a life less ordinary ?

the egghead diaries

Tag 17843.8

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Auch wenn ich seit weit über einem Jahrzehnt schon weiß (im Sinne von mehr als dunkel ahnen), was jetzt ganz groß durchs Dorf getrieben wird und ungeheure Überraschung allerorten verursacht, ich kann es auch heute noch nicht leiden, was GCHQ, NSA und die ganzen anderen Schlapphutkompanien mit unseren Daten treiben die sie nix angehen.

Ich habe keinen Tripper-Account … deswegen.

Ich habe keinen Fuckbook-Account … deswegen.

Ich lege meine Photos samt GPS-Infos und EXIF-Daten nicht bei Photohostern ab … deswegen.

Ich benutze keine Dienste der allwissenden Müllhalde … ausser maps weil es einfach ungeschlagen ist … deswegen.

Ich kippe Cookies regelmässig ab, schalte Browserhistorien, Webbugs und Scripte per default ab … deswegen.

Ich benutze keine Cloud-Dienste um meine Daten irgendwo hinzulegen, wo ich von überall aus dran komme … und jeder andere auch … deswegen.

Ich bin nirgendwo mit echten Daten angemeldet, es sei denn es muss absolut sein … deswegen.

Meine mails der letztem 100 Jahre bleiben nicht auf IMAP-Servern irgendwelcher Hoster liegen … deswegen.

 

Bin ich dadurch „sicherer“ ?  Sicherer wovor genau ? Davor, dass man mehr als ein paar Minuten braucht um daraus zu ermitteln wer ich bin ? Sicherlich. Davor dass man nicht so schnell erfährt, wann ich zum letzten Mal neue  Socken gekauft habe ? Eher nicht. Sicher vor gezielten Versuchen es rauszufinden ? Garantiert nicht.

Und ich bin auch faul. Ich will nicht ein Dutzend einzelner Überweisungen im Monat an Amazon machen. Oder mit einem Sack Münzen zur Bank gehen um die Telefonrechnung zu bezahlen, damit die Telekomiker nur nicht erfahren wie meine Kontonummer ist – schlimm genug, dass sie meine Telefonnummer haben.

Sicherheit ist immer eine Gleichung Aufwand/Komfort gegen Zeit/Nutzen. Sicherheit hat auch keine Bedeutung an sich, es ist ein Gattungsbegriff, immer gekoppelt mit einem „wovor“. Und all dies wäre auch nicht anders, würde nicht die Hälfte der Dienste im Ausland liegen, sondern allesamt in der guten alten und ein bisschen verschnarchten Wunderrepublik. Speziell diesen Unterschied der Ländergrenzen zu machen ist mehr als blauäugig, das müsste nun langsam auch dem Letzten klar geworden sein. Solange einer auf Daten Zugriff und keine Bedenken hat ihn zu nutzen, haben ihn alle.

 

Was ich oben tue, kostet mich einerseits keinen fühlbaren Aufwand. Es ist zwar weit mehr als die Masse tut, aber ich bin ein nerd, der mit dem ganzen Kladderadatsch ohnehin auf Du und Du ist – die ambitionierte Hausfrau würde daran schon verzweifeln. Als solcher weiß ich aber auch, dass der ganze obige gut gemeinte Mist mir im Zweifelsfall vergleichsweise wenig Zeit kauft – es den Schlapphüten also bestenfalls nicht gerade auf dem Silbertablett präsentiert – mich andererseits aber keineswegs in irgendeiner Form unter dem Radar fliegen läßt. Sie müssen es aber wenigstens wissen wollen, nicht es zufällig finden während sie eigentlich etwas völlig anderes suchen. Das ist das Beste was man damit erreichen kann. Alles andere würde viel mehr Aufwand bedeuten.

Dass sie es überhaupt wissen wollen amüsiert mich an sich mehr als dass es mich grossartig stört – und in der leicht kindlichen Naivität des nerds habe ich für sie ein Schmankerl von 8 Terabyte gecrypteter Platte hier liegen, das wirklich hochverschlüsselt ist und in dem sie dann neben Geschäftsdaten sogar sehen würden, wo ich zum letzten mal Kondome gekauft habe, welche meine Lieblingsschmuddelseiten sind, und wie mein Rezept für den Bring-Sie-mit-einem Glas-in-die-Waagrechte-Longdrink geht.  Nachdem sie ein Gigawatt Strom für ihr Rechenzentrum gebraucht haben um es zu decrypten. Dass sie es nicht könnten wenn sie wirklich wollten halte ich hingegen für einen Trugschluß.

Nun reden alle wie gedopt davon, seine mails zu verschlüsseln. Tja. Zu Zeiten, wo EMails die einzigen Daten waren die man aktiv woanders hin verschickt hat war das eine ganz prima Idee. Nur dass das 15 Jahre her ist. Oben schon stehen bereits acht andere Baustellen wo wir ggf. Daten hinterlassen – die meisten davon freiwillig – und mindestens ein Dutzend Weitere aus den Bereichen Shopping, Banking, SSL, VPN etc. habe ich absichtlich weggelassen.

Und dazu kommen dann die EMails. So als Baustelle 21 oder 22. Sie zu verschlüsseln und alles andere zu machen wie immer ist also ungefähr so nützlich, wie bei Regen genau einen Ziegel aufs Dach zu legen und den Rest offen zu lassen.

