a life less ordinary ?

the egghead diaries

Tag 17634.8

15 Kommentare

Mein Respekt vor den Chinesen steigert sich immer mehr.

Während wir es nicht mal schaffen, einen lumpigen Bahnhof sauber unter die Erde zu bringen, weil sich da die Juchtenkäfer paaren, bauen die Chinesen mal eben aus dem Stand eine Hochgeschwindigkeitsstrecke.

Die ist mit 2.300 km nicht nur fast so lang wie alle unsere sogenannten „Schnellfahrstrecken“ im Lande (rund 2.500km) zusammen, die wir seit den Kartoffelkriegen geplant, beklagt, dreimal verschoben  und dann irgendwann meterweise durch Menschenketten hindurch gebaut haben. (Ich glaube in diesem Satz schon sehe ich eins der vielen Probleme die wir hier haben, wer sowas „Schnellfahrstrecke“ nennt kann ja keinen Blumenpott gewinnen.)

Sie ist auch schneller. Während man hierzulande beschlossen hat „160 ist auch schnell, und wenn Autos bei 250 abgeregelt werden, dann Züge auch“, und am liebsten im Sinne der großen Gerechtigkeit noch beschlossen hätte „… und hey, Flugzeuge auch !“ wären diese nicht bei dem Rumgejuckele ständig kurz vor dem Absturz, legen die mal eben 300 km/h als Durchschnittsgeschwindigkeit (!) vor. Also inklusive der Stops an dem ein oder anderen Bahnhof unterwegs. Aber vielleicht werden sie nicht an jeder Milchkanne halten wie das hierzulande üblich ist, weil der Provinzbürgermeister sonst die Genehmigung für die Strecke bis zum Sanktnimmerleinstag in den Ausschüssen verschwinden läßt. Und dabei ist China nicht Norddeutschland, wo man von der Grenze bis zur Küste gucken und kilometerweise einfach Schienen in die brettebene Landschaft nageln kann.

Was mich daran fasziniert ist nicht alleine die technische Leistung. Schnelle Züge bauen können wir ja auch. Also theoretisch. Im Einzelfall vergeigt Siemens dann auch mal den Liefertermin für lächerliche 30 ICEs um über ein Jahr. Schnelle Züge bauen WOLLEN wir aber nicht. Weil <insert your favourite objections and worries here. Take your time. There are hundreds of them, whatever the topic is.>

Viel mehr überrascht mich der Charakter und der Wille. Die machen das einfach. Die letzte Generation die hierzulande etwas Bemerkenswertes geschafft hat war die, die den Krieg überlebt hatte. Ist 60 Jahre her. Und seitdem ? Aufmerksamkeitsindustrie, Freizeitpark, Betroffenheitstourismus, Umverteilung und Gleichmacherei um jeden Preis. Vielleicht war ja was im Tee der Alten, das wir schon kaum mehr was auf die Beine gestellt haben, außer vor 20 Jahren den Osten einzugemeinden. Ein wahres Ruhmesblatt, an dem wir heute noch herumdoktorn.

Oder die haben das genau so kommen sehen und uns absichtlich zu solchen Nieten erzogen, um es uns heimzuzahlen, während sie sich im Himmel die Bäuche halten vor Lachen. Und ganz bestimmt muß etwas in unserem eigenen Tee gewesen sein, weil unsere Nachfolger ja noch weniger können und noch betroffener sind als wir. Denn wir wären schon viel zu politisch korrekt um unseren Nachkommen boshaft etwas anderes als unser Bestes mitzugeben.

1950 war China aber ein einziger, riesengroßer Bauernhof. Keine zweimal zerbombte Industrie- und Kulturnation, deren verbliebene Einwohner zwar eine ziemlich schräge Vergangenheit, aber trotzdem was im Kopf hatten. Technisch auf dem Stand vom 1880. Mit 20 mal so vielen Einwohnern wie wir, und genauso unerschlossen als hätten die Briten und die Amerikaner sich ganz furchtbar verflogen und 44/45 versehentlich dort auch alles planiert. Sah zumindest recht ähnlich aus. Gehörte aber wohl so. Mit einer durchschnittlichen Bildung unter Grundschulniveau.

Aber irgendetwas Entscheidendes müssen die anders machen als wir. Besser als wir. Alleine die Leistung, in nicht mal drei Generationen von Bauern zu Knowhowführern in x Branchen zu werden – wir würden stattdessen für unsere Kinder und Enkel viel lieber bis aufs Blut kämpfen um Nachhilfezuschüsse, Kinderkrippen, Steuerbefreiung und verbilligte Monatskarten, damit wir und die Kleinen nur ja nicht in Schweiß geraten.

Und viel lieber egal welche Idee als absolut undurchführbar bezeichnen und in Talkshowrunden so lange diskutieren, bis das Thema auch dem Letzten zum Hals raushängt. Und wir es daher dann am liebsten gar nicht machen, egal was es ist. Oder doch machen, aber dafür wenigstens erstmal maximal verpfuschen.

