a life less ordinary ?

the egghead diaries

Tag 17715

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Morgens gegen vier im Raumdock. Der capt’n besabbert sein Kopfkissen und träumt von nackten Cocktailkellnerinnen, während er dank der Eiseskälte die aus dem offenen Schlafzimmerfenster hereindringt vollständig unter seine Decke verschwindet. Dieser Decke ist es auch geschuldet, dass er nur ein dumpfes *fump* hört, das ihn aus dem wohlverdienten Schlaf holt – nicht aber alles andere.

Messerscharf erkennt er nur wenige Minuten nach dem Einschalten des Gehirns, dass er abends noch die Küche verwüstet hatte, und irgendeiner der Töpfe oder Pfannen wohl der Schwerkraft gefolgt war und Newton einen Besuch abgestattet hatte. Als seine Faulheit und seine Neugierde dann endlich den Kampf ausgefochten haben steht er auf und tappt Richtung Küche.

Diese stellt sich dar wie sie es immer tut, einen Tag bevor die facility managerin eintrifft und klar Schiff macht: Ein bisschen wie Pearl Harbour nach dem Angriff. Aber auch auf den zweiten und dritten Blick sieht nichts besonders verwüstet aus – und es liegen auch keine Utensilien auf den Fliesen, die da nicht hingehören oder beim Kochen umhergespritzt waren.

Verwirrt öffnet er die ein oder andere Schranktür – vor vielen Jahren hatte sich einmal ein Boden eines Hängeschranks selbständig gemacht und seinen Inhalt einen Boden tiefer abgeladen. Auch das ist jedoch ohne Befund.

Verwirrt überlegt er, ob vielleicht die nackte Ckocktailkellnerin für das *fump* verantwortlich gewesen sein könnte und er vollkommen umsonst die Wanderung aufgenommen hatte. Er gelangt jedoch zu keinem schlüssigen Ergebnis und beschließt daher, das auf dem Weg liegende gekachelte Herrenzimmer zu besuchen, weil er eh grad in der Nähe ist.

Der erste Eindruck beim Öffnen der Tür ist der gleiche wie im Schlafzimmer – das Fenster ist offen, es ist saukalt. Dann macht er das Licht an. Und ist in Pearl Harbour. Das nun allerdings kurz oberhalb des Polarkreises liegt. Auf dem Neptun. Der kaltesten Stelle des Neptun um genau zu sein. An der es aber total gut riecht.

Der Weg zum Thron jedoch ist versperrt. Denn das wunderbare Klemmregal, das vom Boden zur Decke reicht, und das er als überlebenswichtig geschenkt bekommen hatte, und auf dessen gefühlt 20 Ablagen sich die Düfte der Galaxis aus zwei Jahrhunderten ein Stelldichein gaben, hat angesichts der Scheisskälte den Schwanz eingezogen und sich und seinen Inhalt im gekachtelten Herrenzimmer verteilt.

Während er das feststellt bohrt sich der Splitter einer geplatzten Armaniflasche behutsam durch seinen linken Fuss und dekoriert die Fliesen zusätzlich zu dem Duft noch mit einem völlig neuen Tupfen-Dekor.

Zu seinem Glück läßt die facility managerin wo sie geht und steht halbleere Küchenrollen rumstehen was einem die Möglichkeit eröffnet, in der ganzen Wohnung eine Küchenrolle in Griffweite zu haben. Er hat sich bislang immer gefragt wieso sie das tut. Nun weiß er es. Er muss ihr nur beibringen bitte volle Küchenrollen rumstehen zu lassen. Denn das Auftitschen von drei geplatzten Duftwässerchenflaschen in Tateinheit mit zwei geplatzen Duschgeltuben sorgt für eine derart monumentale Sauerei, dass man die nicht mit einer Handvoll Küchenkrepp erledigt.

Und Pflaster. Er muss ihr beibringen Pflaster rumliegen zu lassen.

25 Kommentare zu “Tag 17715

  1. Erstaunlich, dass es nur „fump“ gemacht hat. Ich hätte gedacht, dass so ein Regal ordentlich scheppert. Zumal Glas zu Bruch gegangen ist. Reiche mal ein Trösterchen rüber für den Fuß. Wenigstens war es eine Armani-Scherbe, man gönnt sich ja sonst nix! Übrigens würde mich noch die Haarfarbe der Cocktailkellnerin interessieren. Rein statistisch, versteht sich. Und sie hatte Cuba Libre auf dem Tablett, oder?

