Sagt mal, seid Ihr alle betrunken ?

Achso, nein: Es war nicht in China, es war in Italien. Und es war kein Fahrrad, sondern eine Brücke. Und sie ist nicht umgefallen, sondern eingestürzt. Mein Fehler.

Aber das Schema ist immer daselbe. Widerlich. Zum speien eklig. Geheucheltes Mitleid während man sich insgeheim freut irgendwas zum Senden zu haben und irgendwie die morgige Zeitung zu füllen. Je mehr Opfer umso besser. Ich würde mich schämen so einen Scheiss-Job zu machen !