Einen Flughafen in der Hauptstadt bauen? Können wir nicht. Einen Bahnhof in Stuttgart verbuddeln? Können wir auch nicht. Lächerliche 200.000 zusätzliche KiTa-Plätze bauen? Können wir schon gleich gar nicht. Einen Transrapid bauen ? Vor 30 Jahren eine acht Kilometer lange Testschleife von irgendwo nach nirgendwo. Bravo. Hochgeschwindigkeitsstrecke von 200 Kilometern Länge ? Nicht unter 15 Jahren. Mit acht Haltestellen. Und Geschwindigkeitsbegrenzung auf 160. Wegen der Juchtenkäfer, Ihr wisst schon. Stromtrassen bauen BEVOR die Windparks in der Nordsee anfangen Strom zu produzieren ? Wer käme denn auf so eine Idee, andersrum ist es doch viel schöner. Eine Elbphilharmonie in weniger als sechs Jahren ohne Budgetüberschreitung um das Fünffache (!) bauen ? Ist uns noch nicht mal peinlich, soetwas nicht zu können. Eine Expo ausrichten ? Eine Olympiade ? Bah, viel zu anstrengend. Wir ziehen unsere Kandidatur lieber zurück bevor wir am Ende noch gewinnen.

Die aber haben Vergleichbares geschafft, etliche Größenordnungen breiter, und in einem Drittel der Zeit. Und schaffen sowas weiter am laufenden Band, Monat für Monat. Wie zum Teufel machen die das?

Und warum weckt das nicht unseren Stolz nach dem Motto „hey, wir können sowas auch! Und jetzt nehmen wir alle gemeinsam mal den Daumen aus dem Hintern und sehen zu, etwas halbwegs Vergleichbares auch mal wieder gebacken zu bekommen! Im ersten Versuch!“ ? Ich möchte so gerne verstehen was zum Henker seit 60 Jahren in unserem Tee ist.

 

15 Kommentare zu “Tag 17634.8

  1. Du hast einen riesengroßen Denkfehler. Denn die Frage wie die Chinesen das machen, lässt sich ganz einfach beantworten: Indem ihnen alles (aber auch wirklich alles) scheissegal ist.
    Natur? Braucht kein Mensch. Umweltschutz? Kostet nur Geld & Zeit. Menschenrechte? Die sollen froh sein wenn sie was zu fressen haben.

    Ich habe selber etliche Jahrelang die Hinterlassenschaften unserer ach so ruhmreichen Kriegsgeneration weg geräumt. Und nicht nur der, sondern auch die von deren Kindern. Wir haben manchmal im Vollschutzanzug Gifte entsorgt die man jahrzehntelang unbekümmert irgendwo verbuddelt hat. Aus den Augen, aus den Sinn. Bis die Enkelkinder diesen merkwürdigen Hautausschlag bekamen, Leukämie kein seltener Einzellfall mehr war und Oma&Opa schon mit 59 keuchend Gevatter Tod in die Arme fielen obwohl sie sich doch sonst immer so gesund vom eigenen Obst&Geüse aus eigener Aufzucht ernährten.

    Klar gibt es mittlerweile bei jeden Bauvorhaben tausende von Bedenkenträger. Aber ein Blick nach Asse reicht aus um zu verstehen wieso sie solche Bedenken haben. Und bevor man noch einmal so sorglos Müll entsorgt der selbst in 1Millionen Jahren noch hochgiftig und absolut tödlich ist, sollte man sich vielleicht doch ein paar Jahre Gedanken darüber machen ob es so sinnvoll ist seinen Scheiss sorglos in irgend ein tiefes Loch zu kippen und zu hoffen das man ihn nie wieder sehen wird.

    Ich gehe davon aus das du anders denken würdest wenn du einmal am Rand von Garzweiler, also dem Loch was da jetzt ist, stehen würdest. Die Autobahn, die Straßen, Dörfer, Menschen. Alles was ich dort noch vor ein paar Jahren gesehen hatte, ist jetzt einfach weg. Und niemand wird es jemals wieder zurück bringen.
    Hey, was würdest du denn dazu sagen wenn man dir dein mühevoll gebautes Haus unterm Arsch weg enteignet nur damit irgend so ein Stromkonzern Braunkohle abbauen kann dessen Hinterlassenschaften noch deinen Urenkeln zu schaffen macht? Wahrscheinlich würdest du nicht vor Freude mit dem Schwanz wedeln.

    Vielleicht möchtest du dir aber auch ein Häuschen hier in der Gegend kaufen. Hier sacken noch heute ganze Stadtteile um 1-1,5 Meter ab. Die Schäden an den Häusern werden zwar entschädigt, doch wenn sich von jetzt auf gleich ein Tagesbruch vor deiner Haustür auftut der groß genug ist um ein komplettes Eigenheim zu verschlingen, wirst du es dir bestimmt noch mal anders überlegen.