Trotzdem ging ich nun zwei Wochen mit einem Wochenendprojekt schwanger, denn niemand sagt, dass man die Naivität anderer nicht zu seinem Vorteil nutzen können sollte. Und habe nebenher eine case study gemacht, um mails in Outlook via PGP zu verschlüsseln. Ohne sich dabei die Haxn zu brechen oder studiert haben zu müssen. Alles brav als open source, um auch die Paranoiden ins Boot zu holen … ich traue mir ja schließlich auch nicht, wenn ich mir begegne.

GPG nehmen, ein Outlook-AddIn drumrum bauen … klingt schon auf dem Papier nach einem sturzlangweiligen Wochenende wenn wieder Scheisswetter ist.

Ist aber absolut machbar. Ist sogar vergleichsweise simpel. Wieso es das nicht gibt und OL2010 erst seit wenigen Tagen wenigstens bruchstückhaft von GPG nativ unterstützt wird, ist mir schleierhaft.

 

Ich habe mich dennoch dagegen entschieden.

Nicht, weil die Software GPG4WIN schlecht wäre oder man ihr nicht trauen könnte. Sie ist sehr nerdlastig, und für die ambitionierte Hausfrau kaum zu durchsteigen, aber das kann man ja durch ein AddIn ein wenig abfedern, sie tut was sie soll und man kann in den Sourcen nachschauen wo evtl. die Löcher sind, wenn man denn will. Auch nicht, weil Windows als Solches ein Schweizer Käse wäre bei dem es sich sowieso nicht lohnte auch nur ein Loch zu stopfen. Oder weil MSFT-Compiler bestimmt heimlich alles unverschlüsselt an guckmaldaeinneuespizzarezept@nsa.gov schickten. Oder weil in der elektronischen Telekomrechnug bestimmt der Bundestrojaner lauert. Ich gehöre nicht zu den paranoiden Naturen.

Aber gestern sass ich dann neben einem Bekannten an seinem Notebook, das er mal wieder vermurkst hatte … und der mich fragte wie er denn seine mails verschlüsseln könne. Und während ich ein knappes halbes Dutzend Trojaner fand, offene Freigaben und Ports für die halbe Welt samt eines Spambots entdeckte, und ihm den Brotkasten mit den Worten „FDISK oder wegschmeissen, sorry aber Du bist zu dämlich für Computer“ wieder in die Hand drückte, da musste ich mir einfach eingestehen, dass ich keinen Ruhm ernten will. Und auch kein Geld, indem ich einen „Paypal – Spenden Sie hier fünf Euro an mich“ – Button rein packe, mit dem ich wiederum alles an „Geheimhaltung“ konterkariere, was ich an anderer Stelle angeblich unbedingt haben will. Und habe ihm nichts von meiner case study erzählt.

Sondern auf der Rückfahrt das Projekt eingestampft bevor es begonnen hat.

Denn in meinen Augen beginnt Sicherheit (vor bösen Buben mit Hut) weiter vorne. Viel weiter vorne. Und ich bin kein Dachdecker, der nur einen Ziegel verkauft und sagt „Chakka,  die 200 Quadratzentimer Dach sind ab jetzt dicht, fühl Dich gut und mach Dir über den Rest keinen Kopf.“. Solange 95% der Welt zu unbedarft ist um mehr als einen Punkt der obigen acht (von Cookies und dass sie wohl irgendwie böse sind hat inzwischen jeder irgendwas gehört) zu befolgen oder wenigstens um die Probleme zu wissen, solange sie nicht mehr als drei oder vie von den vielen ungenannten Punkten auch nur mal angedacht haben, solange macht das Verschlüsseln von mails für diese Leute einfach absolut keinen Sinn, sondern ist snake oil in seiner reinsten Form.

Soll das BSI meintwegen den Ruhm ernten, wenn es dann in acht Jahren eine erste Beta für PGP in Outlook 95 freigegeben haben wird, nachdem sie einen Arbeitskreis gegründet und drei Millionen in die Konzeption gesteckt haben.

Und ich habe ein Wochenende mehr Zeit für wichtigere Sachen.

 

13 Kommentare zu “Tag 17843.8

  1. … Du meinst ernsthaft, irgendwer hatte Illusionen bezueglich Sicherheit/Spy proof und dergl. ?
    Ich weiss nicht, ich neige da eher zur Meinung von ‚viiiele Hunde sind des Hasen Tod‘ oder ‚ueberfuettern‘.
    Im frueheren Osten hatten sie doch dann wohl auch irgendwann das Problem, dass sie meeehr Ueberwacher brauchten, als sie noch verbliebene kontrollierbeduerftige Schafherde hatten. Oder sehe ich das falsch. War auch wohl ein wenig wie im ‚Mr. & Mrs. Schmith‘ Film (?); kenne ich zwar nur aus Erzaehlungen, aber angegeblich wusste da wohl auch keiner vom Anderen = jeder war – genau ‚dadurch‘ – aber wenigstens wohl gut beschaeftigt.
    Denn: was macht/will man mit manchen Infos, bitte?
    Gegen sehr vieles ‚danach‘ bietet sogar – noch immer – die regulaere Rechtslage (von mitunter sogar den nur 10 Geboten auf der Moses-Tafel) einen gewissen Schutz. Meeehr Einsatz dafuer sehe ich allerdings und Identitaets-Probleme = wird’s wohl (auch) bald einfacher zu kaufen geben 😉

