a life less ordinary ?

the egghead diaries

Für die „Frau Vau“ …

3 Kommentare

wo ich grad eben so drüber gestolpert bin und nach einem weiteren langen Tag dank übermässigem Kaffeegenuss trotz beschissenem Fernsehprogram partout nicht einschlafen kann:

Oh, ich fühle mit Dir – vor vielen Jahren hatte ich ein Problem mit dem Schimpansenamt das sich verdächtig ähnlich anhört. Hoffentlich geht es auch bei Dir letztlich glimpflich ab – nach dem vorausgehenden Wahnsinn der damit verbunden ist natürlich, weil der wohl dazu gehört (Tabletten gegen übersäuerten Magen sind übrigens eine super Erfindung).

Ich hab’s schon mehrfach gesagt, seit der Erfahrung damals kann ich es nur wiederholen:

Sicher, für eine externe Buchhaltung samt Umsatzsteuer zahlt man etwas – aber es ist weit weniger als man denken würde, bei mir sind es zwei Tankfüllungen im Monat (wenn der Röhrich kommen muss weil die Spülmaschine verreckt ist kostet das mehr). Bietet vermutlich fast jeder Steuerberater an. Man denkt gern dass man sich das doch sparen kann – aber es ist am falschesten Ende gespart das eine Wurscht haben kann. Denn es spart so unendlich viel Nerven und nimmt einem so viel unnötigen Ballast weg den man unwillkürlich immer hinten im Kleinhirn rumschwabbern hat, dass es den Preis locker wert ist. Und Du hast plötzlich jemanden, der eben nicht der gute Freund ist der sich hätte kümmern sollen, Dich dann aber hängen lässt, dem Du aber bestenfalls böse sein kannst aber ansonsten dumm da stehst, sondern ein Profi.

Auch den ganzen Mist den man auf dreckiggrauem Papier mit dem man von den staatlichen und städtischen Schimpansen sonst ständig zugemüllt wird, ganz nebenbei per Unterschrift (ich glaub ich habe mittlerweile 1000 solche Berechtigungen bei meiner Steuerfee unterschrieben) locker und flockig direkt an die Kanzlei weiterleiten zu können, dort lesen und verstehen zu lassen, und nur vom dem informiert zu werden was wichtig ist oder teuer werden könnte, darf man nicht unterschätzen – ich seh den Mist immer nur wenn wir Ordner austauschen und es interessiert mich nicht mal mehr was da drin stand – die Steuerfee sagt es mir schon wenn es wichtig ist, oder mailt es mir. Und verschont mich mit dem sonstigen Kauderwelsch das da drin steht.

Ende des Jahres kommt dann natürlich ein Haken den man nicht für nen Appel und ein Ei bekommt: Je nachdem was es ist die Bilanz oder die Einnahme/Überschuß-Rechnung (ich hab ja not the foggiest was genau Du machst) , der Jahressteuermist eben. Ja, das kostet gerne einige tausend Euro und das mag keiner wirklich, aber:

Nachdem sie Dein Geschäft kennen haben sie spätestens nach zwei Jahren mehr als nur eine Ahnung wie das so läuft, wie das Jahr war, was am Horizont für’s nächste Jahr lauern könnte, loten aus ob man etwas so verschieben oder umsteuern kann dass es besser passt oder weniger aua macht, warnen vor, checken ab wie man mit Dingen wie abstrusen Einkommensteuervorauszahlungen für’s nächste Jahr umgeht, vergessen nix dass man selber immer vergessen würde.Und zig Dinge mehr.

Und vergessen wir eins nicht: Dass man diese Kosten wiederum absetzen kann ist zwar schön (und eigentlich so irre, dass ich jedesmal wieder lachen muss wenn ich ihre Rechnung einfach in den nächsten Beleg-Pendelorder einhefte) aber eigentlich nicht wichtig … meine Steuerfee hat mir über all die Jahre mit absoluter Sicherheit mehr gespart als sie in Summe gekostet hat. Und zwar ohne dass wir damals das Finanzamt mehrfach erfolgreich verklagt haben – sondern einfach schon dadurch, dass diese Leute einen Haufen Ahnung haben wie man mit diesem Zoo von Sesselfurzern im normalen Alltag umgeht – also fliessend schimpansisch sprechen und übersetzen können – und das auch noch so gerne machen, dass sie es zum Beruf gemacht haben (etwas, dass ich in diesem Leben wohl ganz sicher nicht mehr verstehen werde, das muss ein Gendefekt sein – ich weiss nur nicht ob bei mir oder ihnen).