    Falls dir diese Region, warum auch immer, nicht zusagt, in Düsseldorf und Frankfurt gibt es in der Nähe der Flughäfen saugünstige Häuser zu kaufen. Vielleicht was fürs Alter, wenn du kaum noch was hörst und die Ferienflieger beim Landeanflug im Minutentakt deinen Rollstuhl lustig vibrieren lassen, so das auch dein Herz kaum entscheiden kann ob es nun nur vor Freude hüpfen oder vor Schreck einen Kasper bekommen soll.

    Aber woher sollst du es auch besser wissen. Über das schöne Frankenland wacht die CSU und sorgt schon dafür das dort kein giftiger Abfall länger liegen bleibt als unbedingt nötig. Wenn man Castor-Transporte höchstens aus dem TV kennt und nicht weiß das dass Zwischenlager in dem tonnenweise hochradioaktive Stoffe lagern nichts weiter als eine Blechhütte ist, vergleichbar mit einer mittelpreisigen Gartenlaube aus dem Baumarkt, dann lässt es sich bestimmt ganz einfach so denken wie du es tust.
    Die CSU sorgt auch dafür das nicht mehr Autobahnen in die schöne bayrische Landschaft gefräst werden als unbedingt nötig. Das FJS ins Erdinger Moos geprügelt wurde, da wo weder Ein- noch Abflugschneise die Grundstückspreise der wohlhabenden Parteifreunde gefährden könnten.

    Die Chinesen bauten die Hochgeschwindigkeitsstrecke nur deswegen, weil sie kein Öl für Flugzeuge haben. Wenn sie Strom für ihre Züge brauchen, dann werden im Handumdrehen mal eben 10.000 Menschen zwangsumgesiedelt, irgend ein Fluss aufgestaut und ein Kraftwerk gebaut. Mit Risiken und Nebenwirkungen kann sich die Enkelgeneration abplagen. Und genau das wird sie tun müssen, so wie wir uns heute mit den Altlasten unserer Eltern und Großeltern beschäftigen dürfen.
    Genau genommen hinken die Chinesen uns also rund 30-50 Jahre hinterher. Schauen wir also in 20 oder 30 Jahren noch mal in den fernen Osten und entscheiden dann wer der Klügere war. Wir lahmarschige Bedenkenträger oder die rücksichtslosen Technokraten.

    • Ja, man kann da anderer Meinung sein als ich. Muss man fast, denn sonst wäre es hier nicht so, wie es eben ist, und wie ich es beschreibe.

      Nur: Ich rede – vielleicht mit Ausnahme von dem Bahnhof für Juchtenkäfer in Stuttgart – nicht von Projekten, die wegen irgendwelcher Maulwurfsschützer so teuer oder ganz verhindert werden. Oder die Umwelt mutwillig und wider bessres Wissen versauen. Ich rede von Unfähigkeit! Schlichtem und peinlichem Unvermögen etwas auf die Beine zu stellen, das mehr als eine handvoll Leute benötigt, die zusammen an einem Strang ziehen, und das länger braucht als von Karneval bis Ostern. Und der Verbohrtheit das zwar zu sehen, aber es auch noch für gut und gerechtfertigt und richtig zu befinden. Denn genau das tun die meisten.

      Und über die Gründe. Die darin liegen dass erstens die Leute beschissen ausgebildet sind. Sehe ich mir den Ausbildungsstand von Uniabgängern an – wir müssen uns wirklich nicht wundern dass wir meilenweit abgehängt werden. Aber wir müssen die Pfeifen nehmen, weil es bessre nicht gibt. Das ist bei denen anders. Die sind gut, RICHTIG gut. Nicht eine Hand voll pro Jahrgang, nein, Kompanieweise. Und zweitens dass jedes noch so banale Ding hier aufgeblasen werden muss bis zum geht nicht mehr, weil Gott weiß wer alles seinen Senf dazugeben und seine Meinung berücksichtigt werden muss. Wozu ?

      Die Genehmigungsverfahren für egal was sind zwar auch deshalb dreimal so lange wie nötig, weil ständig irgendwer lamentiert wegen zu laut, zu dreckig oder „ach die armen Fruchtfliegen, wo sollen sie wohnen“. In meinen Augen weitgehend unnötig, aber von mir aus, wenn sie denn so wichtig sind. Aber unser großes Problem sind nicht die Bewahrer der Fruchtfliege. Sie sind ein kleines. Bestenfalls. DIE können wir uns leisten.

