a life less ordinary ?

the egghead diaries

Tag 17800

2 Kommentare

Ich packe meinen Koffer … raum und nehme diesmal mit: Alles – bis auf das natürlich, was ich wieder vergesse und vor Ort zum zweiten, dritten, achten Mal besorgen muss. Die Tasche von „Jaws“ wiegt trotzdem auch nach dem dritten Ausräumen, Ausmisten, und wieder Einräumen noch eine halbe Tonne – verdammte Netzteile. Die facility managerin hat das Bügelbrett durch den Boden geplättet und den Rest des Tages werde ich damit verbringen, die faltenfreien Kunstwerke in den Koffer zu stopfen ganz vorsichtig zusammenzulegen und zu verpacken.

An sich habe ich seit Wochen so überhaupt keine Lust auf diese Dienstreise. Telefonate, halbe Regenwälder an Papier, und alles nur für Status SUSFU. Aber ich brauche dringend Auslauf. Will andere Menschen sehen. Mit denen ich diskutieren kann. Von denen ich etwas lernen kann.

Gerade weil ich sie nicht besonders mag. Denn das ist der riesige Vorteil in der richtigen Welt: Wegrennen ist keine Option. Jedem wäre es peinlich das bockige Kind zu geben das seinen Willen nicht bekommen hat. Männer haben nicht die Option „Ich sage wie es gemacht wird, Punkt !„, Frauen haben nicht die Option „Sie sind anderer Meinung als ich ? Ich mag Sie nicht !„. Sondern man muss auch anschließend noch miteinander klar kommen. Und alle wissen das, weil sie erwachsen genug sind.

Ich wünschte mir es gäbe viel mehr davon. Wieso zum Teufel muss ich so oft durch die halbe Republik kutschen um ein Bündel davon zu finden.

 

There are no shortcuts in life. Unless you right-click and possibly find one in the context menu.

 

2 Kommentare zu “Tag 17800

  1. Come on: ermunterndes Haare-Verwuscheln (auch Du den Kamm nicht vergessen bitte 😉 !); mein Stuetz-/Hebe-Finger unter Dein Kinn; ermunternden Klapps auf den Hintern und die Versicherung, dass Du nicht vergessen wirst.
    Ausserdem koenntest Du viiiel Besseres unterwegs antreffen = motiviert Dich das nicht vielleicht zusaetzlich ein wenig?

    Kopf hoch, liebster Castagir – ist nicht fuer ewig.

    Gaaanz liebe Gruesse und aaalle ‚irischen Segen‘ auf Deinen Wegen,

    G.

    PS: wenigstens faltest DU Deine Hemden selbst und damit kommst Du nicht in die fatale Situation meines armen GoeGa’s: hatte einst – zwar lieb und suess gemeint, dass ich mir viiiiel zuuu viiiiel ‚fuss‘ um die Dinger machen wuerde (mit Beiklang von „bist Duuu liiieb bloed, Liebling‘) und bekam dann ganz kess die gebuegelten und gefalteten Hemden aus dem Koefferchen herausgenommen und stattdessen noch zu Buegelnde lapidar hineingestopft mit den Worten „Na dann, Schatz – have fun yourself, please!“

  2. Genau. 😉
    Wegrennen und das bockige Kind spielen – keine Option. Man sitzt ja im selben Boot, wo es irgendwann einfach zu eng wird für solche Spielchen. Was ein Glück, daß es doch noch ein paar erwachsene Menschen in diesem Land gibt…! Ich würde manchmal auch gern mehr davon treffen. 🙂

    Viel Vergnügen auf Deiner Dienstreise, ich hoffe, Du berichtest noch! (notfalls auch vom Mäuseklavier aus, unbedingt!)
    Lg, Sathiya

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