a life less ordinary ?

the egghead diaries


Ein Kommentar

.. wo nie ein Mensch zuvor …“

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir leben in einer fernen Vergangheit. Dies sind die Abenteuer des mobilen Brotkastens 1720 auf seiner Reise zum Arsch der Welt, den noch nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

„capt’n?“

„Jaaaa Tschekov, was willst denn scho wieder.“

„captn’n? Ich soll Sie dran erinnern, dass Sie Ihre mails checken wollten.“

„Mensch, Tscheckov, Du blinde Nuss, schau Dich mal um. Draussen gibt’s Kühe und Windkraftanlagen. Sagst Du mir auch, wie ich das machen soll ?“

„capt’n. Wir haben da so einen Milchriegel von O2. Wenn man den in den USB-Schacht steckt, dann kommt die langbeinige Alice-Blondine und zeigt uns das Internet!“

„Ok, probieren wir’s. Tschekov, fertigmachen zum einführen des Milchriegels!“

„Milchriegel eingeführt, capt’n. Wir haben … keine von vier Leistungsdioden. Offenbar sind wir in einem Kraftfeld gefangen!“

„Pappnase, wir sind in keinem Kraftfeld, wir sind im Tal der Ahnungslosen. Mach was!“

„capt’n, das Fenster für den Start zur Erde ist erst am Donnerstag, was soll ich tun?“

„Stell das Notebook aufs Fensterbrett.“

„capt’n, Notebook umgestellt. Wir haben jetzt … eine von vier Leistungsdioden!“

„Gut. Nu mach das Fenster auf, und stells draussen aufs Fensterbrett.“

„Aber capt’n, draussen ist kalt!“

„Mach.“

„capt’n, Notebook umgestellt. Wir haben jetzt … zwei von vier Leistungsdioden!“

„Sag ich doch, Du Schlosser. Und nu mach mir Internet.“

„capt’n, die Authorisierung dauert nun schon 10 Minuten, ist das normal?“

„Ja, das ist normal .. hier.“

„capt’n, wir haben Verbindung zur Erde!“

„Bildverbindung ? Ach was frag ich überhaupt ….“

„capt’n, nein, wir haben leider nur EDGE-Verbindung. Tschuldigung.“

„Ok, lies mir die mails vor.“

„capt’n, da ist eine Anfrage von einem Ferrengi, der uns …“

„Nur die wichtigen, Du Depp!“

„Moment, capt’n, ich arbeite dran. Da ist eine Nachfrage zu einem Angebot. Angehängt ist ein PDF.“

„Wie gross?“

„3,5MB, capt’n“.

„Vergiss es, Tschekov, bis wir das geladen haben, sind wir zuhause.“

„Ok, capt’n, ich hätte da noch eine Serviceanfrage. Der Kunde hat einen Screenshot mitgeschickt.“

„Wie gross?“

„Ok, capt’n, dann lesen wir das auch später.“

„Noch was ?“

„Nichts wichtiges, capt’n.“

„Ok, dann mach mal Nachrichten auf.“

„Wirklich capt’n?“

„Jaja, mach.“

„capt’n?“

„Ja.“

„Nachrichten gehen nicht.“

„Wieso?“

„Weil direkt nach der ersten Überschrift gleich ein Bild geladen wird, es ist wohl etwas grösser.“

„Scheiss auf Nachrichten. Mach mal Fernsehprogramm.“

„capt’n?“

„Was ist denn jetzt?“

„capt’n, Fernsehprogramm ist sich auch mit Bildern.“

„Tschekov?“

„Ja, capt’n?“

„Hol das Notebook von der Fensterbank.“

„Aber capt’n, die Verbindung?“

„Vergiss die Verbindung. Wir gehen jetzt runter in die Bar, hängen uns mit dem Gürtel am Tresen ein und saufen uns die anderen Gäste so lange schön, bis einer wie die Alice-Blondine ausschaut. Du zahlst.“



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Männer für Fortgeschrittene

Inspiriert hat mich – wie so oft – das deutsche Fachblatt für Beziehungsfragen.

