a life less ordinary ?

the egghead diaries


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275 to go

Der capt’n ist genervt von der Schwarmintelligenz. Und ihrer Regierung, den Medien. Die Woche hatte zwei Events, wo er hätte aus der Haut fahren können.Vermutlich waren es weit mehr, aber danach hat er halb beschlossen, halb wurde er vom Zeitdruck gezwungen, einmal am Tag schnell die Schlagzeilen zu sichten und ansonsten auf jeden Beitrag zu seiner Information zu verzichten.

Über Emden ist fast alles gesagt. Ermittlungsorgane müssen ihre Arbeit machen. Dazu gehört auch, und nicht als letztes, allen Beteiligten maximalen Schutz zu bieten. Es bestand keine Notwendigkeit, dem Pressemob als Sprachrohr der Hordenblödheit Futter in einer Pressekonferenz zu geben. Leider werden die Verantwortlichen ebenso unbestraft bleiben wie die Aushilfs-Stammler der Medien, die sich als Journalist fühlen, sobald sie ein Mikrofon in der Hand halten dürfen. Auch den ganzen widerlichen Schreiberlingen, die sofort um 180 Grad von „steinigt ihn“ zu „Ermittlungsdesaster“ umgeschwenkt sind und sich darauf zurückziehen nur zu berichten wo doch ein Blinder sieht, dass die Hälfte davon Meinung ist, wird keiner die Finger brechen, was wirklich jammerschade ist.

Das zweite Event war das doch nicht überlichtschnelle Neutrino das nun Ursache ist, dass der Leiter des Experiments zurückgetreten ist. Und die Arschlöcher mit Baumschulabschluss, die von Mister-Überlichtschnell reden, finden das auch noch berechtigt. Wissenschaft funktioniert seit Jahrhunderten durch das Prinzip „Versuch und Irrtum“, dieses Prinzip hat uns von den Bäumen dorthin gebracht wo wir heute sind (gut, man kann darüber diskutieren, ob das wirklich gut war, aber das ist ein anderes Thema). Heute, wo Wissenschaft wesentlich komplexer ist, funktioniert sie zusätzlich mittels „Peer-Review“ – man bittet andere, die eigenen Ergebnisse zu überprüfen und zu bewerten. Nur sind wir heute so verstrahlt, dass Fehler machen völlig inakzeptabel ist, auch in einem Bereich, in dem ohne Fehler kein Fortschritt mehr erzielt werden kann. Nobelpreis oder Steinigung, dazwischen gibt es heute nichts mehr. Zumindest nicht bei den Redakteuren, die vom Ressort Sport über Lokales und Panorama zu Wissenschaft abkommandiert wurden weil der Aushilfsclown, der es normalerweise betreut, gerade Urlaub hat.

Es gab mal eine Zeit, da gab es nur eine Zeitung und einen Sender, die sich bemüht haben den Bodensatz der Gesellschaft ums Verrecken mit Information und Meinung zu versorgen. Und die anderen zehn waren jeweils unterscheidbar besser. Das hat sich radikal verändert. Heute muss man furchtbar lange suchen um auch nur eine Zeitung (passende Sender gibt es ohnehin längst keine mehr) zu finden, die nicht erst veröffentlicht, und dann nachdenkt. Ihre online-Ausgaben sind allesamt in der selbstgemachten Aktualitätsfalle gefangen, berichten um des Berichtens willen … „extra extra, read all about it … jemand Unbekanntem ist am Rande von Irgendwo etwas unbeschreiblich Langweiliges passiert, lesen Sie in Kürze weitere Informationen.“

Fussball gucken, Auto waschen, Tauben züchten und Briefmarken sammeln gewinnen angesichts dessen zunehmend an Gewicht als mögliche Alternative zur verplemperten Zeit für angebliche Tagesaktualität.

 


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279 to go

Nachtschaltungen und/oder Klingelsperren im Telefon sind gut … für Leute, die nachts niemals einen berechtigten Anruf erwarten.

Was aber, wenn man dementen Sich-Verwählern, 10-daumigen Deppen aus der Zeitzone Amerika, vermurksten FAX-Wiederholungen und dem üblichen Dialer-Mist nachts den Hahn abdrehen,  aber trotzdem mitbekommen will, wenn die Hütte brennt ?

In der 7390 geht das so:

  • Die entsprechenden Einträge im Telefonbuch als „wichtig“ markieren
  • Telefonie -> Telefoniegeräte -> Klingelsperre -> individuelle Einstellungen
  • immer klingeln / mit Ausnahme (von/bis)

Und schon ist Ruhe, es sei denn, irgendwas wichtiges ist am Start. Denn Punkt 1 übersteuert die Klingelsperre und sorgt so für die nötigen Ausnahmen.

