a life less ordinary ?

the egghead diaries

Man muß auch mal Pech haben …

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… und über elf Stunden von der Küste zum Alpenvorland brauchen.

Du fährst los, über die Hochbrücke am Nord-Ostsee-Kanal … und stehst erstmal eineinhalb Stunden im Stau, weil sich der klapprige Polo 100 Meter vor Dir spontan entschlossen hat zu detonieren, und eine absolut beeindruckende Rauchwolke zu produzieren – was dazu führte, dass der Tanklaster und der Gefahrgutlaster neben ihm in der Baustelle hektisch versucht haben noch Land zu gewinnen. (Wäre ich ein Verschwörungstheoretiker würde ich annehmen, all die brennenden und explodierenden Autos auf der A7 werden bestimmt von Islamisten gesteuert, die detonieren ja prinzipiell gerne – aber man weiß es halt nicht, und unsere Schnittschlauchtruppen geben diesbezüglich ja auch keine Information raus, also bleibe ich da nach wie vor unschlüssig.)

Tatü Tata – die Feuerwehr Rendsburg kommt mit drei Fahrzeugen in Salamitaktik angerobbt, und versucht emsig und letztlich erfolgreich, die immense Feuersbrunst (es war immerhin ein POLO !) zu bekämpfen. Nachdem also der Oberjagdmeister endlich  erfolgreich auf das Wrack gepinkelt hatte, waren sie wohl alle so stolz, dass sie noch ne Dreiviertelstunde brauchten um sich gegenseitig zu beglückwünschen, und wieder zurück auf die Wache zu rasen .. weil vermutlich die Würstchen auf dem Grill derweil anbrennen.

Ich mein, Friesen halt … das mit dem Schweinestupfer den ich mir seit langem wünsche um sie anzutreiben sagte ich ja schon öffer … dummerweise hat Amazon sowas nicht im Programm … oder sie heißen offiziell anders.

9 Baustellen to go bis Hannover. 8 to go, 7 to go , 6 to go … oh wow, das wird doch etwa nicht … ?

Nein es wird nicht. Natürlich nicht. Denn auch wenn wir eigentlich gefühlt keinen einzigen einheimischen LKW-Fahrer mehr haben und nur noch osteuropäische Harakiripiloten mit seltsamen Kennzeichen und seltsamen Sprachen in ihren fragwürdigen Kisten hier rum zockeln … der eine Arsch mit deutschem Pass hat es geschafft, seinen LKW ohne Not auf den Spiegel zu legen.

In der Baustelle … selbstverständlich, damit es sich so richtig lohnt. Es ist mir schleierhaft wie blau man sein muß um auf grader Straße die halt ein wenig schmaler ist als sonst einen 40-Tonner auf die Seite zu legen. Wofür der den Kopf hatte ? Vermutlich damit es nicht in den Hals reinregnet. (Immerhin ist er nicht detoniert, was prinzipiell zwar von Vorteil ist – aber auch von Nachteil wenn Du keine Rauchwolke siehst und somit nicht weißt ob Du eher am Ende von 20 Kilometern Stau stehst oder eher am Anfang … was prinzipiell zwar nichts ändert aber das Wissen wäre gefühlt trotzdem hilfreich.)

Er konnte ja nix daür dass ich zudem Pech hatte und der Bus neben mir im Stau einen Schwall inkontinenter Rentner ausspuckte, die alle extrem viel Kommunikationsbedarf hatten sobald sie mich im offenen Raumschiff erblickten … dabei wollte ich nach zwei Stunden in denen sich nix bewegt hatte einfach nur schlafen. (Aber das waren keine Islamisten denn keiner davon ist detoniert … auch wenn manche vermutlich kurz davor waren, Apfelsaft und mehrstündiger Stau sind eine brisante Mischung.)

Ich verstehe aber nach wie vor nicht, wieso alle (ALLE! 100 Prozent!) Unfälle in Baustellen passieren, wenn doch nur 50% der A7 im Norden Baustelle sind. Trotzdem schafft es jeder Idiot dass entweder seine Karre verreckt, wichtige Teile davon abfallen, oder will die Karosserie umstylen, sobald er eine Baustelle auch nur sieht. Der Gegenverkehr war erst flüssig um dann auch zu versiegen … weil eine andere Truppe von fünf Idioten auf der Gegenspur wohl Wracks gucken wollte … und dabei im Kofferraum des jeweils vorausfahrenden anderen Idioten landete … natürlich in der Baustelle. Immerhin machte das den Verkehrfunk einfacher, weil es letztlich 20 Kilometer Stau in beide Richtungen waren, chakka.

Nach sieben Stunden war ich immerhin in Hannover … da hätte ich auch gleich mit dem Fahrrad fahren können. Anfangs, im ersten Stau dachte ich noch „Schwarmstedt ? Ha, kein Problem, ist doch erst 14 Uhr, locker !“ … um ums Arschlecken um kurz vor sechs mit quietschenden Reifen dort einzureiten.

Danach das Messer wieder zwischen die Zähne genommen und die restlichen 500 Kilometer ins Raumdock in rekordverdächtiger Zeit absolviert. Geronimo. Check.

 

 

 

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