So wenig Buch (es hat nur 232 Seiten!), und es steht alles drin. Ein Badewannenbesuch (mit ein wenig runzeliger Haut – zugegeben – aber das ist es wert) und Ihr wisst Bescheid. Das Buch bringt Euch die komplette männliche Psyche nahe (es hat immerhin 232 Seiten!).

Dank  des Internets hatte ich die Möglichkeit, die Originalfassung heute nachmittag als PDF zu lesen. Wenn ich davon auf die abgedruckten Ausschnitte der Übersetzung schliesse, ist diese recht gelungen und kann als Ersatz dienen.

Mädels, alles was in dieser Enzyklopädie nicht aufgeführt ist, könnt Ihr getrost vergessen. Es interessiert vielleicht Eure Freundinnen im Gesprächskreis, hilft Euch ansonsten jedoch keinen Schritt weiter.

Nachdem ich jetzt ziemlich sauber bin überlege ich verstärkt, die Weihnachtsgeschenkplanung noch einmal umzuwerfen und einen Stapel davon zu verschenken.

Allerdings empfinde ich ein nagendes Gefühl der Ungerechtigkeit. Wieso hat bislang keine Frau etwas Vergleichbares geschrieben ? Von mir aus auch in der Stärke eines Telefonbuchs, weil schon das Vorwort 200 Seiten hat.

Vor meinem inneren Auge wabert gerade das Bild einer Horde von Autorinnen, die seit 20 Jahren versuchen, ein vergleichbares Standardwerk für Männer zu verfassen. Sie sind mittlerweile bei Band acht angelangt, hoffnungslos zertritten und immernoch beim zweiten Date und der Frage, ob ein Mann, der nicht im sitzen pinkelt, der richtige fürs Leben sein kann.


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What a difference five years make

„Soll die Anwendung jemals mehrsprachig werden ?“ fragte der capt’n im Sommer 2005 den Kunden.

„Neinein, den Aufwand sparen wir uns, die sprechen hier alle deutsch,“ antwortete der Kunde, „wir machen das alles so einfach wie möglich“.

„Sicher?“
„Klar!“
„Sichersicher?“
„Ich schwör‘!“
„Hmm.“

2010:
„Du capt’n, soll ich Dir was Lustiges sagen, wir haben da jetzt einen Kunden in Amerika … ist das ein Problem ?“

„Naja, abgesehen von der Tatsache, dass ich meinem Psychiater viel Geld dafür bezahlt habe um dieses Projekt endlich vergessen zu können und lieber einen Tanzkurs machen als da noch mal reinfassen würde, eigentlich nicht.“

Der Spätsommer 2010 sieht den capt’n also eine umfangreiche (sie ist schliesslich vier Jahre lang gewachsen) Auswertungsanwendung für Messwerterfassungen lokalisieren. Und er buddelt sich durch externe Dialoge, externe DLLs, Resourcendateien, und achtet darauf, dass die englische Übersetzung eines deutschen Texts nicht länger ist als Platz zur Verfügung steht (was selten passiert, englisch ist meist deutlich prägnanter). Als nächstes wird er vermutlich anfangen, per debug.exe direkt in den binaries zu patchen.

Mittlerweile flucht er reflexhaft flüssig in beiden Sprachen, beim Bäcker hat er vorhin seine Bestellung in beiden Sprachen aufgegeben – was allerdings bei der fränkischen Gebäckfachverkäuferin sächsischer Abstammung keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Denn sie hat weder das eine noch das andere verstanden und ihm statt Brötchen Krapfen eingepackt.

Während der capt’n zweifelt, dass ihm lachsbelegte Krapfen schmecken mögen überlegt er, ob er die Software nicht gleich Unicode-fähig machen soll, in fünf Jahren kommen sie vermutlich ganz plötzlich auf die Idee, den Mist nach China zu exportieren.


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Esst mehr Obst!

Obstessen muss nicht langweilig sein.