Ich hab mich (in den späten 90ern oder frühen 0ern glaub ich war das) gesträubt wie eine Katze vor dem baden und es erst selbst versucht (um spektakuär zu scheitern), dann wie Du mit einem guten Freund (der noch spektakulärer scheiterte).

Dann kroch ich kleinlaut zur Steuerfee und stellte ihr den ganzen Schlamassel der letzten Jahre auf den Tisch. Und sie löste es. In Rekordzeit.

Sicher, das war irgendwie wie eine mehrwöchige Wurzelbehandlung ohne Betäubung (auch weil ich so gar kein fan davon bin jeden Monat gegenüber jemanden den ich anfangs nicht mal kannte einen striptease hinzulegen, und weil ein solcher mit zunehmendem Alter ja auch ein immer weniger schönes Bild ist), aber ich kam mir hinterher eben nicht mehr so vor als hätten die Schimpansen mich komplett verarscht und furchtbar über’s Ohr gehauen, sondern das hatte plötzlich Hand und Fuss.Und ich konnte mich drauf konzentrieren meine Arbeit zu machen und das gegen-Windmühlen-kämpfen jemand anderem überlassen.

Wie unser grosser Fussball-Philsoph Oli gesagt hat: Mund abputzen (a.k.a. den Profi bezahlen, und ggf. den Schimpasen die fällige Nachzahlung in den Rachen schieben selbst wenn sie für kurzzeitige Schnappatmung sorgt und man sich kurz fragt unter welcher Brücke man denn sein Lager wohl aufschlagen wird), weitermachen (a.k.a. damit leben wie mit schlechtem Wetter, weil eh kein Weg dran vorbei führt).

Viel Glück !

 

 

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3 Kommentare zu “Für die „Frau Vau“ …

  1. Ich danke dir!!! Sehr!
    Und ich weiß, dass du recht hast. Normalerweise würde ich es genau so machen. Leider hat uns der Profi glatt abgelehnt. Weil er gesehen hat, dass wir uns ihn gar nicht leisten können. Das jetzt genauer zu erklären geht mir in einem Blog zu weit… vielleicht mal per Mail, in den nächsten Tagen.
    Aber es hat sich inzwischen vieles geklärt. Der ‚Profi‘ hat zum großen Teil grundlose Panik verbreitet und wir haben mit unserem Freund, der inzwischen wieder ‚in der Spur‘ ist, eine sehr gute, gangbare Lösung gefunden.
    Danke dir nochmal sehr! Das bedeutet mir viel.
    Ich melde mich und erkläre dann ein paar mehr Dinge. Hab einen schönen Tag!

    • Gern geschehen. Wenn ich das lese legt sich bei mir allerdings die Stirn in Falten … ich schau grad aus wie ein beagle.

      Entweder wart ihr bei einer viel zu grossen Kanzlei die sich mit ‚Kroppzeug‘ nicht abgibt (was zwar sicher blöd wirkt aber irgendwie auch richtig ist), oder ihr habt noch nen anderen Job von dem ihr letztlich lebt – weil sich den Profi nicht leisten zu können krieg ich irgendwie nicht zur Deckung mit einem Gewerbe von dem man lebt.

      • Beides trifft zu! Es war eine riesige Kanzlei und sie wollten uns schlicht und einfach nicht haben…. und ja, wir haben beide noch einen Brot-und-Butter-Job. Warum das so ist und wir von unserem Geschäft momentan wieder mal nicht leben können, das schreibe ich dir extra.
        Ich bin dir sehr dankbar für deine offenen Worte und melde mich per Mail.

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