    Ansonsten: Deine vercrypteten Megabytes brauchst Du allerdings ohnehin jederzeit – ab einer gewissen Gehaltsklasse – um Deine Kondomkaeufe in privat oder dienstlich fuer das FA jederzeit belegen zu koennen. D.h.: schon jemand versucht ‚ENTcrypten‘ sooo gut zu ‚vergessen‘ und damit seine Daten noch besser zu schuetzen 😉 ?
    Gibt es sooo viele tolle ‚Castagirchens‘, dies trotzdem jederzeit wunschgemaess von den ‚Berechtigten‘ hinzukriegen (= sind ueblicherweise doch meist eher auf der sog. ‚Dunkelseite‘ vertreten 😉 )

    PS: funktioniert Drink-Rezept auch fuer Maenner? 😉
    Schieb‘ mal ‚rueber bitte !!! 😉

    • Die meisten haben noch nicht mal Illusionen darüber, so sieht es doch aus.

      Schau doch mal in die leeren Gesichter, wenn Du ihnen was von big data erzählst, von Bewegungsprofilen aus Navidaten und Bildern auf fuckbook. Oder von Trackern über websites hinweg. Oder oder oder.

      Ob die dann ihre mails verschlüsseln oder nach dem Ausdrucken ans schwarze Brett im Edeka hängen ist Jacke wie Hose. Wir haben eineinhalb verlorene Generationen bzgl. Grundlagenwissen, und erziehen grade die nächste Runde technischer Neandertaler.

      Und man sollte auch die zusätzliche Rechenlast nicht überschätzen die ein paar tausend neuer Leute den Schlapphüten machen wenn sie plötzlich jede hundertste mail verschlüsselt verschicken … mehr als jede hunderste wird es kaum sein, weil 99 von 100 Empfängern nicht mal raffen dass sie verschlüsselt ist, sondern sie für spam aus Asien halten und man sie ihnen dann doch wieder unverschlüsselt schicken muss…

      Die dienstlichen Kondomkäufe sind btw. IMMER unverschlüsselt. Die tapetenähnlichen Tankbelege werden hingegen schon beim Ausdruck in der Tanke so verschlüsselt, das man Tage braucht um alleine das Datum zu finden 😉

      Es gibt genug auf der guten Seite. Ich behaupte sogar die Besseren sitzen auf der guten Seite. Ihnen fehlt nur der manische Zwang etwas beweisen zu wollen.

      Ja, ich denke schon, zumindest liege ich dann auch immer flach, wenn er bei einer Frau funktioniert 😉

      • Tja, bezueglich ‚dieser Technik‘ – Du weisst: ich selbst bin ja ‚Gaertner‘ – sorry; selbst beste Nachhilfe wird mich da wohl nie ‚auf scratch‘ bringen – seufz.

        Kondom- und Benzin-Kaeufe: wohl ein wenig durcheinander gemixt die Dringlichkeit/Wertung?! Aber wenigstens nicht einmal Deine Schuld! 😀

        Was den ‚Magischen Drink‘ betrifft: her damit, bitte; wenn er sogar bei DIR (= gegen Dich 😉 !) hilft, dann gibt es nix besseres mehr auf dieser Welt !!! 😉 )))))
        Oder passt Du Dich dann nur ‚Balettmaessig/choreographisch‘ der Lage der Dame an bei ansonsten Vollfunktion ? 😉

        D.h., ich muss jetzt wirklich nur noch dessen wirklich sinnvolle Dosierung (mit Dir zu Studienzwecken hier eingesetzt 😉 ) herausbekommen um ihn wirklich guuut Bedarfs-/Zielorientiert anwenden zu koennen (= variiert schliesslich 😉 !
        Empfehle Rezept-Versand heimlich(er) = ‚hinterm Vorhang‘; wenn die ganzen in Deinem Post genannten Sicherheits- und Boesmaennchen-Agenturen dieses abbekommen ist das noch schlimm genug ….
        …. u/gemeinsamen Bloggerfreunde jedoch in Versuchung zu bringen …
        😀 😀 😀
        Wie heiss ist es denn noch bei Euch – immerhin zieht’s Dich ja wohl auch nicht gerade ins Bett. Versuch mal Badewanne (hat mehr kuehlende Speichermasse) und gegen Deinem Dickschaedel kann sowieso selbst die haerteste Wand mitunter nicht an; d.h., sie schreit und jammert zumindest nicht, wenn Du ihr umgekehrt weh tun solltest
        😉

        Iiiijaaa, MICH und meine Bosheit ist genau DAS, was Du gerade noch zu Deinem ‚Glueck‘ brauchst, oder?
        ABER – wenn’s auch nicht immer so aussieht: lytb!
        (Vielleicht findet Sathiya jetzt damit ‚Deine Rolle‘ leichter 😉 😀 )

  2. Ich hoffe ja immer, daß allein die schiere Masse der unwichtigen, belanglosen Informationen ausreicht, um einen genügend großen Heuhaufen zu bilden, aus dem sich das Heraussuchen einer einzigen Nadel nicht lohnt. Ansonsten versuche ich, nach einigen blauäugigen Offenheiten, so anonym wie möglich zu sein, zumindest für den Durchschnittsuser.

