a life less ordinary ?

the egghead diaries


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Tag 17794

Die Darts bleiben verschwunden. Das ist ganz gut so, denn die Märkte werden scheinbar etwas nervöser. Vielleicht testet man momentan ob ein schlechter Tag schon dazu ausreicht, dass die Herde durchgeht und die Aktien waschkörbeweise auf den Tresen stellt. Dem ist noch nicht so, aber die Schwankungsbreite nimmt gefühlt zu.

Drum habe ich beschlossen, in nächster Zeit besser mal ein wenig öfter drauf zu schauen:

MunichRe – die grosse Giess-den-Garten-Aktion von Petrus hilft ihnen wohl nicht wirklich: + 7,4%

Nestle – naja, Schweizer halt: – 1,8%

Dt. Post: – Huch, sie bewegen sich ja doch: + 12,5%

ProSiebenSat1Media – Ich habe mich dazu entschlossen, sie jetzt doch zu mögen: + 40,5%

Talanx – Ich habe mir inzwischen wenigstens aufgeschrieben was sie machen, das ist doch was: + 15,5%

Lufthansa – Meine Saftschubbsen könnte ich den ganzen Tag knuddeln: + 48,5%

Die Dividenden sind – mit Ausnahme der Gameshowfritzen die wohl noch irgendwann kommen, und der Saftschubbsen die heuer ja nicht wollen – bereits gezahlt.

Hinweis laut §34b WpHG: Der Autor ist in den entsprechenden Wertpapieren derzeit investiert. Es liegt daher ein Interessenkonflikt vor. Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar – sondern ausschließlich zum Suchen und Werfen, oder Verbummeln von Darts. Der Kauf von Wertpapieren jeder Art kann darüberhinaus zu Magengeschwüren, Fußpilz, Blähungen und plötzlicher Hinwendung zum Glauben führen. Informieren Sie sich daher umfassend und fragen Sie vorher vielleicht Ihren Arzt, Apotheker, Friseur oder Bankberater – wem immer Sie am meisten vertrauen. Nur nicht mich, denn ich habe keine blasse Ahnung was ich da tue.

Edit 06.06.2013: MunichRe ist rausgeflogen. Haben mir nicht mehr gefallen.


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Tag 17993

Natürlich bedauere ich die armen Schweine, denen grade der erste Stock vollläuft, während sie im Keller bereits eine Karpfenzucht, und im Erdgeschoss ein Aquarium haben. Wobei man natürlich schon fragen dürfen sollte, wieso man ausgerechnet da sein Haus hin stellt, wo es nur zwei Meter über dem Pegel des nahe gelegenen Baches oder Flusses liegt. Es sind nämlich nicht nur alte Sandsteinkästen aus dem 16ten Jahrhundert, die zum wiederholten Mal nasse Füsse bekommen – man sieht in den Bildern erstaunlich viele Neubauten.

Aber davon abgesehen: bin ich der Einzige, dem sich beim Begriff „Jahrhunderthochwasser“ die Nackenhaare aufstellen ? Sicher, ein Jahrhunderthochwasser zeichnet sich dadurch aus, dass es den Mittelwert der Hochwässer letzten 100 Jahr übersteigt. Das ist die mathematische Definition, Statistik halt, kann ich mich ausbildungsbedingt auch mit anfreuden.

In der Praxis wiederum so gar nicht. Im Gegenteil, es schmeckt arg nach dem typischen Alarmismus, alles sei super-, mega-, hyper-. Denn das letzte „Jahrhunderthochwasser“ hatten wir ja erst vor grob 10 Jahren. Und wenn über eine bestimmte Zeit jedes Jahr das Hochwasser einen Zentimeter höher als das vorherige wäre, dann hätte man irgendwann jedes Jahr ein „Jahrhunderthochwasser“. Der Mathematiker nickt und sagt „naja, stimmt doch nach der Definition“. Aber in meinen Augen ist es trotzdem eher verwirrend als hilfreich.

 

Und jetzt schnappe ich mir mein Paddelboot und schaue nach, ob die Twittermeldungsvorlesergilde der Newssender, die heute die Arschkarte haben und bis zu den Knien irgendwo im matschigen Wasser rumstehen um zu berichten, vielleicht nahe genug am Ufer steht um ihnen einen ganz dezenten Schubs zu geben, damit sie hoffentlich bis ins schwarze Meer spült werden.

 


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Tag 17992

Es ist natürlich ein wenig undankbar, wenn eine Woche nach dem CL-Finale, und 24 Stunden nach dem DFB-Pokalfinale, in den Staaten eine drittklassige Truppe von Jogi-Bären gegen drittklassige Amis antreten muss. Womit man aber so gar nicht rechnen konnte war der fulminante Unterhaltungswert der ersten Halbzeit.

Als ich noch mit einem halben Auge hinsah dachte ich kurz, es wäre vielleicht Frauenfussball – zwar prinzipiell ähnlich wie das was man kennt, aber dann doch irgendwie ganz anders. Dann aber sah ich, dass sie alle zu wenig … naja … Dinger im Hemd haben.

Dann dachte ich kurz, die Schwarz-Weissen wären bestimmt Jogis Kinderriegel, weil sie nicht ganz so D-Jugend-mässig wie die anderen zu acht um den Ball rumstehen.

Kurz drauf stand es aber 1 zu 0, und ich musste lernen, dass wohl doch der grüne Hühnerhaufen unsere Buben sein müssen.

Ganz sicher war ich mir dann aber bei der Slapstickeinlage des deutschen Keepers. Ich weiß nicht genau wie er heisst, und ich weiß auch nicht, welche Sportart er sonst betreibt – vielleicht ist es Angeln oder Seiltanzen – Fussball kann es nicht sein, das fällt schwer zu glauben. Sicher, die Personaldecke ist natürlich eng, da muss man Verständnis haben, aber selbst die Torwartlegende vom 1.FC Süderbrarup wäre da noch eine bessere Wahl gewesen.

Und nahm ich bisher an, die drei hier wären kaum zu toppen:

… musste ich lernen, dass das noch besser geht.

 

Die zweite Halbzeit verbringe ich lieber in der Badewanne, und glaube ganz fest an die „höggschde Gonsendradioon“. Aber mir tut der Bauch vom Lachen weh, ich kann nicht mehr hingucken.