    • Sie hatte kein Tablett in den Händen 😉

      • Ich wollte nicht wissen, was sie in bzw. nicht in den Händen hatte, und ich wollte, weil ich eine anständige Fantasie habe, nicht Bauchladen schreiben ;-), sondern es ging um die Haarfarbe!! Sollte sie rothaarig mit (natürlich) großer, nein, noch größerer Oberweite sein, hat sie sich verlaufen. Sie wollte eigentlich zu Herrn MiM. Das bestätigt meine Vermutung, dass wahres Blond von innen kommt 😉
        Gute Nacht, Capt’n, ich wünsche Dir einen ruhigen Schlaf ohne böse Überraschungen!

        • Ich weiß auch nicht wieso, aber ich habe nicht auf ihre Haare geschaut. Irgendwas muss mich abgelenkt haben. Und ich kann Dir auch genausowenig sagen welche Augenfarbe sie hatte, welches Sternzeichen sie war, oder ob ihre Klamotten die auf dem Boden verstreut herumlagen zu ihr gepaßt oder ihr gestanden haben 😉

          Edit: Nach kurzem Nachdenken fiel mir allerdings noch ein Detail auf: Als sie noch stand hatte sie Beine bis zum Boden 😉

          • Das dauert aber mitunter auch nicht sehr lange!!! (das ‚fest auf dem Boden stehen‘, hey?)
            Zumindest, als ich vor knapp 30 Jahren (1. Runde OZ) einst einen Geburtstag hier zu feiern hatte und feststellen musste, dass die Familie in der Heimat tel. ausnahmsweise und unueblicherweise derart ‚Fuss‘ um den Tag absolvierte (plus meine OZ-Mutter mit der ersten wochenland seeehnsuechtigst erwarteten Camelien-Bluete (fuer mich!!!?) dass ich dem ‚damaligen Verlobten‘ anorderte „Kein Tel. mehr anfassen, bitte und jetzt bitte eine Runde stuermischer Gassi-Gehen“
            Auf dieser Gassi-Tour liefen wir ausgerechnet auch noch meinem sog. OZ-Bruder mit Anhang ueber den Weg, welche per Auto gerade meine Nachbarin/OZ-Adoptiv-Mutter besuchen wollten.
            Nachdem ich ‚verpetzt‘ wurde, wussten diese auch ueber meinen Geb. und sangen mir zu zweit freundestrahlend ‚happy …‘ entgegen.
            Verdrehte ich die Augen und wurde noch etwas gruener um die Nase als ich ohnehin schon war und schon kam die erwartungsvolle Frage vom weibl. Beifahrer, ob ich denn schwanger waere.
            Worauf von mir im Brustton der Ueberzeugung und wie aus der Pistole geschossen uebersetzt wurde „neee, unmoeglich; schwanger wird doch immer nur derjenige, der ‚unten‘ liegt, oder? Dieses Monat nicht mein ‚turn‘!!!!“
            Diese Dame ist heute noch sehr vorsichtig mit jedweder Frage an mich und der entsprechende Sohn (welchen mir seine Mutter mal ‚anbot’*)
            meint – noch immer: „gut, dass Dein Mann mutiger war als ich!“

            LG, G. ( sogar ‚besser blond‘ da schon ‚donkey-blond‘ 😉 :-D)

            *) von mir nur verwirrt und dankend abgelehnt mit dem Satz von „wo siehst Du zwischen meinem derzeitigen Verlobten und Deinem Sohn auch nur den geringsten Unterschied – ausser in der Optik und Deiner mehr Geld bei gleich doofen, demanding Job mit verflixter ‚white-collar-Bigotterie?“

    • …. 😉 hatte die Haende toootsicher mit was anderem beschaefftigt!!!
      Im Traum geht ‚das‘ schliesslich einfacher! 😉

      An den Blogbesitzer:
      Ja, mein Mitgefuehl fuer die Wunde und ja, das sind so die Nebenwirkungen von ‚Kevin allein daheim‘: Pflaster (notfalls einhaendig; mit der falschen ‚Arbeitshand‘ dann meist = logisch) zu finden, startklar zu kriegen und richtig auf die Wunde platzieren!
      Mein groesstes Mitgefuehl, oh unser Herr und Meister sowie die besten Genesungswuensche!