      Denn selbst ohne diese ganz spezielle Idiotie bekommen wir es doch auch nicht hin. Siemens kann seinen Termin nicht deswegen nicht halten weil Menschenketten sich über den ICE empören, die Strecken stehen schon, da juckeln jetzt halt noch ein weiteres Jahr die zu wenigen alten klapprigen Teile drauf rum. Sondern weil sie unfähig sind. Berlin kann seinen Flughafen doch nicht deshalb nicht bauen, Hamburg seine Philharmonie nicht deshalb nicht an den Start bringen, die Kommunen ihre KiTas nicht deshalb nicht hinstellen, weil alle dagegen wären und nur blockieren würden. Sämtliche Maulwürfe der Republik würden notfalls einzeln umgesiedelt. Ist garantiert in jedem Bauplan mittlerweile vorgeschrieben, noch vor dem Grundriss.

      Nein, sie können sie deshalb nicht fertig kriegen weil heute alle den Daumen im Hintern und den Arsch an der Wand haben wollen. Weil ihnen die Projekte aus dem Ruder laufen. Weil sie nix gelernt haben. Weil sie es nicht gut machen, wenn sie nicht selber mitreden durften. Das „einfach tun, auch wenn es mir mal nicht passt“. Weil sie nicht weiter als bis drei zählen können und wollen. Weil sie 1.000 Leute danach fragen müssen was sie meinen, obwohl sie mit den 1.005 Meinungen daraus logischerweise überfordert sind einen Kompromiss zu finden. Weil sie nur noch von Quartal zu Quartal denken, aber nicht mehr von Jahr zu Jahr. Weil Unfähigkeit konsequenzlos ist. Das ist das Problem. Die Grundeinstellung.

      Aber auch und gerade deswegen weil mir meinen, es immer allen recht machen zu müssen. Seit wann ? Jedem mit nur begrenztem Verstand ist doch völlig klar, dass das nicht geht. Demokratie ist eine wunderbare Sache. Wenn sie aber dazu führt, dass sich nichts mehr bewegt was grösser ist als eine Gartenlaube, dann muss man dringend darüber nachdenken, wo ihre Grenzen ursprünglich mal eigentlich sein sollten. Und wo das Wohl des Einzelnen gegenüber dem Gemeinwohl zurückstecken muss, und zwar ohne lange Debatte.

      Die ganzen militanten Eigenheimverteidiger am Stadtrand, der 30 Jahre später völlig natürlich zum erweiterten Zentrum gehört und einen Autobahnanschluss bekommt in allen Ehren. Aber wir sind kein Flächenland. Egal was Du also bauen willst, irgendeinem Arsch wird es garantiert nicht gefallen. Sollen wir deshalb etwa Loopings in die Startbahnen drehen, oder den ganzen Saftladen untertunneln, wenn wir nicht völlig darauf verzichten wollen die Dinge zu bauen, die wir brauchen ? Bis ein Meter Autobahn 250.000 Euro kostet ? jetzt kostet er 140.000. Ein Meter ! Können wir uns wirklich hinstellen und sagen „können wir nicht machen, weil wir könnten dabei etwas falsch machen und außerdem, der da hinten fühlt sich gestört. “ ? Sollen von mir aus in die Berge ziehen oder in den Osten, da ist Platz satt und weit und breit null Infrastruktur im Weg.

      Scheinbar können wir das alles und wollen es. Und deshalb sind wir da wo wir sind. In einem Land das erstarrt ist. Und die Chinesen in einem wo es fraglos wild zugeht, aber wo etwas vorwärts geht. Fehler zu machen ist nicht schlimm. Fehler um jeden Preis vermeiden zu wollen ist hingegen fatal.

      Unsere Denkweise und ihren Weg hat Asimov vor 80 Jahren in einem Kommentar zu seinem Foundation-Zyklus überaus treffend vorgezeichnet. Und wo sie hinführt, auch. Vor 25 Jahren dachte ich noch, never ever, der spinnt komplett. 25 Jahre später muss ich eingestehen Mist, da laufen wir sogar schneller drauf zu als er dachte. Aber ich will da nicht hin.

      • Klar bauen die Chinesen schnell. Sie bauen aber auch schlecht. Ein 14 stöckiges Hochhaus in 14 Tagen? Für die Chinesen kein Problem. Hatten wir aber auch schon mal. Die Dinger stehen im Osten und nennen sich bei uns Plattenbauten. Die Dinger klappen aber auch bei der geringsten Erschütterung hier wie da zusammen. Qualität? Ist bei den Chinesen vollkommen unbekannt, es wird zusammengeschustert was zusammen passt.
        Die Chinesen sind auch nicht besonders kreativ. Sie kopieren nur. Und weil ihnen die Grundlagenforschung fehlt, glauben sie sie müssten lediglich die Teile die sie irgendwo im Ausland fotografiert und dann nachgebaut haben zusammensetzen und es würde passen.
        Wären die Chinesen wirklich so fortschrittlich und hätten uns in irgend einen Punkt abgehängt, Deutschland wäre bereits mit chinesischen Autos und Maschinen überflutet worden.
        Es dürfte nicht all zu lange dauern bis der Schnellzug nur noch lahm daher kriecht weil ihnen schlichtweg 30 Jahre Forschung und Entwickelung fehlen. Die ersten Pannenserien und Unfälle gab es ja bereits mit dem Schnellzug. Nur bekommen wir das hier nur selten mit weil die Chinesen so etwas natürlich unter den Teppich kehren.