 

 


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282 to go

Outlook 2007 – mal wieder. Da hat man extra mehrere Mailkonten, um den ganzen Kram irgendwie im Griff zu behalten. Die meisten sind natürlich IMAP-Konten. Meistens/Oft/Gelegentlich gibt Outlook beim Eingang neuer mail eine Desktopbenachrichtigung aus, ob nun via dind-dong-sound oder optisch.

Und trotzdem must Du sicherheitshalber alle Posteingänge mal durchclicken, und wirst in einigen davon neue mails finden, die da schon Stunden schlummern, von denen Dir Outlook aber nix gesagt hat.

Nervig, extrem nervig.

Die allwissende Müllhalde weiß nichts Definitives dazu, weil die Hälfte der Leute von POP spricht, die andere von IMAP, und ihre Lösungen daher jeweils nicht funktionieren.

Aber es gibt eine. Sie ist outlooküblich so ein bisschen von hinten durch die Brust ins Auge und es hilft, ein ganz klein bisschen lala zu sein. Aber sie funktioniert:

  • Posteingang des Kontos anwählen
  • Extras -> Regeln und Benachrichtigungen
  • Neue Regel
  • „Regel ohne Vorlage“ -> „Nachrichten bei Ankunft prüfen“
  • weiter
  • im Schritt „Bedingung(en) auswählen“ keine einzige Bedingung markieren
  • die Nachfrage bei „weiter“ abnicken
  • im Schritt „Aktionen auswählen“ ans Ende der Liste gehen und „Desktopbenachrichtigung anzeigen“ auswählen
  • Fertigstellen
  • In der Liste der Regeln die neue Regel ans Ende schieben, weil sie nur für die mails zum tragen kommen soll, die nach den Regeln die Spam filtern sollen noch übrigbleiben

Und schon bleiben mit dem Vermerk „dringend“ angeforderte Angebote nicht mehr zwei Tage im Posteingang liegen und setzen Schimmel an, und beim nachfragenden Anruf des Händlers fällst Du nicht aus allen Wolken weil Du keinen Plan hast, wovon zum Teufel er redet.


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284 to go

Wenn man das WLAN an der FritzBox abstellt dann meist deshalb, weil es einem zu langsam ist, oder weil man einen Kabelkanal im Schreibtisch hat, der die hässlichen Strippen verschwinden lässt.

Aber dafür will man beim Kopieren von Daten zwischen zwei Rechnern die Geschwindigkeit haben, die ein LAN typischerweise hergibt. Was die Fritzox 7390 aber mit Defaultsettings nicht leistet, sondern die Daten mit <20MB/sec durch den Draht torkeln lässt. Und warum ? Weil die Ökoterroristen wieder mal am Start waren und die LAN-Ports ab Werk auf Energiesparen geschaltet haben.

Gegenmassnahme:

  • „fritz.box“ im Browser aufrufen
  • System -> Energiemonitor -> Reiter Eintellungen
  • Alle Ports einstellen auf „Automatisch erkennen (power mode)“

Und schon fluppen die Daten in der Rate, die man bei einem GB-LAN erwarten darf.

 

 


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285 to go

Frühling ist schwierig. Ganz schwer Termine zu planen. Und alle Verrückten haben Freigang.

06:45 Du schaust aus dem Fenster. Sonne, hell. Blitzartig schlussfolgerst Du: Kurzes Hemd, leichte Jacke.

07:15 Das erste Vogelbad voller Kaffee macht Dich wach und bringt die Frisur in Form.

07:30 Du schnappst Dein Notebook und einen Arm voll externer Platten und tappst zum Auto runter.

07:31 Du stehst vor dem Auto. Reif auf allen Scheiben. Seufzend tappst Du wieder hoch während Du den Knopp für die Standheizung durch das Gehäuse der Fernbedienung durch rammen willst.

07:32 Du trinkst in der Zeit das zweite Vogelbad mit Kaffee.

07:45 Die Scheiben sollten frei sein. Du machst Dich fertig für den zweiten Versuch, das Raumschiff zu stürmen.

07:48 Dein Magen gibt angesichts von 700ml Milchkaffee und null fester Nahrung gurgelnde Geräusche von sich.

07:49 Umweg über das gekachelte Herrenzimmer. So kriegst Du wenigstens auch die Schlagzeilen der Tagespresse mit.

08:01 Du machst Dich fertig für den dritten Versuch, das Raumschiff zu stürmen.