    Vor 15 Jahren schon war es möglich, daß mich ein Polizist, der mich nur vom nickname einer dating-Plattform kannte, auf meinem Privathandy anrufen und mich mit Klarnamen ansprechen konnte. Wie das möglich war, weiß ich bis heute nicht, da ich streng anonym war, keinen Klarnamen angegeben hatte, keine private mail-Adresse hinterlegt.
    Wer etwas rauskriegen will, der bekommt es auch raus. Dachdeckerprinzip. 😉
    Wozu also die mails verschlüsseln? Um es den ambitionierten Hausfrauen (TM) und Hausmännern(TM) nicht ganz so leicht zu machen, durchs elektronische Schlüsselloch zu gucken. 😉
    *
    Danke für die Tips. Ich werde meine online-Aktivitäten nochmals überprüfen und löschen, löschen, löschen… (sonst stehst Du demnächst vor meiner Haustür und zählst mir meine Fehler alle persönlich auf – und dazu ist es viel zu heiß! *g*)

    Das Drink-Rezept wurde mich auch interessieren. Hat es eventuell Ähnlichkeiten mit Long Island Tea und Zombie? 😀

    Lg, Sathiya

    (zum Thema Hitze: ein Freund schnappte sich ein paar Eisakkus, packte sie in einen Schal und setzte sich drauf. Sein Kommentar: er kühle sich damit seine CPU, das würde beim Denken helfen. 😉 ) !!!

    • Ersteres ist in meinen Augen ein Trugschluss der verkennt, wie leistungsfähig Technik heute ist. Das ist weder ein Wunder und auch kein Vorwurf – denn er dient der Beruhigung. Aber das „Fluten mit Müll“ ist kein Konzept, wenn ich die Müllhalde schneller durchsuchen kann als die anderen zusammen sie füllen können. Und das ist so. Man muss sich von dem Gedanken verabschieden, dass da nur ein paar gebündelte PCs stehen, die unter der Datenmenge stöhnen, wenn alle plötzlich beginnen drei Kochrezepte pro Tag auf die Reise zu schicken.

      Wir können heute Atombombenexplosionen äußerst genau auf einem Rechner simulieren. Wir können das komplette Weltwetter in einem recht kleinen Raster simulieren. Und die Technik dafür kostet nur ein paar Millionen – das sind peanuts in den Etats die da laufen. Mit Masse alleine erreicht man da überhaupt nichts.

      Anonymität ist das Stichwort. Nicht aus einer ungesunden Paranoia heraus. Sondern deshalb, damit es nicht übermäßig einfach ist, die ganzen einzelnen Fäden und Informationsbrocken miteinander zu verknüpfen die man hinterlässt. Sie gegen automatisierte Auswertungen mit dem groben Sieb (und da sitzt keine pickelige Gestalt und macht das per Hand!) bezüglich der eigenen Person resistenter zu machen.

      Was ein wenig hinderlich ist, ist die Tatsache, dass ein nachträgliches Beachten davon nicht schadet – potentiell aber auch nicht wirklich viel hilft. Denn bereits ermittelte Beziehungen sind bereits dauerhaft gespeichert und die Mühe sie in Beziehung zu setzen mit neuen, anderen Daten, ist gering – eine gewisse Ähnlichkeit als Anhaltspunkt bleibt meist erhalten, ob Positionen, Netzwerkrouten, Metadaten. Die heutige Diskussion hätte also vor mindestens 10 Jahren losbrechen müssen. Für die generation fuckbook hingegen ist der Zug eindeutig abgefahren.

      Hinzu kommt das fehlende Bewusstsein, WO wir überall WAS hinterlassen, gewollt oder ungewollt. Und WAS daraus alles ableitbar ist.

      Es gibt nicht nur die persönlichen Auswirkungen – aus einer Milliarde Buchungsdatensätzen kann ich vielleicht nicht zwingend schließen was Lieselotte Müller morgen kaufen/tun/wählen wird, aber ich kann binnen Sekunden Massentendenzen ermitteln und auf sie reagieren. Und das ist mindestens genau so heikel, weil es ein sich selbst steuernder Regelmechanismus ist, extrem aufwandsarm und nur abhängig von ein paar nerds und Mathematikern die hinter ihrem Pizzakarton überlegen was sinnvoll sein könnte auszuwerten. Und nur gesteuert von ihren Auftraggebern und deren Motiven, ob kaufmännischer Natur oder anderer. Viel heimtückischer und weit interessanter (weil nicht so viel aber wichtiger) sind daher all die Daten die wir unabsichtlich oder ignorant oder unwissentlich in Massen hinterlassen. Ich brauche z.B. nur das Fass „3,49 mit der EC-Karte bezahlen“ anzustechen damit jeder sich denken kann, was die ausgebende Bank aus all meine Zahlungen alles ermitteln kann – über mich perönlich aber auch über alle anderen … aber nicht nur die, denn diese Daten liegen nicht in einem Tresor, der nur zugänglich ist mit dem Schweißbrenner, sondern es führt eine armdicke Datenleitung rein und raus.

      Man sollte sich davon verabschieden in PCs zu denken und in den Daten zu denken die man selber verschickt oder eben nicht. Die sind sicher ein Teil des Problems und die Stelle, an der man am Ehesten noch mit wenig Aufwand etwas tun kann, allerdings auch mit dem wenigsten Nutzen. Und wofür man nicht mal besonders helle sein muss um sie zu erkennen. Aber sie sind mit Abstand die weniger wichtigeren.