        Klar haben die einige gute Uniabsolventen. Aber nicht mehr oder weniger als wir. In China gibt es halt den Druck das da noch 100 Millionen andere Studenten sind die das gleiche studieren, da kann man sich dann die Besten der Besten aussuchen. Das gleiche System gibt es aber auch in Indien, auch dort wird Leistungsdruck durch Masse aufgebaut.
        Das Resultat ist dann aber kein qualitativ hochwertiger Absolvent, sondern eine Masse an angeblicher Elite-Abgänger die lediglich besser auswendig lernen konnten als ihre Kommilitonen.
        Das alles ist aber Augenwischerei. So wie amerikanische Universitäten angeblich zehnmal mehr Patente anmelden als deutsche. Das stimmt immer so lange, wie man sich nur die reine Anzahl der patente anschaut. Schaut man sich aber mal an WAS patentiert wird (z.B. runde Ecken bei Icons!), dann ergibt es doch ein sehr trauriges Bild.
        Die Chinesen haben also deutlich mehr Absolventen, die Zahl der wirklich guten liegt aber nicht viel höher als in anderen Ländern. Und die wenigen die wirklich gut sind, wandern dann dahin aus, wo sie bessere Arbeitsbedingungen haben.

        Ich glaube auch nicht das in Deutschland irgendwas langsamer geht als im Rest der Welt. Nehmen wir mal den Krupp-Boulevard in Essen. Beitz hat eine denkmalgeschützte Industriehalle anzünden lassen, dann haben sie das gesamte Gelände planiert und ein schickes neues Hauptquartier dahin genagelt. Zum Dank und als Entschädigung für die abgefackelte Industriehalle gab es für die Stadt ein paar neue Straßen die kein Mensch braucht. Wäre Krupp nicht die Kohle ausgegangen, dann hätten die auch noch ein wenig mehr an nutzlosen Mist in die Landschaft geballert.
        Was überraschend war, war die Geschwindigkeit mit der sie gearbeitet hatten. Nach nicht einmal 2 Jahren waren die fast fertig. Und auch andere Bauprojekte gehen vergleichbar „rasant“ voran. Der Antrieb ist ganz klar das Geld. Wenn man investiert, will man nicht 10 jahre warten bis es fertig ist.
        Bei öffentlichen Projekten gibt es keinen Anreiz schnell zu bauen. Da gibt es einen Haushalt der Grenzen auferlegt. Es werden Projekte beschlossen und begonnen für die das Geld noch gar nicht da ist. Dann wird Geld ausgegeben das man nicht hat. Also wird langsamer gebaut, damit man Zeit gewinnt das Geld reinzuholen das man eigentlich schon ausgegeben wurde. Durch die künstliche Verlangsamung wird das Projekt dann halt teurer, das interessiert aber niemanden weil das Geld a) eh nicht da ist und b) es nicht das eigene Geld ist.
        Zudem muss man in Deutschland nicht in Jahren, sondern in Amtszeiten denken. Was die eine Regierung angeleihert und auf den Weg gebracht hat, stoppt die nächste erstmal wieder weil sie es eh nicht wollten (und kein Geld da ist). Mit den Jahren ändern sich aber auch die Anforderungen. Mittlerweile ist ja klar das der Stuttgarter Bahnhof zum scheitern verurteilt ist. Aber die Entscheidung dafür wurde zu einer Zeit gefällt, als viele der heutigen Gegner noch gar nicht geboren waren oder erst in der Grundschule waren.
        Nur haben die jetzigen Gegner ja ganz gute Argumente das Projekt doch nicht durchzuziehen, leider interessiert das niemanden bei den Projektbetreibern.
        Die Chinesen haben ähnliche Probleme. Da wird etwas entschieden, gebaut und dann nicht benötigt. So z.B. die Retortenstadt Kangbashi. Für 300.000 Menschen geplant und gebaut (!!) und von rund 5.000 Menschen bewohnt. Solche Projekte gibt es in China zu Hauf. Der entscheidende Unterschied ist der, dass der Staat das nicht finanzieren muss so wie in Deutschland. Dort wird auf Befehl hin gebaut, egal ob man es sich leisten kann oder nicht. Wenn kein Geld da ist, wird halt nicht bezahlt.
        Kennt man irgendwie aus UdSSR und der DDR. Öhmmm ja. Gibt es beide nicht mehr, stimmt schon. Sind wirtschaftlich etwas ins wanken gekommen und irgendwann hatte die Bevölkerung die Nase voll. Sollen wir Wetten abschließen wann es China nicht mehr gibt? Ich gebe denen noch 10-15 Jahren, dann ist die VR China von der Landkarte verschwunden.