08:02 Unten angekommen siehst Du wie Kevin, der ca. vierjährige Sohn der hmpfundzwanzigjährigen Birgit auf den 10 Metern von Mamas Pampersbomber zum Kinderarzt mit seinem Bobbycar auf gerader Strecke vom Bürgersteig abkommt und Deinen rechten vorderen Kotflügel rammt. Du vermutest Blitzeis. Bei seinem hektischen Aufrappeln siehst Du wie er versucht, sich den rechten Aussenspiegel in die Fontanelle zu rammen, was er nicht schafft, sondern stattdessen nebelhornartig aufheulend umkippt.

08:03 Du erklärst Birgit, dass sie auf ihre Brut aufpassen soll, weil Du noch genug damit zu tun hast, die Reste des letzten Hasen aus der Frontschürze zu puhlen. Birgit ist jedoch vermutlich ausser Betrieb, weil Kevin brüllt.

08:04 Birgit erklärt Dir wortreich in irgendeiner merkwürdigen Sprache … irgendwas.

08:10 Der Kinderarzt kommt aus der Praxis und kümmert sich um den schreienden Kevin. Parallel dazu bilden zwei weitere hinzu gekommene Birgits und Kevins auf dem Weg zur nunmehr verwaisten Praxis die notwendige kritische Masse für Massenhysterie, veranstalten einen Flashmob hinter Deinem Auto und versichern sich gegenseitig, dass  Autobesitz im Allgemeinen/Parken im Besonderen/was auch immer sowieso verboten gehören.

08:15 Als sie Dich ernsthaft fragen, wie man nur so ausladende (Serien-)Aussenspiegel haben kann erklärst Du ihnen (um die Situation zu deeskalieren betont freundlich), dass die schwangerschaftsbedingten mood swings mit Ende einer Schwangerschaft nicht mehr als Blanko-Ausrede für ganz herkömmliche Idiotie durchgehen.

08:18 Während sie darauf hin noch lauter keifen fasst Du in die Jackentasche und fummelst an der Fernbedienung herum, um die Standheizung auszuschalten.

08:19 Falscher Knopp, stattdessen geht das Verdeck auf. Die wenigen Sekunden der Überraschung nutzt Du, um einzusteigen. Der Schlüssel in der Zündung lässt dankenswerterweise Linkin Park in Deiner gewohnten Standardlautstärke (also deutlich lauter als Kevin) anlaufen. Was Dir weiteres Gekeife erspart.

08:20 Mit einer Stunde Verspätung kannst Du losfahren. Bei mittlerweile drei Grad über null ist es schweinekalt in einem offenen Auto mit kurzem Hemd und offener Jacke, was Du aber leider erst auf der Autobahn an einer Stelle bemerkst, an der es gefühlte 500 Kilometer bis zum nächsten Parkplatz sind. Aber Du musstest dort weg, egal wie.


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289 to go

Wenn Dir die Eier nicht mehr an den Oberschenkeln festfrieren, wenn Du Schal und Handschuhe zuhause lassen kannst – dann ist Frühling.

Auch für’s Auge gibt es etwas, denn die Michelinfrauen sind nicht länger eingepackt, als ob sie zu einem Footballspiel am Nordpol unterwegs wären. Und auch schlagartig nicht mehr blaustichig, weil ihnen grundsätzlich kalt ist.

Aber, liebe Damen: Es gibt sicher viele Wege Rouge aufzutragen. Und wir Männer haben davon nicht den Hauch einer Ahnung.

Trotzdem, das hier ist keiner der besseren. Es muss andere Möglichkeiten geben. Vielleicht liegt es an der Sonne, dass die Farben stärker zur Geltung kommen. Aber es langt, wenn ein Drittel von Euch ausschaut wie lackierte Clowns.


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292 to go

Auch wenn es niemand glauben wird, der capt’n gehört nicht grundsätzlich zu den schadenfrohen Naturen. Und so leidet er bei der momentanen Schnief-, Rotz- und Dünnschisswelle die die halbe Republik lahmlegt mit, obwohl er selbst nicht beteiligt ist.

Er muss allerdings zugeben, die positiven Seiten daran nicht völlig übersehen zu können.

Seit Wochen hatte er bereits schlechtes Karma. Wann auch immer er mittags zwischen elf und halb drei die 50 Schritte rüber zum Metzger der weltbesten Schnitzel machte, grundsätzlich stand er in der Kukident- und Kinderwagenpolonaise an um anschließend festzustellen: Kein Schnitzel für castagir.

Bis Montezuma und irgendein verehrungswürdiges Bazillenmutterschiff beschlossen haben, die Kundschaft zeitweilig auszudünnen. Sogar von der geschlossenen Apotheke unter ihm kam unverhoffte Hilfe – denn keine Apotheke, kein Grippemittel, und keine pharmazeutischen Korken.

