a life less ordinary ?

the egghead diaries


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Tag 17896

Hell week is over. 1.200 Kilometer, und auf dem Rückweg einen Türkenbomber gefahren.

Nervig war sie weil die mit einem Termin begann bei dem mich alle bekniet haben, bitte nur nicht ich selber zu sein. Was ich beherzigte, es nur in der Vorbesprechung war, und mir dafür den restlichen halben Tag lang verstohlen in die Hemdtasche gekotzt und sonst die Klappe gehalten habe. Und auf dem Rückweg die Flasche badischen Nierentreter beim Umräumen des Raumschiffs an der Tanke stehen lassen habe. Es war zwar an sich ein Versehen, andererseits war es gut denn ich weiß, dass mir der nicht schmeckt. Und ich hatte weder Korkenzieher bei der Hand, noch Salat zu Hause.

Sie endete mit einer Reise auf den Dodesstreif’n ™ zum Lieblingskunden, um ein Zombieprojekt nach 2009 und 2011 auch dieses Jahr erfolgreich besprochen zu haben. Ich habe mich geweigert zu wetten ob wir es dieses Jahr noch umsetzen … oder ob wir 2015 vielleicht erst noch mal drüber reden wollen. Habe dabei zu oft verloren. Aber dafür machen wir einen ganzen Haufen anderer Sachen. Und parallel dazu dann vermutlich noch das Zombieprojekt um die Tradition des Weihnachtswahnsinns aufrecht zu erhalten und ganz sicher zu stellen, dass ich frühestens am 23.12. gegen 23:30 Uhr von der Inbetriebnahme zurück ins Raumdock komme – wenn die Strassen frei sind.

Spannend war sie, weil die Tour nahezu ohne Voransage kam, und ich in fieberhafter Eile noch ein Hotelzimmer in der Burg organisieren musste … und das letzte verfügbare bekam.

Sehr angenehm war sie, weil ich heute beim Frühstück meinen ganz persönlichen Pirellikalender live erlebt habe. Denn die Groupies von Abt-Racing sind dort für’s DTM-Rennen am Wochenende abgestiegen. Und sowas ist wirklich eine angenehme Abwechslung zu den ganzen muffligen, unausgeschlafenen Vertretertypen in Kombis und karierten Hemden, die man sonst so beim Frühstück trifft. Und somit war die Frühstücksfee einmal nicht die schönste, weil einzige Frau im Raum.

Antrengend war sie, weil irgendwie zu viele Leute wissen, wenn ich in Richtung des Dodesstreif’ns ™ unterwegs bin. Und ich dann einen armlangen Einkaufszettel dabei habe. Die einen wollten ein halbes geräuchertes Schwein von einem örtlichen Metzger, der sie zu Tode kitzelt. Der nächste wollte einen Karton Pflaumenmus. Selbstredend wurden die einheimischen Lebkuchen bestellt, die für einen Franken der an der richtigen Quelle sitzt allerdings eher wie Eishockeypucks schmecken. Und dann waren da noch das Bordcase und der Buko (Beischlafutensilienkoffer), die ich im örtlichen Fachhandel zum Spezialpreis für blonde Schwiegermütterbesprecher schießen sollte.

Was dazu führte, dass ich in der gestrigen Sitzung – die passend in einer kleinen Kathedrale stattfand der nur noch ein Altar fehlt – in den Pausen intensiv mit Petrus um Regen verhandelt habe. Denn die Karre war so voll mit lauter Scheiss der mir nicht gehört, dass ich das Dach nicht hätte auf machen können. Und Petrus hatte ein Ohr für mich. Naja, eigentlich hatte er vier bis fünf Ohren für mich und wird dafür die nächsten drei Jahre keinen meiner Vorschläge mehr akzeptieren – aber so viel Regen wie er geschickt hat hätte ich jetzt gar nicht gebraucht. Vielleicht wollte er ganz sicher gehen, dass ich das Dach nicht auf mache.

Aber dafür habe ich mir auf meiner Einkaufstour an den letzten freien Finger noch ein Auerhahn Storm Light gehängt. Denn wenn man was sieht was einem gefällt, dann muss man es mit nehmen. Sollte man in nächster Zeit nichts von mir hören, dann hat die Feuerwehr beim Löschen den Router unter Wasser gesetzt.