      Gleichzeit – wie ueblicherweise noetig, wenn frech gewesen:
      Khawuleza, G.! Sprich: OZ-Staubwolke, von einem deutschsprachigen Frechdachs mit afrikanischer, aeh, ‚Beschleunigungs-Formel‘ 😉

      Btw.: Gruesse und Dank AN ‚die Lehrkraft‘ FUER ‚die Lehrkraft‘ dieses ‚Blitz-Sprachkurses! 😉 😀

      • Danke für die Genesungswünsche. Der Patient ist wohlauf und konnte bereits heute wieder in Slippern durch den Schneematsch stapfen.

        Der große Vorteil davon, sich Parfümflaschenscherben in den Fuss zu stecken ist ja, dass die Wunde automatisch desinfiziert wird. Dass es ein klein wenig mehr brennt fällt dabei kaum weiter auf, wie ich erfahren habe.

        • Stimmt – richtig erkannt. Einziges moegliches Problem, welches ich selbst einst zu bewaeltigen hatte: winzig verbliebene Restsplitter in der ansonsten gut abheilenden Wunde – grrrr eat!!!!

          Passiert aufgrund von sofortiger Raeum-Aktion, nach einem Treffen mit dem vielleicht zukuenftigen OZ-Chef meines GoeGa’s in Muc.
          Da fand ich mich – wieder einmal = Maenner – in einer Ecke und wurde gefragt „bist Du FUER oder GEGEN mich, wenn ich Deinen Mann nach OZ haben will?!!“
          Ich konnte ihm dazu nur sagen „make him an offer he can’t refuse and things will probably run very smooth; it’s yourself being in your way!“

          Also: Glasbruch (Scherben einer gebrochenen Flasche ueber die Hand) und Doktor, wegen Naeharbeiten!

          Kurz danach dann von mir georderter OZ-Urlaub zum Checken von ‚will ich da wirklich wieder hin?‘
          Die Wunde heilte – nur ’sehr knapp in time‘ um in OZ-Klima als nicht dort Lebender keine zuuu grossen Infektionsgefahren zu bekommen. ABER: irgend eine kleine Ecke war immer ‚touch-empfindlich‘ und brach alle paar Tage wieder auf.
          Zurueck daheim dann Arzt besucht und verdaechtigt, dass da vielleicht noch was drinnen sein koennte. Arzt stimmte meinen Verdacht zu und lachte sich kringelig, als ich dann sagte „O.k., ich leg mich hin, Du kannst die Hand bearbeiten – ich bin NICHT da(bei)!“

          Also: Du weisst, worauf Du achten musst – viel Glueck!
          Wenigstens wirst Du heute dadurch wohl, aehem, etwas ‚geiziger‘ mit Deinen Sandalen sein und mir keine hinterher werfen, oder? 😉

  2. PS: Zeitschriften bitte besser in Zukunft in eine Art ‚Holz-Trage/Korb‘ auf dem Boden abstellen = man glaubt nicht, was da fuer ‚Gewicht‘ im Laufe von kuerzester Zeit auf kleinen Regalboeden sich anhaeuft (= it takes one to know one 😮 !)

    • Einen Tragekorb für Zeitschriften habe ich schon. Er hat Räder. Es paßt ein Kubikmeter hinein. Und Montags wird er abgeholt. Hierzulande nennen wir ihn liebevoll Altpapiercontainer 😉

  3. ooops – da seh‘ ich’s wieder: hinterster, finsterer Wald hier; sooo fortschrittlich bin ich mit meinem noch nicht! 😉
    Ausserdem kann ich Tran-Suse nicht so schnell lesen, wie das Ding ausgeleert wuerde!
    Halt‘ aber lieber mal ‚Die Wunde‘ im Auge; ich habe meine damals – da mich auch ausgerechnet auch noch teilweise in den hiesigen Tropen herumtreibend – nur mit Intensivst-Anwendung von Hyaluronsaeure ‚pure and natural‘ immer wieder nur ‚beruhigt‘ bekommen!!!
    (Augenroll)
    Immerhin hat man gewisses Basis-Wissen – auch wenn man damit sicher spaeter wieder einmal auf dem Scheiterhaufen mit den Kolleginnen landen wuerde! 😉

  4. An Frau ‚anstaendige Fantasie’/chat noir:
    Du mit Deiner jugendlichen Unwissenheit, die leider meiner Alters-Senilitaet nicht unaehnlich ist – seufz/Stress 😉

    OZ steht kurioser Weise fuer Australien; habe leider noch nicht herausbekommen warum, nehme aber an, dass es etwas mit dem Film ‚Wizard of Oz‘ zu tun hat. D.h., ‚Art Fabel-Land‘ (mM; gut, dass jetzt niemand mein ‚zustimmendes Gesicht‘ hier sieht ^..^ !!!)