        Die chinesische Regierung hat in etwa die gleiche Qualität wie chinesische Autos, Züge, Maschinen und Häuser. Bei der geringsten Erschütterung klappen die zusammen wie ein Kartenhaus.

        • Ersetze „bauen“ durch „leisten“, und wir reden an sich eher vom dem um was es mir _eigentlich_ geht – an sich etwas viel Größerem als Beton gießen zu können. Bauwerke sind aber nun mal die offensichtlichsten Beispiele an denen man sehen kann ob jemand etwas „schafft“ oder eben nicht. Wir „schaffen“ eben nicht. Mehr. Aber bleiben wir ruhig beim Beispiel Beton.

          Die angesprochene „Qualität“ gehört hier bei weitem nicht immer zu den tollen, guten, und wünschenswerten Eigenschaften, auf die man unumwunden stolz sein darf und muss. Im Gegenteil. Unser Qualitätsanspruch führt nämlich mittlerweile dazu, dass jeder Mist mindestens dreimal so teuer wird wie geplant, und zehnmal so teuer wie ein normaler Mensch denkt, was er höchstens kosten dürfte. Mit anderen Worten, die vergoldete Klobrille ist Standard. Wenn mich aber 5% angeblicher Mehrqualität doppelt so viel kosten, dann sagen wir was ? „Ja klar, muss sein! Alternativlos.“. Alle anderen um uns rum sagen aber „Hey, 90% ist gut genug!“ Ich persönlich glaube, die haben Recht, nicht wir. Wir sind nur zu satt um uns auch nur auf 95% einzulassen, alles unter 100% geht gar nicht. Was für die Betriebsbremser den angenehmen Nebeneffekt hat dass es schon bei der ersten Schätzung gleich so teuer ist, dass alle die Füße hochziehen.

          (Anmerkung am Rande: Ich selber bin ein überzeugter Verfechter von Qualität. Ich messe und bewerte sie nur anders. Und beginne sie zu hinterfragen. nice-to-have-Qualität die unterm Strich nichts als kostentreibender Schnickschnack ist, ist mir längst keinen cent mehr wert.)

          Dazu kommt: Wir denken bei Allem an die Ewigkeit. Ein Haus, das nicht zertifiziert 100 Jahre hält ? Bruchbude. Was ? Ich muss nach 50 Jahren das Dach schon neu decken ? Kommt gar nicht in Frage. Und trotzdem wird die Hälfte unserer ach so ehernen und weltuntergangsfesten Hütten nach 60 Jahren mit dem Bagger zusammengeschoben und was Neues drauf gesetzt. Klar würden die noch mal 100 Jahre halten, das will aber kein Schwein. Weil sie eben nicht mehr zu dem passen was dann gewünscht ist. Lernen wir daraus etwa, nicht für die Ewigkeit zu denken ? Ich fürchte nicht.

          Die machen das gleich anders. Wenn die einfachere Variante ein Viertel kostet aber halb so lang hält, dann machen nicht wir es richtig, sondern die. Alles andere ist die pure kaufmännische Idiotie. Geboren aus der Faulheit, nach 50 Jahren „nicht schon wieder“ was dran machen zu müssen. Was wir bei unseren ehernen Bauwerken aber trotzdem regelmäßig für Unsummen tun müssen, weil irgendwer nicht mitgedacht, etwas in seinem Hundertjahresplan vergessen, oder schlicht nicht hat absehen können, wie sich die Nutzung über die Jahrzehnte wandelt.

          Dazu kommt der Faktor „Eierlegende Wollmilchsau“. Ein modernes öffentliches Gebäude mit nur einem Nutzen ? Kannst Du mit der Lupe suchen. Eine Turnhalle kann nicht nur Turnhalle sein. Nicht hierzulande. Sie muss gleichzeitig Aula, Kleinkunstbühne und Notfallquartier für die wöchentlich stattfindenden Atomkriegsübungen sein. Mindestens. Mehrfachnutzung. Flexibilität. Das Duschbad mit Koffein als Schutz vor Haarausfall auf die Spitze getrieben und zur Maxime des Denkens gemacht. Auf solche Qualität bin ICH nicht stolz. Und würde mich nicht trauen sie als Schild hoch zu halten gegenüber denen die zweckgebundener bauen aber sich dafür nicht scheuen, im Geist schon die Abrissbirne mit einzuplanen.

          Bei unseren Preisen können wir es uns gar nicht leisten, etwas nicht auf Biegen und Brechen fertigzustellen, egal wie idiotisch es mittlerweile ist – weil wir bis zu dem Punkt des Erkennens einen halbfertigen Rohbau haben, das Budget aber schon zweimal ausgegeben, die ursprünglichen Entscheider schon in Rente oder verscharrt sind, und niemand sich traut zu sagen „ok, Schnapsidee, schieben wir den Mist wieder zusammen und probieren es noch mal“. Die Chinesen haben zu dem Zeitpunkt den gleichen Bau schon fünf Jahre genutzt. Weil er soweit fertig ist, dass es nicht mehr rein regnet während wir noch über die Farbe der Ziegel diskutieren.

