a life less ordinary ?

the egghead diaries

Kriegsgebiet

5 Kommentare

War vorhin kurz draußen. Als es noch halbwegs hell war. Gestern Nacht war ja nicht viel zu sehen, außer dass wir angenommen haben dass dem Krawall nach vermutlich die Schlacht von Gettysburg nachgespielt wurde, verschwand alles andere im Pulverdampf. Der hatte sich vorhin allerdings verzogen. Und mir wurde klar, wir haben stattdessen eine Zeitreise zum 7.12.41 gemacht. Pearl Harbour. Die Straße ist komplett belegt mit Papierfetzen, ausgebrannten Raketen und verschmurgelten Pappkästen wo die Leuchtkugelbatterien drin waren.

Und auch gute 12 Stunden später stank es noch bestialisch nach Schwarzpulverrückständen. Hat hier irgendjemand gerade „Feinstaub“ gesagt ? Ketzer ! Steinigt ihn !

 

 

 

 

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5 Kommentare zu “Kriegsgebiet

  1. Bei uns hat die Bundeswehr mit Kampfpanzern bis 4 Uhr morgens Häuserkampf geübt. Zumindest hat sich das so angehört. Und gerade eben wurden mit Kampfpanzern noch mal die letzten Überlebenden erledigt. Hat sich zumindest so angehört.
    Ich weiß ja nicht was es mittlerweile beim Discounter umme Ecke zu kaufen gibt. Aber der klassische Chinaböller-D ist im Vergleich zu dem das was da letzte Nacht fünf Straßen weiter gezündet wurde ein Hasenfurz.

    Irgendwie bin ich froh das meine Straße so eine Art Schwäbische Enklave ist. Die haben hier nicht Kehrwoche, sondern Kehrminute. Heute morgen schon alles fein säuberlich weg geräumt.

    • Ich weiß auch nur, dass sie alle mit einem Arm voll Zeug dort raus gekommen sind … nie sieht man so viele Familienväter und sonstige Teilzeitpyromanen mit leicht debilem Grinsen an der Kasse stehen wie in den Tagen vor Silvester.

      Und ich hoffe ja immer das wäre Darwins letzter Trick, aber die Dinger scheinen wirklich vollkommen idiotensicher zu sein.

      • Nicht direkt idiotensicher. Die Jungs mit den rotlackierten Autos mit Discolicht sind bereits 7 Minuten nach Mitternacht mit voller Kapelle ausgerückt, deren Großgarage ist in Steinwurfweite. Da hat dann wohl jemand eine Zugangssprengung an Opas Rollator vorgenommen, ohne jenen vorher zu evakuieren.
        Aber um 00:38h wurde die kurzzeitige Stille der Nacht, die gerade mal 60 Sekunden vorher eingesetzt hatte, durch das Kratzen von Besenborsten auf Asphalt unterbrochen. Und dies weit ab von der schwäbischen Grenze.

        • Daraus lernen wir zweierlei:

          1) Die Franken sind Wildsäue. Einen Besen hat hier noch nie einer auch nur in die Hand genommen. Wir warten lieber drei Tage auf die Stadtreinigung.

          2) Die Franken sind scheinbar clever genug, weder sich noch den Oppa in die Luft zu jagen, und damit die wässrigen Sturmtruppen auf den Plan zu rufen.

          Nirgendwo scheint es wirklich perfekt zu sein.

  2. Recht hast’De: auch hier nicht!
    Eigentlich ist’s offiziell privat verboten – haelt sich nur niemand daran 😉
    Dann gab’s den naechsten Tag offiziell – in den TV-Nachrichten – sogar eine staedtische Beschwerde, dass die Besucher des Fitzroy-Gardens eine verheeeeerende Sauerei hinterlassen haetten

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