a life less ordinary ?

the egghead diaries

Hüter einer Ameisenfarm

2 Kommentare

Wenn ich um halb sieben in der früh aufwache, ohne Wecker, auch ohne einen tauben Trommler der einen Meter von mir weg sein Schlagzeug malträtiert, und ohne Vögel die um 5 Uhr 47 pünktlich anfangen zu tuten, zu hupen, zu piepen oder zu krähen, dann :

  • Bin ich im nordischen Irrenhaus
  • Bin ich nicht daheim in Bayern
  • Fällt mir auf dass mir irgendwie verflucht heiss ist
  • Fällt mir in der Dusche auf dass mir heiss ist weil ich den Tag vorher zwar ins Hotel gefahren, aufs Bett gefallen, dann jedoch sofort in einen komatösen Schlaf gefallen bin, noch bevor ich zumindest sämtliche Klamotten von mir werfen konnte
  • Wie ich der Tusnelda beim Frühstück meine Zimmernummer sagen soll nach der sie mich jeden Tag wieder fragt wenn ich sie selber nicht weiss (ich weiss noch nicht mal meinen Namen !) sie sie aber wissen müsste denn es ist dieselbe wie schon seit Wochen
  • Habe ich null Idee wie ich bis halb acht duschen soll, frühstücken soll ohne mich dabei komplett einzusauen um mich nicht nochmal umziehen zu müssen, und wie ich mich schließlich nur leise fluchend durch die hiesigen Ureinwohner schlängeln soll die mit dem Tempo der Kontinentaldrift über die Strassen huschen, um pünktlich mit guten Beispiel auf der Rampe zu stehen und mit den Teamleitern dem vergangenen Tag zu besprechen
  • Frage ich mich, wieso ich nach zwölf Stunden Schlaf derart gerädert sein kann

Gelernt: Wenn ein Tag danach back to back mit Besprechungen zu gepflastert ist, und ich zwischen zwei Terminen einen Hirn-Reset brauche, dann muss ich nur einen vollen Kaffeebecher fallen lassen und ihm zuschauen wie er langsam in Teilen über die Fliessen trudelt während er die komplette Küche in ein Schlachtfeld verwandelt, während ich den Henkel nach wie vor fest umklammert habe weil irgendein Arsch scheinbar den Henkel einer kaputten Tasse angeklebt hatte statt das Scheissding im Wert von 99 Cent in die Tonne zu kloppen. Arghhhh.

Nebeneffekt: Die ganze Truppe war schlagartig hellwach als ich ausdauernd und gotteslästerlich geflucht habe. Ich auch. Da war es allerdings schon kurz vor elf.

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2 Kommentare zu “Hüter einer Ameisenfarm

  1. „Frage ich mich, wieso ich nach zwölf Stunden Schlaf derart gerädert sein kann“
    dit kenn ick. 😀
    mindestens einmal die woche muss das aber.

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