          Bezüglich der Absolventen habe ich komplett andere Erfahrungen. Passt aber nicht her weil zu lang.

          Daher zurück zum Beton. Die „künstliche Verlangsamung“ ist ein herrlicher Begriff. Genau da beißt sich die Katze doch in den Schwanz ! Jeder bemerkt es, aber jeder zuckt die Achseln und sagt „das muss wohl so“. Bestenfalls. Die meisten finden es auch noch gut !

          Und zur Politik: Du kannst durchaus recht haben. Ich bin aber nicht gut im Prognostizieren, habe mich zu oft getäuscht. Nur, was wäre so schlimm daran, wenn es statt einer VR China fünf gäbe, von denen jede immer noch mehr Einwohner als die USA, und viermal so viele wie wir hätte ? Im Gegenteil, ich glaube sogar, das würde die erst recht vorwärts bringen weil kleinere Boote sich viel leichter steuern lassen als Supertanker. Und Revolution ist auch nicht mehr was sie mal war, nur in Bananenrepubliken wird da zwingend jahrelang geschossen. Der russische Bär ist im Wesentlichen schließlich auch sanft entschlafen.

  2. hmmm, leider habt Ihr Beide RECHT!
    Einziger Unterschied: den Einen ist (und wird ‚denken‘) geholfen; bei den Anderen erscheint mir der Fall ziemlich hoffnungslos!

    Wenn’s Euch auch nur ein BISCHEN beruhigt:
    hier gaeb’s Flaeche; wenig Einsprueche ABER: mangels (frueheren billigen) Straeflingen und Geld, geht sich auch nichts vorwaerts!

    Den groessten Hammer leistete sich unser langjaehrigster PM mit seiner Aussage, dass Solar-Energie sich hierzulande nicht lohnt!
    Meine boese Antwort dazu war dann: „Natuerlich, da braucht man etwas mehr Kaelte dazu!“
    Dann promoten sie ‚diesbezueglich‘ ein bloedes assbach-uraltes System, welches die Landbevoelkerung nicht einmal haben kann/darf (aus versicherungstechnischen Gruenden): entsprechende Panele auf den Daechern! Anstatt ein ganzes Dach ersatzweise komplett aus Solar-Parzellen bestehend und KEIN brennbares Material fangen koennend = eben, glatt, keine Luecken, keine ‚catching‘ extra Halterungen – Dach-Bau-Material, welches eben zuuufaellig auch Energie gewinnt! Aber das wuerde 5 $ zusaetzlich kosten! Als williger Abnehmer kriegst Du’s erst gar nicht, weil: a) Erfinder (gab’s mal; unauffindbar mittlerweile) aus dem Land ‚verhungert‘ wurde b) Rueckeinfuhren entsprechend erschwert und zusaetzlich verteuert wuerden um die landeseigene Industrie zu schuetzen (nicht den Endabnehmer!) .
    Zuschuesse fuer diese bessere, teurere Variante – ne. Dabei waer’s doch wurscht: Zuschuss ist Zuschuss und der Rest ist einfach Sache des Kunden/Interessenten!
    Ausserdem hatten wir hier mal – lustiger, idiotischer Weise fuer mich – den Fall, dass die Regierung Isolierungsmaterial fuer Daecher bezuschusste (meines bekam eines schon von Anbeginn und ohne Zuschuss ab, nachdem es eine gute deutschere Renovierung abbekam und uns einfach als schlichtes Minimum sinnvoll erschien) !!!?
    Haben sich die Leute dann drumm gerissen (? = sooo viiiiele ohne?!); gab es ’spezielle Firmenerfindungen, aeh, ‚Gruendungen‘ dafuer jedoch mit null detailierter Ausbildung der entsprechenden ‚Arbeiter‘. Wurde doch glatt der entsprechende Minister abgesaegt, weil ER den Firmen und seinen Arbeitern NICHT erklaert hat, dass man um Beleuchtungskoerper o.ae. Aussparungen lassen muss, weil’s sonst zu Hausbraenden kommen kann (= dann auch passiert) !!!!
    Ausserdem wurde ‚DER Minister‘ verantwortlich gemacht dafuer, dass EINER der wirklich die entsprechende Arbeit ausfuehrenden Kerle, sein Kind (knapp 7 Jahre – m.W.) auf die Leiter und auf’s Dach klettern liess bei einer Solar-Panel-Instalation!
    Dies auch noch unter der Super-Vision (= von unten hinaufgeschaut!!!) eines firmeneigenen ‚Hoeheren‘ (= verdienenden) und luftanhaltend div.’s Nachbarschaft! ABER: der MINISTER war schuld!!!

