a life less ordinary ?

the egghead diaries

… und wieder 48 Stunden

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Diese grandiose Stück Filmkultur erfährt gerade seine 174-te Fortsetzung. Weil der Regisseur der Blechpatscher aber mittlerweile alterbedingt ein bissle tüddelig ist, heißt der aktuelle Teil „… und schon wieder sind wir 72 Stunden hinterm Plan“. Ein Tag, das sind grob 20-30 Sattelzüge die nicht zu kommen brauchen, weil die Ware nicht fertig ist. Da kommt beim Betreiber bestimmt so richtig Freude auf – sobald er aus dem Koma erwacht, in das er vor wenigen Stunden nach seiner 36-Stunden-Schicht gefallen ist.

Ich habe ja gestern das Schlachtfeld verlassen, weil ich schon dicke Finger vom tagelangen Däumchendrehen hatte, und mir die Trost- und Kondolenzsprüche drohten auszugehen. Als ich auf irgendeinem Baufahrzeug drei Schaufeln und einen Besen liegen sah spielte ich noch ganz kurz mit dem Gedanken, sie in die Schaltwarte zu tragen damit wenigstens irgendetwas geht – angesichts der blutunterlaufenen Augen des Schichtführers habe ich es dann aber doch lieber gelassen.

Aber es ist nicht alles schlecht. So ein völlig verhunzter Blechpatschereinsatz gibt einem Bitschubbser wenigstens die Gelegenheit, seinen Mist in homöpathischen Dosen live zu bringen und in geordneten Bahnen durchtesten zu können, ohne mit einem Feuerlöscher unterm Arm von Halle zu Halle zu sprinten. Und mal nicht schuld zu sein und am Rad zu drehen, sondern die kleinen Macken rausbauen zu können, ohne dafür gleich drei neue rein zu bauen, während Dir alle jammernd in den Ohren liegen.

 

Der Postfrosch, der den Server heute liefern sollte, hat ihn geliefert. Gestern. Zum Nachbarn. 60 Kilo waren ihm wohl zu viel um sie wieder mitzunehmen. Wer braucht schon Liefertermine wenn die Arschlöcher das Zeug eh abkippen wann sie Lust haben. Und wer braucht schon Benachrichtigungskarten wenn sie es getan haben – man kann schließlich im Viertel mal rum fragen, ob irgendjemand vielleicht ’ne Waschmaschine in der Diele stehen hat, die ihm nicht gehört … jetzt muss ich das Mistding morgen selber hier hoch wuchten – vaffanculo Postfrosch – va‘ fa Napoli !

 

 

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3 Kommentare zu “… und wieder 48 Stunden

  1. Modestadt. Plan vom Chef: „Sie gehen Montag hin, halten am Dienstag Ihren Vortrag, nehmen den Mittwoch als Ausweichtag dazu und kommen Mittwoch Abend zurück.“
    Mein Plan: Ich gehe am Montag hin und komme am Freitag zurück, weil das wahre Leben, das fliegende Spaghettimonster und sein Bruder, der große Kürbis, sehr gerne mit den Zufallswürfeln spielen. Aktueller Status: mein Vortrag ist momentan auf Donnerstag verschoben.

    Wissen Sie, wie langweilig Solitär nach drei Tagen werden kann?

    • Oh ja, schön. Das klassische „Planen Sie nicht, wir planen für Sie!“. Wo man an sich nicht mal mehr zuhören sollte, weil eh nur bullshit raus kommt und alles ganz anders wird als „geplant“.

      Ich gehe dann oft lieber auf Monsterjagd: Bei „DOOM“ als Portable App vergeht die Zeit deutlich schneller. Auch eine Runde „Command & Conquer“ kann einen über den Tag bringen. Und bei ganz schweren Verzögerungen hilft immer ein „Civilization II“ (mit W7-64-Patch), da kann sich alles dann von mir aus auch um Wochen verschieben.

  2. 😉 5-Star Business-Kaspers? (s. entsprechende *-Tube-Clips; ich gebe diese hier nicht mehr voll an, da sie mich dann immer sofort einsatzfaehig hier ‚anspringen‘; ergo: bitte selbst suchen. Bitte/danke)

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