Und so sitzt er endlich wieder vor einem halben Schwein in einem himmlischen Teigmantel, und grunzt leise. Er muss jetzt nur noch aufessen, damit morgen das Wetter schön wird. Was angesichts der Menge herausfordernd ist. Aber er wird es versuchen.

 


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294 to go

Wir sollen die Fernseher aus dem standby nehmen, weil sie … was ? zwei Watt ? verbrennen, während sie darauf warten, dass wir sie brauchen. Die Stereoanlage aus machen. Klimaanlagen sind böse, Radiatoren hat der Teufel gemacht, wissen wir alles. Dass wir den Kühlschrank auf Stufe „was Du nicht binnen 24h auffrisst, wird vergammeln“ stellen sollen und jährlich einen neuen mit Energieffizienzklasse A+++++++ kaufen sollen, ist sowieso klar.

Aus der Sicht eines Nerds – nennen wir es Nerdanschauung – gäbe es aber ein mindestens genauso wichtiges, jedoch weithin unbeachtetes Potential. Und zwar die Energiespareinstellungen am Blechotto.

Zwar klebt jeder Hersteller inzwischen mindestens drei Papperl auf jeden Kasten die mir mitteilen, mit dem Kauf täte ich der Umwelt etwas gutes, und die Ökofaschisten würden zum Dank spätestens nächste Woche eine Polonaise rund um mein Haus veranstalten nachdem sie jahrelang vergeblich versucht haben, es abzufackeln.

Während ich aber die Kiste im Labor in der Rumpelkammer nach dem Aufbauen inbetriebnahmefertig einrichte, geht sie mir so auf die Nüsse, das ich nach fünf Minuten die Energiespareinstellungen auf „niemals“ einstelle, so dass das 400/500/600Watt-Netzteil über die geschätzte Lebensdauer von 24/7/365 mal 5 Jahren auf Betriebslast fahren wird. Immer. Egal ob der Blechotto seine virtuellen Nüsse schaukelt, oder ob jemand davor sitzt. Bestenfalls die Screens dürfen sich schlafen legen.

Denn:

  • Auch nach 20 Jahren ist der Haken bei „Netzwerkkarte abschalten zum Energiesparen“ per Default angehakt. Und beim Aufwachen weiß der Kasten alles, nur nicht mehr, dass es jemals eine Welt um ihn herum gegeben hat.
  • Und selbst wenn Du ihn wegnimmst, nach dem Aufwachen brauchst Du verdammt lange Arme, denn aus 400 Kilometern Entfernung kommst Du auf die Kiste remote nicht drauf bis ihr irgendwer vor Ort einen Tritt samt Drei-Finger-Griff zur Amnesie verpasst hat.
  • Die blauen Dioden – blau ist momentan Trendfarbe – blinken zwar im 7/8-Takt statt im 3/4-Takt um Dir anzuzeigen „hey, psst, Otto schläft“. Aber auch die siehst Du aus 400 Kilometern Entfernung nur mühsam. Das berühmte wake-on-LAN hingegen haben sie auch heute noch nicht im Griff.
  • Und hast Du am narkoleptischen Blechotto Peripherie angeschlossen, dann kannst Du würfeln, was davon nach dem Aufwachen noch bekannt ist.

Ich habe > 100 administrierte Workstations in der Republik stehen. Jede davon hat mindestens ein 400Watt-Netzteil. Im Schnitt ist jede davon geschätzte acht Stunden am Tag unbenutzt. Und trotzdem ziehen sie alle 24/7 Leistung, weil das Gfrett mit dem standby einfach zu vermurkst ist um es benutzen zu können.

Da kann ich Fernseher ausschalten und stromsparende Kühlschränke kaufen bis ich blau anlaufe, den Fussabdruck kann ich nie und nimmer wegwischen.


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300 to go

KW 10 ist angebrochen, und der capt’n kann bereits die Spitze der Bugwelle sehen, die er aus dem letzten Jahr vor sich her schiebt. Er paddelt wie blöde um irgendwann auf ihr zu surfen, hat aber den Verdacht, wenn er oben ist, wird schon wieder Silvester sein.

Seit er als extended memory keinen Heuballen mehr auf den Beifahrersitz stellen kann, hat er keine Chance mehr, den ganzen Kram monatelang im Kopf zu behalten bis er endlich dazu kommt.