      Ich wollte keine Tipps geben was man tun könnte/sollte/müsste. Ich sehe mich nicht als der Nachhilfelehrer der versucht, kurz vor der Mathe-Abiklausur dem Holzkopp das Bruchrechnen beizubiegen. Ich habe in 30 Sekunden 20 Stichworte hingeschrieben und die meisten davon wieder gelöscht, weil sie Erklärungsbedarf beinhalten. Viel wichtiger ist das Bewusstsein zu schärfen, WO überall, WAS überall. Und DASS damit mehr gemacht wird, als die Meisten sich auch nur vorstellen können.

      Die Ähnlichkeit des Drinks mit einem Zombie ist nicht von der Hand zu weisen – zumindest sehe ich am nächsten Morgen so aus, auch wenn sie ihn getrunken hat 😉

  3. Und wie oft werde ich ausgelacht, weil ich nur meine EC-Karte für Barabhebungen und eine Metro-Karte besitze. Kein Pay-Back, keine Rabattkarten, keine Kreditkarten. Wo es geht wird bar bezahlt, auch bei der Tanke. Ich bin ja Schizophren, heißt es da….

    • Als so was wird man nur bezeichnet, wenn der Menschenverstand des anderen zwar dafür ausreicht zu erkennen oder zumindest zu ahnen, dass er an sich etwas „falsch“ macht bzw. „unklug“ ist, aber nicht dafür, Konsequenzen zu ziehen – die könnten Aufwand bedeuten oder gar lästig oder unangenehm sein.

      Ich nehme mich da nicht mal aus: Ich selber komme ohne Kreditkarte z.B. nicht aus – bzw. es wäre enorm aufwändig für mich auf sie zu verzichten. Aber ich benutze sie wie jede andere Karte nur da wo ich beschließe, dass ich es „muss“.

      Für „freiwillige“ Karten wie den ganzen Rabatt- und Kundenkartenmüll hingegen gilt: Selbst wenn ich sie nicht verabscheuen würde und es mir nicht peinlich wäre für dreihundert Einkäufe von einer Tüte Milch die 301te angeblich umsonst zu bekommen und mich wie meine Oma zu fühlen die Rabattmarken in Heftchen gepappt hat – ich hätte überhaupt keinen Platz dafür in der Brieftasche, die ist so schon einem Ziegelstein viel zu ähnlich, obwohl ich täglich die Münzen raus räume 😉

      • …. ohnehin schon 10 Karten zuviel dann herumschleppend; sonst waerst Du nicht – wie ich – morgen ‚abgeordert‘ auf eine Fitness-Rad-Lieferung zu warten (= auf ‚Oma-Rabatt-Marken‘).
        Ausserdem: Urlaub fuer arbeitswuetigen Ehemann auch weiiit besser durchzusetzen mit dem Satz „Liebling, einige ‚Rabatt-Marken‘ verfallen sonst, wenn Du jetzt nicht bald irgendwann Deiner Firma beibringst, dass ….“ = und DIESE speziellen gebe ich NICHT aus meiner, nur mir unterstehenden Hand, obwohl auch diese in Baumarkt-Gutscheine (wie schon hunderte Andere derzeit) verwandelt werden koennten.
        Insges. ‚Beute‘ hieraus: 6 Europafluege (hin- und zurueck); jaehrlich mind. 1 woechige Urlaube ’nice style‘ (inkl. mitunter Heli-Ausfluege am jeweiligen Urlaubsort f. 2 Pers. u.ae.) und das Ganze fuer welchen ‚deren‘ Gegenwert ? Das ich NUR ans Tel. gehe, wenn ich lustig bin; Spass haben will und/oder die Anrufer evtl. anluege nach Strich und Faden?
        Ausserdem: GoeGa und sein Bruder bekommen am WE immmmer die wesentlich ‚bessere Skype-Line‘ zustande, WENN sie sich lachend kurz ueber die ‚terroristische Katze‘ des Bruders unterhalten oder das ‚B-Wort‘ einfliessen lassen = ergo: nichts sooo schlecht, dass es nicht auch noch Vorteile haette.
        Good luck mit meinen ‚Habits-Kontrollen‘; zu Strafzetteln (alle paar Jahre !) stehe ich; ASIC als EINZIGE jederzeit willkommen hier; wenn ein Polizist zu mir sagt ‚freeze‘, I’ll definitely will do so – I pay for this as a tax payer. NUR: WENN meine Daten zum Identitaets-Fraud,von DENEN ueber alle Haeuser verteilt werden, waehrend ICH selbst Vorsichtsmassnahmen noch und noecher auferlegt bekomme …. end of understanding!
        They’d better do the same – otherwise I’ll play footy with their heads for sure!

        ABER: Du hast zu einem gewissen Grade Recht!
        Habe z.B.heute schon jemanden mit den Auswirkungen ‚Deines 2-pin-Beseitigungs-Drinks‘ erlebt, obwohl Du ihn mir

        a) noch gar nicht per email geschickt hast
        b) auch per Blog noch nicht offen gelegt hast

        😉 – davon mehr spaeter.
        Ansonsten: der ‚Jeanny‘ ist aus der Flasche – little chance to get the stupid thing back in – seufz!

        • Alles verständlich. Man kann so denken. Was der Preis ist, fragst Du. Nun, er ist das, worüber wir heute reden. Kein Geld, sondern Durchsichtigkeit. Freiwillig gewährt.