    Nachdem ‚Down Under‘ wohl eher gelaeufig ist, gruesse ich Dich jetzt herzlich nach ‚Up There‘ und ich schleich‘ mich zum Bettfedern-Ball und Buuuhaee mal wieder ganz ordentlich, weil mir schon wieder eine Andere die Kurve beim Capt’n abgeschnitten hat.
    Mit Beinen bis zum Boden und Einer von der er ansonsten nix weiss; ergo: ich als Einzige sicherst ausgeschlossen; darum: auf welche von Euch passt die Beschreibung?

    Yours truly
    ‚better blond‘ 😉

  5. Junge, fang: c & c (coke & cokies) zur evtl. Miseren-Abschwaechung!
    (Fuss hochlagern; hilft gegen pochenden Schmerz)

  6. Wenigstens noch ein anderer, der auch genug Schwachsinn erlebt und ähnliches Glück besitzt… 😉
    Das muntert mich ein klein bisschen wieder auf… Die Tatsache, das ich morgen wieder arbeiten muss, und letzten Freitag wieder keine Millionen Euro aufs Konto geflossen sind, stampft die Aufmunterung allerdings sofort wieder in die Nähe des Erdkerns… Dort schmilzt sie und vermengt sich mit dem Eisen… Das könnte unser Magnetfeld beeinflussen… Und ich bin Schuld! Verdammt! Mir bleibt auch nix erspart…

    • @ MrElch:
      😀 (Salto schlagend): ABER Du lebst wenigstens noch!
      Moensch, Dein Blog muss ja schon ‚ausgefranst‘ sein, so oft wie ich dort schon um Lebenszeichen von Dir/Euch gesucht habe !!!!

      • Also mich würde ja interessieren, ob der Inhaber des Blogs noch lebt, ob er diesen Blog weiter betreibt oder ob er ihn der Allgemeinheit zum Austausch von Neuigkeiten zwischen Europa und Australien zur Verfügung gestellt hat.
        Schön, dass Mr. Elch aus seinem Raumschiff herüberwinkt!

        • Natürlich lebt er ! Er hat nur grade ein klitzekleines Zeitproblem und stellt den Kommentarbereich daher als Facebook light zur Verfügung 😉

        • 😉 …. UND ‚Frau Junghase‘, was soll der Neid, wo ich Dir doch auch immer so schoen viel Senf liefere? 😉

          • He, Du – was eierste mich schon wieder an? 😉

            • … ganz einfach: Du junger Spund scheinst den geringsten Respekt vorm Alter/mir Methusalixa zu haben und nachdem der Blogherr weder Politiker werden will, noch weitere Lehr-/Erziehungs-Aemter uebernehmen will, muss ich Dich wohl selbst ‚in Form buegeln‘, aeh, ‚eiern‘ (= wo werden die Dinger blos bei mir sein? Kopfkratz!) 😉

              Frage hier noch zusaetzlich (dann kann ich mir umschalten und ‚hinterm Vorhang‘ sparen und meinem eigenen ‚Nerdchen‘ bleiben die Finger unabgehackt, weil ich dann nicht noch zusaetzlich etwas brauche, was er tooodsicher wieder hinter meinem Ruecken iiiiirgendwie ‚verschlimm-bessert‘ hat = grrr eat! 😉 ): Bist Du selbst eigentlich schon ’schwul‘ genug geworden,mit der Musikliste oder vertraegst Du noch Nachschub? 😉

              Ausserdem: das ist wohl doch NICHT ‚aneiern‘ sondern eher ‚Liebeserklaerung Ndb.-Style‘ = bitte zur gefaelligen Kenntnisnahme und MERKEN 😉 😀
              … ich hau‘ sie Dir aber liebendgerne oefter mal um Deine suessen Ohren; bin ich riiiiesig grosszuegig mit sowas! 😉 😉

              PS: Aber danke fuer Mithilfe ‚u/Herrn und Meister‘ heraus zu locken; etwas durchrotiert (statt immer nur mich Haremsvorstand) vertraegt er das wohl besser 😀

  7. By the way: Schon gemerkt? Miracle Man hat seinen Blog geschlossen. Dies ist eine Nachricht ohne Bewertung.

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