Zum Beispiel ist die natürliche Zubereitungsform von Preisselbeeren das Konservieren in white overproof-Rum unter Hinzufügung von Limettensaft und Eis.

Wann findet man schon mal frische Preisselbeeren, und wenn man welche findet, sucht man sowieso meist vergeblich nach einem Hasenrücken und Knödeln.

Das da ist nicht nur gesund und geht schnell, es macht einen auch noch whoopy.


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Keine heilenden Hände

Anruf:

„Du, castagir, meine externe Festplatte macht so komische Geräusche und ich komme nicht mehr an die ganzen Bilder ran, die drauf sind, kannst Du da was machen?“

*seufz*

„Was ist es denn für ein Geräusch?“ hört sich der capt’n fragen als ob ihm nicht völlig klar wäre, dass das EDV-Equipment von Aldi/Lidl/Norma vermutlich in den Zustand spanabhebender Datenverarbeitung übergegangen sein muss, und seiner natürlichen Bestimmung als Blumenuntersetzer gefolgt ist.

„Naja, sie macht so ein klackerndes Geräusch wenn ich sie anstecke und der Rechner sagt, er findet das Laufwerk nicht.“

*bingo*

„Oh, das ist sch … ade. Was ist denn drauf ?“

„Naja, sämtliche Bilder von den Kindern.“

*Wann lernt Ihr endlich, dem Ramsch nicht blind zu vertrauen ?“
*Hast Du eine Sicherung ?*
*Hast Du sie wenigstens auf eine DVD getoastet ?“
*Hast Du Abzüge ?*
*Wie konntest Du ?*
*Arghhhh !*
Diese und mehrere andere Fragen lagen dem capt’n auf der Zunge. Aber er stellte sie nicht.

„Oh, das ist sch … ade.“ wiederholt er. „Weisst Du, wenn es die Elektronik gewesen wäre, hättest Du meinen Vater fragen können.“

„Der kann sowas?“

„Nee, aber er kann Dir sagen wie lange ich gebraucht habe, um die Daten von seinem geschrotteten Notebook runterkratzen zu lassen und was das gekostet hat. Bei ihm waren nur die Urlaubsbilder von 10 Jahren drauf.“

Tiefe Enttäuschung schwingt in des Anrufers Stimme.

Klar, der capt’n hat schon mehrfach ganze Zivilisationen vor der Assimilierung durch die Borg gerettet.

Aber hätte es nicht einfach eine gebrochene Warpkernspule sein können während man zwei Minuten vor der Vernichtung steht, während fiese Aliens die Mannschaft in Gemüse verwandeln ?

Nein, es musste eine Billigplatte sein der man alle Kinderbilder anvertraut.
Der capt’n möchte nicht wissen, in was seine Ehefrau den armen Kerl verwandelt, wenn nicht irgendein Datenretter sie wiederherstellt. Die windschiefen Buntstiftkunstwerke auf dem Schreibtisch, die wahlweise eine Blume, Oma, einen Hund oder ein Haus darstellen sind zwar nett, aber vermutlich kein echter Ersatz.

Moral der Geschichte: Ihr jungen Väter, hört jetzt genau zu. Ich weiß, die Bande frisst Euch die Haare vom Kopf und ihr spart auf eine Pumpgun und einen guten Anwalt. Aber bis es soweit ist, kauft zwei Rohlinge und brennt die verdammten Kunstwerke drauf. Eure Platte ist aber von Ebay/Penny/Flohmarkt, nicht von Aldi/Lidl/Norma ? Tut es trotzdem.


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Kriegsvorbereitungen II

Die Excel-Liste offener Punkte ist grün wie nie.

Die Update-Liste einzuspielender Punkte ist lang wie nie.

Die Vorbereitungen für den Einsatz auf den Dodesstreif’n in drei Stunden Autobahn sind fast abgeschlossen.

Hoffentlich hat der capt’n keine Selbstschussanlage reinprogrammiert.

Wie er allerdings tagelang auf dem Werksgelände rumhatschen soll ist ihm momentan noch schleierhaft. Gibt es irgendwo einen Mini-Bike-Verleih ?