          Ich kann akzeptieren, dass der geldwerte Vorteil genommen wird unter Preisgabe der persönlichen Daten. Den Effekt davon beginnen die Ersten allerdings erst sehr langsam jetzt zu begreifen. You wanted it, you got it. Früher nachzudenken hätte geholfen. Und auch abzuwägen, was wie viel wert ist.

          Ich will nicht auf dem moralischen Ross wahrgenommen werden weil ich sage „ich scheiße auf die kostenlose 301te Tüte Milch“, aber hierzulande musst Du sehr viel kaufen um auch nur den Gegenwert eines ziemlichen lumpigen jedoch teuer aussehenden Küchenmessers als „Rabattgeschenk“ zu bekommen oder mehr als einen hässlichen Alibirucksack oder eine Trinkflasche … bis zur Flugreise als Bonus oder vergleichbaren incentives musst Du hier den Laden leerkaufen. Zweimal. Innerhalb einer Woche.

          Und trotzdem rennen sie alle mit einem halben Quartett an Kundenkarten/Bonuskarten/Rabattkarten durch die Gegend und vollführen an jedem Stand einen strip tease ihrer persönlichen Daten bei Gewinnspielen.

          Es ist eine durchdachte, wohlbegründbare Abwägung zwischen persönlichem Vorteil, persönlichem Nachteil und dem Nachteil für die Allgemeinheit, die mich selber schon immer gegen diese Augenwischerei einnimmt. Dass man das für sich anders bewerteten kann ist normal. Nur sollten genau diese (in meinen Augen Kurzsichtigen) die eine andere Bewertung für sich finden, WEDER darüber jammern dass die Bösen ™ alles über sie wissen, NOCH darüber nachdenken eins von 20 offenstehenden Scheunentoren zu schließen, um sich besser fühlen zu können.

          Sondern sich endlich eingestehen dass sie – absichtlich oder unabsichtlich, aus Ignoranz oder aus Faulheit oder aus Gier – für einen Großteil des Problems verantwortlich sind.

          Das Rezept ? Really ? Das musst Du aus meinen kalten Händen zerren, oder aber eine Gigawattstunde Strom investieren 😉

  4. Ich nutze keine Payback-Karten, habe keine Kreditkarte, bezahle selten mit ec-Karte, bin nur sehr kontrolliert in Social Networks, und habe (zumal ich es nicht brauche) kein Handy. Aber ich kaufe hin und wieder online ein, nutze mein A…llebücher-Konto als Merkliste und lösche/vermeide nicht alle Browserspuren. Das ist nicht perfekt, klar.

    Aber sich selbst mit allen Möglichkeiten des Verzichts und der Inkaufnahme von Unbequemlichkeit unsichtbar zu machen kann auch nicht das wirkliche Ziel sein. Denn realistischerweise kann sich keiner ganz entziehen. Selbst wer keinen Internetzugang hat und mit freiwilligen Daten geizt, dessen Daten sind an vielen Stellen gespeichert. Behörden, Ärzte, Banken, Versicherungen, Reisebüros, Einzelhändler etc. Und alle kommunizieren mittlerweile digital. Der Hausarzt z.B. mit dem Facharzt, dem Labor, der Abrechnungstelle, der KV … Ja, natürlich sind diese Daten sensibel und werden entsprechend behandelt. Aber immer auch von jedem korrekt? Gerade unter (älteren) Ärzten sollen sich noch viele DAUs befinden, die gerade mal die Email-Grundfunktionen beherrschen. Ich bin sicher, dass viele sensible Daten, ob bei Behörden oder der Wirtschaft, auch ausgespäht werden könnten, wenn jemand es drauf anlegte.

    Man kann sogar Opfer von Datamining-Aktivitäten werden, ohne jemals freiwillig persönliche Daten heraus zu geben. Wer einfach im falschen Straßenzug wohnt, wo bei der Mehrzahl der Nachbarn der Gerichtsvollzieher ein und aus geht, hat u.U. Schwierigkeiten, einen Kredit zu bekommen, obwohl bei ihm selbst ansonsten die Voraussetzungen stimmen.

    Die allgemeine Digitalisierung und Datenvernetzung ist ein gewaltiger technologischer Sprung und hat schon entsprechend große gesellschaftliche Veränderungen nach sich gezogen. Das bedeutet auch, dass die alten Regeln nicht mehr passen und neu verhandelt und formuliert werden müssen. Genau da befinden wir uns jetzt. Wir können das Rad nicht zurückdrehen, zumal die neuen Möglichkeiten von Online-Handel bis Cloud viele Vorteile haben, also schauen wir nach vorne und überlegen uns kollektiv, wie wir mit der neuen Situation so umgehen, dass wir die Vorteile nutzen und die Gefahren bändigen.

    Vielleicht müssen wir auch unser Verständnis von Privatsphäre neu überdenken. Ganz früher, im Dorf oder der Kleinstadt, gab es wenig wirklich Privates. Irgendjemand erfuhr immer was, vieles konnte man alltäglich beobachten. Die meisten Leute kamen gut damit zurecht. In der Stadt wurde es anders. Man kennt nur noch, wen man kennen will, und das sind nicht notwendigerweise Leute im gleichen Viertel. Dadurch bekam der Einzelne überhaupt erst die Möglichkeit, sein Leben vor Einblicken abzuschotten. Anonym leben ist ein urbanes Konzept. Die digital-soziale Vernetzung bringt das Dörfliche vielleicht in anderer Art wieder zurück, und vielleicht ist das gar nicht so schlimm. Wir haben uns als Gesellschaft nur noch nicht richtig an den Gedanken gewöhnt.

