a life less ordinary ?

the egghead diaries

Antonette und Restalkohol

7 Kommentare

Der capt’n stellt sich gehorsam in die Zalandorücksendeschlange der örtlichen Postdienstleistungstelefonzelle, die eingebettet zwischen Marmeladen und Toastbrot im Rentnerparadies liegt.

Warum macht er so einen Scheiß ?

Naja, so am Rande hatte er mitbekommen, dass die Postfrösche das Briefporto anheben wollen, haben, planen … er weiß nix Genaues, nur schwirrt ihm irgendwas von 60 cent im Hirn rum.

Aber er hatte ja vor einigen Wochen aufgeräumt. Und dabei war ihm ein Bündel vorfrankierter Umschläge in die Hände gefallen – die er mal gekauft hatte weil er nie genau weiß, wie viel Porto nun auf so einen Schrieb drauf gehört. Angesichts der Tatsache, dass das keine Umschläge sondern eher frankierte Steintafeln waren nahm er jedoch an, sie könnten unter Umständen schon ein klein wenig älter sein. 55 cent stand drauf. Stimmte sicher irgendwann mal aber er vermutete, sie müssten womöglich nachfrankiert werden.

Als er dann dran war und der Antonette mitteilte er hätte drei Umschläge nachzufrankieren hieß es wie aus der Pistole geschossen: „Macht 6 cent“. Er nahm das einfach mal so hin. Auch wenn er an sich immer alle Münzen aus dem Portemonnaie raus räumt, die hatte er genau passend. Und Antonette und er einigten sich darauf, dass er hierfür keine Quittung benötigen würde.

Als Antonette mühsam die winzigen 2 cent-Marken auf alle Umschläge gepappt hatte meldete sich jedoch sein Kleinhirn: „55+2 ungleich 60“. Darauf angesprochen seufzte Antonette, und die Zalandorücksendeschlange hinter ihm seufzte kollektiv mit. „Macht 9 cent“ hieß es diesesmal. „Quittung?“.

Der capt’n legte den Kopf schief und schwankte ganz kurz zwischen seinem von Grund auf üblen Charakter und seiner anerzogenen Sozialkompatibilität. Als er jedoch feststellte nun keine Münzen mehr zu haben einigte man sich darauf, dass er die 9 cent mit einem 50er bezahlen, aber dafür auf eine Quittung verzichten würde. Nun hat er wieder entsetzlich viel Kleingeld … und bis heute Abend wo er den Kopfstand vor der Sparbüchse macht eine rechte Arschbacke wie ein Brauereipferd.

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7 Kommentare zu “Antonette und Restalkohol

  1. Ich hätte ja versucht, diese antiken Briefumschläge bei iehbäh zu versteigern. Die hatten bis dato ja klaglos schon die zweite Preiserhöhung überstanden. Und mit dem erspielten Kleingeld hätte ich dann die Sparbüchse gefüllt, einen unangebrochenen Fünfziger noch in der Tasche.

    • Stimmt, da hätte ich einen Strategen finden können der pro Stück 1,10 zahlt. Und ich drei Euro Gebühr. Allerdings hätte der dann sicher mit BezahlKumpel zahlen wollen/müssen … und mit den Schmuddelkindern spiele ich ja aus Prinzip nicht – Spasskasse rulez.

  2. Das mit den Schuhen ist ja auch so eine Sache…
    Ich stand zufällig mit einem Karton in Übergröße in der Postschlange… mit Schuhen drin…
    Aber nicht von „AAAAAAIIH!“… Denn die haben keine tollen Sicherheitsschuhe! Alle paar Jahre
    muß ich meine alten Arbeitstreter ja mal wechseln, und da der Chef den Aufwand der Umtauscherei bei nicht passenden Schuhen zu viel wurde, dürfen wir das nun Privat erledigen…
    Vor mir waren da eine Frau, welche ein Paket, das aussah, als ob sich ein Elefant draufgesetzt hat, von DPD mit DHL zurücksenden lassen wollte… Davor war ein Herr, welcher ein Paket für seine Enkelin in Albanien vermisst… Dann jemand der sein Postbankkonto plünderte und der Geldscheinauswurfautomat warum auch immer ein 100er statt zwei weitere 50er im dicken Bündel 50er auswarf. Die Schlange hinter mir füllte sich, und der direkt hinter mir stehende war erleichtert, das ich meine Alukappenschuhrücksendung innerhalb 10 Sekunden erledigte…
    Dafür stand ich gefühlte 30 Minuten an… In der Firma kommt der DHL Affe und wirft die Rücksendungen einfach in Wagen und gut… Was ist das für ein Aufwand für die Bürobesetzung?? Egal…

    Verdammt! Ich hab hier noch vorfrankierte DVD-Onlineauktionshändler-Pappumschläge liegen…

    Achja… Frohes Neues! 😉

  3. … jaaaah, aber ueblicherweise weeeesentlich gemuetlicher im Zehenraum diese Sicherheitsschuhe = ‚Birkenstock‘ der Arbeitsschuhe – mM; traumhaft.
    Habe solche in ‚mehr Eleganz‘ in Stiefelettenform zu einer mehrwoechigen OZ-Outback-Flugtour verpasst bekommen. Als ich mich noch wunderte, warum ausgerechnet auch hierzu (= Garten ist normal) so durchblickte ich die Beweggruende des Piloten denn sehr bald: die haeufigste Zeit war ich beschaefftigt mit der Bewachung der Motorhaube des blechernen groesseren Grasshoppers gegen die enormen Winde im Landesinnern – waehrend er selbst seine noetigen Kontrollen IM Motor haengend absolvierte.
    Mann war ich froh, dass ich die Haube auf den Metall-verstaerkten Kappen meiner Schuhe stellen konnte: man hat mehr Gefuehl, wo und wie sicher das Ding gegen den Wind steht; die Zehen bleiben heil und die ‚teure Muetze‘ wird nicht durch den Boden verkratzt.
    Kurioserweise trage ich bei sehr heissem Wetter, wo trotzdem ‚feste Schuhe‘ empfehlenswert sind, dann lieber Metallkappen-Sicherheitsschuhe. Seit ich DICH kenne, gefaellt mir deren ‚blond‘ noch besser 😉 😀

    …. uuuund duck und renn weg! 😀

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