Er ist heilfroh, sich immer brav Notizen zu machen nach jeder Besprechung und jedem Telefonat. Und sie wiederzufinden, wenn er sie braucht, weil sie nicht auf Servietten, Tankquittungen und Waschkarten notiert sind, sondern elektronisch. Schon seit er auf Papier und gelbe Notizen verzichtet, wurde es besser. Weil er ja immer auch die facility managerin im Auge behalten musste, die sowas gerne nach Grösse und Schönheit zu putzigen Stapeln sortiert hat, wenn er den Schreibtisch nicht rechtzeitig unter Hochspannung setzte.

Und auch wenn er manchmal komisch beäugt wird, seit er das schwarze Wunderding mit dem Dadschscreen dazu zu verwendet, die meist von ihm vollgeschmierten whiteboards abzufotografieren, auf denen wüste Konzepte zur Weltherschaft skizziert werden, die aber meist durch noch wüstere Skizzen ersetzt und daher zwischenzeitlich abgewischt werden, ist alles einfacher. Auch wenn die letzte Besprechung 2011 recht arg verwackelt war.

BTW: Der Depp der gelbe Whiteboardstifte erfunden hat, der soll bei Gelegenheit mal bei ihm vorbeikommen, damit er ihm seinen Dank aussprechen kann …. vorzugsweise mit einem Baseballschläger.


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Grosser Kürbis, wir müssen reden

Weil ich glaube, Du hast Mist gebaut. Dein grosser Plan hat einen Webfehler. Ich traue ja grundsätzlich den Frauenzeitschriften mehr zu als dem Familienministerium, genau dehalb hat mich diese Studie bzw. Umfrage einer Partnervermittlung ja so schockiert, dass wir uns unterhalten müssen.

Was ist Frauen wichtig an einem Mann ?

  • Intelligenz und Bildung (88%)
  • Beruflicher Erfolg (52%)
  • Romantisch, aufmerksam, zärtlich (77%)
  • Kinderlieb, familienorientiert (69%)
  • Sympathisch, treu, charmant, humorvoll (>90%)

Fassen wir mal zusammen.

Drei von fünf Kategorien umfassen Anforderungen, die man nicht messen kann, und die je nach Tageszeit von der gleichen Frau mal so, mal so bewertet werden. Trotzdem gibt es immer noch die zwei Steinzeit-Kategorien, dass der Kerl das klassische Alphatier sein soll:

  • 1) Wir sollen schlau sein
    2) Wir sollen das Gala– und Brigitte-Wissen schlagen
  • Wir sollen genug Haselnüsse in den Bau bringen

Soweit so gut, können wir mit umgehen, wussten wir schon immer. Nun aber zu den weichen Kriterien:

  • 1) Wir sollen genau die Dinge tun, die man uns anschliessend fast immer als peinlich vorwirft
    2) Wir sollen jede Änderung an der Frisur sofort wahrnehmen, auch wenn sie nicht wahrnehmbar ist
    3) Wenn sie kuscheln will, haben wir alles stehen und liegen zu lassen
  • 1) Wir lieben Lars-Kevin nur dann ausreichend, wenn wir das erstmalige Treffen des Töpfchens zum Nationalfeiertag erklären
    2) Unsere Freunde sind irrelavant, Hobbies sind irrelevant, Sport ist irrelevant, Kombis sind relevant
  • Der letzte Punkt ist hingegen nicht eins zu eins übersetzbar, weil er die Eigenschaft widerspiegelt, nicht formulieren zu können, was man will. Als Näherung kann aber gelten: Wir sollen eine Frau sein.

Folgenden Satz der Expertin möchte ich Dir unkommentiert weitergeben: „Dieses Partnerwahlmuster scheint bei Frauen unbewusst zu wirken und sich ihrer rationalen Kontrolle zu entziehen.“

Grosser Kürbis, das Problem ist Dir klar, ja ? Ernsthaft, das geht doch so nicht. Du musst den Fönfrisuren endlich beibiegen sich – bis sagen wir mal zum Dreissigsten – entschieden zu haben, was davon ihnen wichtig ist. Und ‚entscheiden‘ im Sinne von entscheiden, nicht im Sinne von ‚ich weiß nicht genau, aber im Moment gerade empfinde ich das so‘.

Kannst Du da mal bitte ein BIOS-Update veranlassen ? Und das bitte bis zum Frühjahr, wenn es geht. Am besten machts Du es, während sie im Schuhladen die Kreditkarte durch die Maschine ziehen, dann erwischt Du sie alle.

Übrigens, wenn ich schon gerade Dein geneigtes Ohr habe: Das nächste mal reden wir dann darüber, was wir dafür wiederbekommen wollen. Weil es soll ja trotz allem ein Update bleiben, und kein komplett neues Betriebssystem werden.