    Aber wir müssen uns davor schützen, dass mit der neuen Datenflut Unfug getrieben wird. Mit Gesetzen, die Unternehmen in die Schranken weisen, damit das Verhältnis zwischen Anbietern und Verbrauchern nicht durch Datenauswertungstechniken in Schieflage gerät, und mit weiteren Gesetzen und ggfs. neuen demokratischen Prozessen, die uns Bürger vor einer neuen Übermacht des Staates schützen. All das ist eine Herkules-Aufgabe, und sie wird nicht in ein paar Jahren geleistet sein. Ich hoffe darauf, dass Ihr Informatiker als die Eingeweihten nicht nur über die Gefahren philosophiert, sondern Euch zusammen mit den Juristen clevere Lösungen einfallen lasst.

    In der Zwischenzeit ist es sicher sinnvoll, mit persönlichen Daten vorsichtig umzugehen, aber es ist nicht nur Naivität, wenn man es nicht tut. Wessen Freundeskreis sich, wie bei vielen Jugendlichen, ausschließlich auf fbuck tummelt, der macht sich schnell zum Außenseiter, wenn er nicht dabei ist. Und in gewisser Weise hat Sathiya mit dem Heuhaufen-Bild recht: zwar nicht, dass man die Einzelinformation nicht mehr finden könnte, wenn die Datenflut groß ist, aber dass eine Information unter sehr vielen ähnlichen keinen großen Abgrenzungswert mehr hat. Wenn es von fast allen ein „besoffenes“ Bild im Netz gibt, kennzeichnet das eine den Abgebildeten weit weniger als lockeren Gesellen als wenn es nur ein paar wenige dieser Bilder gäbe.

    Und wieder ein paar Meinungen ins Netz geschrieben 😉 …

    Viele Grüße
    Ursula

    • Ich bin vollkommen bei Dir – vollkommener Verzicht ist weder eine Lösung noch eine gute Taktik.

      Geiz ist ein schöner Begriff in diesem Zusammenhang, er beschreibt genau was ich fordere.

      Wo ich nicht so recht konform gehen will ist bei der Privatsphäre und einer Änderung der Sichtweise auf sie:

      Auf der einen Seite klar, jeder ist ein gutes Stück selber dafür verantwortlich ob er eine digitale Privatsphäre hat oder nicht. Über die ohnehin unverzichtbaren Daten bei Ärzten, Banken, Ämtern etc. und ihre Berechtigung und Notwendigkeit brauchen wir nicht ernsthaft zu reden – wir wollen nicht in die Steinzeit zurück. Lebe ich mein Leben darüber hinaus jedoch freiwillig in fuckbook und auf dem handy, habe ich eben irgendwann keine mehr – with all due respect sir, BYAAI kann ich dazu nur sagen.

      Denn auf der anderen Seite ist die Privatsphäre eine ungeheure zivilisatorische Errungenschaft die die meisten für sich erst dann zu schätzen lernen und sich verwundert den Kopf kratzen, wenn sie fast weg ist. Wie jetzt, wo die Bösen ™ das auswerten, was sie in den meisten Fällen freiwillig rausgeben. Wir wollen aber nicht zur Scholle und der zugehörigen Dorfgemeinschaft zurück – die Brücken dorthin haben wir dem grossen Kürbis sei’s gedankt alle längst abgebrannt und abgerissen.

      Unser Verhältnis zu ihr überdenken müssen wir in meinen Augen daher nicht – sondern ihren Wert endlich erkennen unds respektieren. Der aber erst mit gewaltiger Zeitverzögerung eintritt – genau so schleichend wie man sie ggf. aufgegeben hat. Und der nicht materiell oder bezifferbar ist, was es noch viel schwerer macht sie nicht aus dem Blick zu verlieren.

      Uns nerds ins Boot zu holen oder sich zu diesem Zweck auf uns zu verlassen ist ein zweischneidiges Schwert, in meinen Augen an sich eine schon vor dem Beginn verlorene Schlacht: Ich erwarte auch nicht vom Wissenschaftler die Bombe nicht zu bauen sondern das Konzept dafür bitte in der Schublade zu lassen.
      Wir sind Handwerker und funktionieren nach dem Motto jedes guten Handwerkers: „Geht nicht gibt’s nicht, wirf genügend Scheine ein und stell mir genügend Indianer an die Seite und es WIRD gehen.“ Und einer wird sich auch immer finden der es tut. Auch wenn nerds im Vergleich zu Gebrauchtwagenhändlern, Stuckateuren und Kosmetikerinnen eine recht hohe Ethik haben – wir als Gruppe bestehen aus Primadonnen, 5 Journalisten aus 6 Ländern mit 7 Meinungen.

      Die politische Achse ist aber noch weniger als Anker geeignet … sie ist mindestens Nutzniesser, in viel zu vielen Fällen aber Auftraggeber des Schindluders das getrieben wird. Die Hoffnung dass von dort etwas kommt hatte ich niemals – auch wenn einzelne Gesichter immer mal wieder aufhorchen lassen, sie gehen unter in dem Sumpf.

      Dehalb ist „irgendwer muss da mal was machen“ hier keine Option – hier ist der Einzelne gefordert. Nicht zu blindem Aktionismus, dem Verschlüsseln von Kochrezepten, sondern zu einem Aha-Moment, einem bewussten Befassen mit der – zugegebenermaßen staubtrockenen – Materie und dem Erkennen, dass die vielen einzelnen unwichtigen Tropfen letzten Endes doch ein Meer ergeben.

