a life less ordinary ?

the egghead diaries

Müll (a.k.a. ‚Der Siff droht zu gewinnen‘)

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Herrje … ich geb’s ja zu, ich bin langsam. Die Erkenntnis holte mich eben an der Tanke ein, als ich die Beifahrertür öffnete und mir ein Sammelsurium von Mist-Müll-Krempel entgegenfiel, der scheinbar beim etwas zügigeren Kurvenfahren den Weg der Dinge gegangen war die nicht beim Bremsen automatisch im Beifahrerfussraum landen und sich dort zusammenrotten.

Aber angesichts der Tatsache

* daß ich seit Wochen nicht in und mit meiner Küche lebe, sondern jede Woche ungezählte leere Plastikflaschen aus dem Auto fummele und mit dem ganzen Pfand vermutlich das Bruttosozialprodukt von Albanien locker übertreffe

* daß die durchaus geräumigen Türablagen im Raumschiff nach einer Woche randvoll sind mit leeren Verpackungen, Servietten, Elektrozubehörverpackungen und sonstigem Müll

… wundere ich mich gar nicht mehr so sehr über die ganzen Müsli-Martins, die mit ihrem handgebatikten Jute-statt-Plastik-Einkaufs-Dings (mit floralem Dekor natürlich) umher schleichen.

Einerseits sind sie die personifizierten Leierbündchen. Sie haben aber (vermute ich mal so, wissen tu ich’s natürlich nicht) einen Vorteil: Ihr Fußabdruck (den sie auf dem Rücken der Welt hinlassen bis sie eines Tages artgerecht kompostiert werden) dürfte aller Wahrscheinlichkaeit nach kleiner sein als meiner !

Noch ein paar Monate in dem Stil und wir können vermutlich rüber nach England laufen, wenn ich den ganzen Müll in der Nordsee verklappe.

Als ich dann später mit dem typisch hilflosen Blick eines Mannes in der Obstabteilung beim Dealer des Vertrauens stand, da war ich zum ersten Mal nicht scheinbar hilflos wie sonst immer (*gg) sondern ehrlich hilflos im ernsthaften Versuch Obst zu finden das nicht eingeschweisst, eingewickelt, mit einer Banderole umwickelt, in Plastikbecher verpackt, oder auf Schälchen drapiert und dann eingegeschweisst ist.

Ich meine ok, ich verstehe das schon, das meiste Obst ist eingeschweisst weil es nur zwei Stadien kennt: a) unreif, b) verfault … und wenn Du es nicht in den gefühlt exakt zwei Stunden isst in der es den Übergang von Phase a zu Phase b durchläuft, dann saut es Dir die Karre voll.

Aber ehrlich, in sechs Wochen Stück für Stück gefühlt mein Körpergewicht in leeren Verpackungen aus dem Auto in jeden vor einem Supermarkt oder an der Tanke stehenden Mülleimer zu transferieren, das kann es doch auf die Dauer nicht sein!

Inzwischen habe ich mich schon dabei ertappt nachzuschauen ob da am Eingang ein Mülleimer ist, und dann einen Arm voll Müll aus dem Beifahrerfussraum zu angeln und dort abzuladen. Um Platz zu schaffen für neuen Müll …

Geht das nicht anders, wenn man wie ein Nomade durch die Republik zieht, oder habe ich da eine elementare Weisheit nicht erfaßt ?

 

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