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the egghead diaries

Kinderspielzeug für Fortgeschrittene

9 Kommentare

Lego-Baukästen sind toll. Dass die üblichen Lego-Technik-Baukästen inzwischen auch mal 150 Euro kosten können, ist ja normal. Mit ihnen kann man Dinge bauen die kein Schwein braucht, und die bis zum Auszug in die erste Studentenbude immer im Weg rumstehen werden – bis auf die Handvoll Teile, die beim Zusammenfriemeln natürlich übrig geblieben sind. Die liegen dann im Weg rum und man findet sie nachts auf dem Weg ins gekachelte Herrenzimmer fluchend in der Fußsohle wieder, zusammen mit einer Ü-Ei-Hälfte.

Aber Lego-Baukästen haben einen gewaltigen Nachteil: Nicht nur dass die fertig gebastelten Dinger quietschbunt sind – die Teppichratten können sie zudem auch noch rumtragen und überall hinstellen. Denn sie sind einfach nicht schwer genug. Und dann hat man einen halbfertigen Teleskopkran im Maßstab 1:26 wochenlang auf dem Küchentisch rumstehen. Wer will das.

Wenn man also seinen Kindern und sich etwas Gutes tun will, dann kauft man nicht den Legoscheiß, sondern was Richtiges. Zum Beispiel einen HP Proliant Server.

HPProliant

Natürlich, wie alles richtig Gute hat das einen gewissen Nachteil – das Ding kostet ein klein wenig mehr. Andere Leute kaufen dafür Autos. Aber bei qualitativ hochwertigem Spielzeug für die eigenen Kinder sollte einem ja kein Preis zu hoch sein.

Und auch der Spaßfaktor ist nicht zu vergleichen: So ein Lego-Mistding zusammen zustöpseln hält einem die Teppichratten bestenfalls für zwei, drei Stunden vom Hals – beim HP Proliant hingegen sind sie mit dem Auspacken schon einen ganzen Tag lang beschäftigt … nachdem sie ein paar Jahre lang ganz viel Spinat gegessen haben, um den Karton überhaupt bewegen zu können: der größte davon wiegt immerhin 38 Kilo.

Auch sicherheitstechnisch ist der HP Proliant ganz weit vorne: Während ich als Kind vermutlich die Kleinteile einer halben Lego-Ritterburg verschluckt habe und sie nach dem Durchwandern meines Verdauungstraktes auch nicht wiederhaben wollte, gibt es hier keine Teile, die man ohne einen Trennschleifer und wirklich gute Zähne zu haben runter bekäme.

Dann folgt das spannende Warten auf den ganzen Rest, und das ist wie eine Woche lang Weihnachten. Denn Du weißt vorher nicht, wie viele Päckchen, Kartönchen und Umschläge noch kommen werden. Nach drei denkst Du vielleicht kurz „na, jetzt wird ja wohl alles da sein“ … nur um von Anton ausgelacht zu werden, der Dir noch die Platten bringt – jede einzeln verpackt in einer schuhkartongroßen Box … und die zweite CPU … und die Montageschienen … und den Kabelarm für das 19-Zoll-Rack … und und und. Nur nicht die Systemdatenträger – wer braucht die schon.

Wenn die Kleinen dann in einem gigantischen Stapel Verpackungsmaterial sitzen beginnt das Zusammenstecken: Hier ein Lüfter, da ein Lüfter … wie rum kommt die CPU noch mal in den Sockel ? Soll ich jetzt weiterdrücken und auf das „knack“ warten oder doch besser noch mal nachlesen ? Huch ? Das Ding hat mehr Netzwerkbuchsen als mein Router, welche nehm ich denn jetzt ?

Dann folgt das erste Einschalten, während Du argwöhnisch schnüffelst, ob irgendwo Brandgeruch aufsteigt … und die Nachbarn die Flugsicherungszentrale anrufen weil es sich so anhört, als hättest Du eine nicht genehmigte dritte Startbahn für F15 Strike Eagles in Deinem Arbeitszimmer eröffnet … und der Kinderschreck einen Stock tiefer die Taschenlampen raus holt, weil Du beim Einschalten alles an Strom absaugst, was durch die Leitung ins Haus kommt.

An Technik nicht interessierte Teppichratten können auch prima mit dem Karton spielen, oder ihn an Freunde oder Einwanderer vermieten. Denn der wiegt leer schon drei Kilo und dürfte selbst im Dschungel Jahre brauchen, um zu verrotten. Bis zu einem Alter von zwei Jahren können sie auch in dem Gehäuse schlafen und sich an den vielen bunten Lichtlein erfreuen, die dort blinken.

Aber das Allerbeste ist, dass das Ding absolut unbeweglich ist. Da wo Du es auspackst und zusammenbaust wird es stehen bleiben. Für immer. Auch das mit dem nervigen Hamster hat sich ein für alle mal erledigt, der verursacht nicht mal eine Delle unter dem Gehäuse. „Lieber Kunde. Leider verzögert sich die Lieferung Ihres Servers um rund 40 Jahre.“

Und darum, kauft Euren Bälgern HP Proliant Server !

 

Edit: Das ist das schönste Bildchen …. und ich wette, ich kriege die cores ausgelastet 😉

CPUs

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9 Kommentare zu “Kinderspielzeug für Fortgeschrittene

  1. Ihre Erklärung klingt, als würde der Server aus Vollmaterial herausgefräst werden. Den hätten doch eigentlich die Blechpatscher in ihrer Leerlaufzeit direkt mit einem Tieflader beim Hersteller abholen können, oder?

    • Sicher, schon. Nur dass der für einen anderen Kunden ist, und es immer wieder nerviges Gerangel gibt wenn die falschen Blechpatscher kommen und Ware abholen wollen, die nicht für sie gedacht ist 😉

  2. Hmmm, schaut in der Tat weit interessanter aus als das Dingens, welches ich mal vor ein paar Monaten ‚ikea-reversed‘ habe.
    Ausserdem stimme ich Dir zu: jaaa, die Kunden (und auch Weiber !) nicht durcheinander bringen! 😉

    Schoenes WE + Sonder-Urlaub von mir: wir haben hier einen zusaetzlichen Feiertag: ‚Lamm-Tag‘ (= eleganter und offiz.: Australia Day)

  3. Uuuiiihhh. Wenn der noch waschen und aufräumen kann, kommt der auf die Weihnachtswunschliste.

    • Waschen nicht, aber den Staub umher blasen kann er prima …

      Ich hab‘ noch ein kleines Bildchen an den Beitrag geheftet. Darauf sollten selbst Java-Anwendungen halbwegs flüssig laufen 😉

  4. Ach, blasen ist immer gut. Eigentlich war er schon als bestellenswert gebucht, als die Sprache auf „Kabel“ und „Lichter“ kam.
    Dem Bildchen nach langweilt sich der Gute aber noch gehörig.

    • Klar, noch ist auf der Schüssel ja fast nix drauf. Den heutigen Tag habe ich bis tief in die Nacht damit zugebracht, Gigabytes an Treiber-DVDs von HP zu ziehen … vielleicht wurden sie auch gemorsed oder gefaxt, das weiß ich nicht, jedenfalls dauerte es Ewigkeiten. Ab morgen dann wird die Schüssel zugemüllt mit der richtigen Software.

  5. Na, wenigstens habe ich schon die gleiche Maus 😉

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