      Abgrenzung geht in Richtung des Erkennens des Einzelnen. Wie ich weiter oben schon geschrieben habe ist das nur eine Seite der Medaille, wobei Tendenz, Trend und forecast auf Massendaten jedoch das eigentliche next big thing ist.

      Mach‘ Dir keine Sorgen, wir sind hier im Heim für Schwererziehbare und dem Hort der langen Sätze – und haben somit sowieso schon drei Kreuze neben unseren Namen und eine Wanze im Toaster 😉

      • Weisst Du, es gibt eben auch schon mal den Versuch beim Kauf von Schuhen wegen…..?… des Kunden Geburtsdatum zu erfragen.
        Da kommt dann schon ein fragendes „Wozu ist das Geb.-Datum hierzu noetig“ (ist: abgelehnt) Oder die Tel.-Survey, die da ankommt mit dem Startsatz „sie machten vor einiger Zeit eine Survey mit uns ….“ Antwort: „surely never did, since I tend not to do the like“ (ist: abgelehnt)
        Dann noch fortfahren nach vorgenannter Abfuhr gemaess „whilst I have you already on the phone, I’d love to ask you …“
        Antwort „yea, but I’d prefer to rather quit the phone call now.“ (ist: Ende)

        Oder: „I’d love to speak to the owner of the house, please“
        Antwort: „you want to talk to my real estate agent first to get him?“
        Frage „You’re NOT the owner of the house?“
        Antwort „who said so?“ Frager’s Antwort „ahem, oeh, good bye “

        ‚Bestest‘ sind – natuerlich – Bankangelegenheiten in Call-Centers …
        = GRRRRR eat!
        (Diese Daten, wenn – wieder eine Bank – diesbezueglich im TV ‚beruehmt‘ wird, schreibe ich mir immmmer gerne auf! … und ‚warte‘!
        …. und KANN’s meist auch gut ‚ERwarten‘ = den ersten Miss-Use!

        Ausserdem haben wir den Spass, dass verschiedene Geburtsdaten von uns ‚unterwegs‘ sind. Je nachdem welche wieder mal irgendwann von irgendwo zurrueckkommt, kriegt da mitunter auch schon mal eine Firma eine Anfrage bezueglich ihres ‚Privacy-Versprechens‘, welches sie ja wohl NICHT gehalten haben, oder? Antwort(en): oehm, aeh (zum law suit offer)
        Aber: Im ‚Ostern, Karton-Schmeisser-Laden‘: beim Umraeumen deren ‚Filing-System‘ fuer mich als Kunde derart veraendert, dass ich – bei aaaller Logik zugrundelegend das gesuchte Kosmetikprodukt nicht mehr in auch nur annaehernder Naehe aaaller hierzu passenden Produkte finden kann.
        Also: G. steht leise fluchend; schulterzuckend und mit Sicherheit ‚boese schauend‘ vor den Regalen. Was passiert? Halben Weges in einen anderen Flur eilt mir ein verwirrter Zweigstellenleiter (= Kartonschmeisser) entgegen und fraegt mich, ‚waaaas ich denn so vehement gesucht haette‘ = Herzeleid ausschuettend; geklaert, wo nun warum und dann noch meine boshafte Frage „DUUU sitzt vor dieser daemlichen Sec.-Camera?“ Antwort (in ‚Tomato-Farbe‘): „Yes, quite often.“
        Grinsend zurueck: „Kusshand in der Zukunft fuer Dich via Camera?“
        Antwort, grinsend „even the colleagues might like this“
        Apropos Sec.-Camera’s: Melbourne ist gerade dabei vermehrt Sec.-Cameras auf oeffentlich Strassen zu bringen, nachdem erst vor wenigen Wochen ein Mord an einer beliebten Radio-Moderatorin durch eine solche aufgeklaert werden konnte. D.h.: freiwillige ‚Glaesernheit‘, weil …

        Ne, wo ich furchtbar wuetend werde, wenn z.B. Bank- und/oder Aerzte-Daten irgendwo ‚literally‘ ‚auf der Strasse‘ auftauchen, WEIL die Entsorgung dort ’normal‘ haushaltsmaessig per Muelltonne/durch die abendliche Putzfrau ….. = Ihr koennt Euch schon denken!
        Waehrend man selbst ‚dies dies und jenes beweisen und belegen muss‘ und – logisch – haftbar gemacht wird.
        Wenn man bei Pass-Anwendungs-Sit. die Formulare ausfuellt, die Namenskaestchens nicht ausreichen und DANN noch als Terrorist zum Chef gezerrt wird, weil ‚die Dokumentation 1 nicht mit Dokumentation 2 uebereinstimmte!‘
        … und sich bei Dir hier auf Blog ‚herumtreiben‘ ist vermutlich wirklich rufschaedigender als wenn ich klammheimlich mit Dir geschlafen haette!!! Grrrr eat ! (= wie beim Petting in verkehrter Reihenfolge und man wird schwanger, obwohl man den schoenen Teil dazu gar nicht geniessen konnte/durfte – seufz mit 😉 )

        PS: meine Wanze heute wieder – ganz regulaer – getoastet! 😉

  5. Pingback: Tag 17851 | a life less ordinary ?

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