    Ach sprecht mir nicht von der Logik der Menschen; auch mein eigenes Tankwasser als Trinkwasser (inkl. Vogelsch…. und Possum-Poo) scheint manchmal nicht ausreichend ‚gesuender‘ zu sein, als sog. ‚treated town-water‘ = Nase fass hier! (C. verpetz mich aber bitte nicht total – obwohl ich mich als ‚bekennender Gaertner‘ (Durchschnitts-Variante) identifiziere! Bitte/Danke vorab!

    PS: Sex ist mittlerweile wohl auch verpoehnt (zumindest hierzulande boshaft so gestatet) Grund: the habitat of the dustmites gets endangered and rocked by ‚this sport‘!
    Schoen langsam erwischt man aber hierzulande u/Gruenen schon etwas mehr mit ihrer eigenen ‚Nach-mir-die-Sintflut-Denke‘ und ‚mir-wurscht-wo-Geld-fuer-meine-Forderungen-herkommt-Gehabe‘ !
    Ausserdem sammelt sich in dieser Partei mittlerweile vermehrt – menschlichen Fundus betreffend – eine Sorte von ‚haben-wir’s-zu-sonst-nix-gebracht-schreien-wir-einfach-bei-den-Gruenen-mit‘!
    Ausserdem verwies ich vor 1 – 2 Jahren einen heldenhaften aeltlichen Neu-Gruenen vom Grundstueck (Grund hierzu eine andere Geschichte!) und ihm zu seinem heldenhaften Satz von „ich war einst grooosser Landwirt “ noch hinterher „… und jetzt, wo Du Deine eigenen Millionenen im Trockenen hast, hast Du endlich Zeit und Lust Dich zu besinnen und vom Saulus zum Paulus werdend dann den Anderen ihre Millionen zu verhindern oder? Inkl. kleine Grundstuecksbesitzer fast zu enteignen, indem DU denen vorschreiben willst, was sie auf ihren teuer bezahlten Grundstuecken tun und machen duerfen!“ *

    Wird eines Tages Kampf geben dieser Krampf; bin aber nicht beleidigt darueber, denn dann bin ich nicht mehr die Einzige, welche sich deswegen absolut selbst nicht einmal mehr ‚teil-gruen‘ bezeichnen will (obwohl hochgradigst von Freunden aufgrund von ‚relativ bockigem alternativerem Lebensstil‘ dafuer gehalten) – sondern sich mittlerweile dieser Bezeichnung schaemt!!!

    * oertliche gruene Gruppe ‚umarbeitet‘ seither mein Grundstueck gehoerig; laesst sich nicht EINE Nasenspitze mehr von mir erwischen und fraegt brav und artig um meine Erlaubnis = so wie es sich gehoert; statt mir ihre ‚Diktaturen‘ einfach ueberstuelpen zu wollen!

    Raffung des Themas: Uebertreibung auf beiden Seiten!?
    Chinesischer, europaeischer, ‚oz-gruenlicher‘ und auch dann als ‚Echo‘: Gerlinde-ischer! 😉
    D.h.: es gibt viiiel zu tun – packen wir’s an!

    • the habitat of the dustmites gets endangered and rocked by ‘this sport’!

      Ist das herrlich !! Ich habe schallend gelacht. Aber bist Du sicher, dass das nicht von einem Bedenkenträger als Gesetzesinitiative eingebracht wurde, der ursprünglich von HIER kam, und nur zu Euch ausgewandert ist ?

      Obwohl das kann fast nicht sein, die ganzen Bremser sind ja alle immernoch hier.

  3. … wrong, eine ganze Reihe dieser Idioten sind wohl ausgewandert und versuchen hier den dozile Australiern die Gefahren der Welt beizubringen und etwas zu retten, was eigentlich viiiel staerker ist als jeder Retter!
    Obiger Satz kommt uebrigends von normal Australiern als zynische Verteidigung/Uebertreibung zu Absichten ‚dieser Retter‘.

    Ausserdem mag ich es uuuunheimlich, wenn Wissenschaftler nach Neuigkeiten stochern/suchen; selbige FINDEN und in den Nachrichten kommen dann ZWEI Sachen in einem Aufwasch: „…. unknown species … highly endangered ….!“ JAWOHL: weil von diesen suchenden Idioten gefunden, ansonsten waere ihr friedliches Leben gut so weiter gegangen!!!
    Sag(t) mal, spinnt die Menschheit total?
    Das ist genauso idiotisch wie die – ich nenne es plump ‚Volksverhetzerei‘ der Medien, von : ein ausgebildeter Arzt, sonst. Akademiker in ‚XY‘ verdient ’nur‘ …! Himmel, warum wird dann nicht auch einmal gebracht, wiiieviel (wenig) das taegliche Essen sowie ein Dach ueberm Kopf kosten im gleichen Land?!
    Gebt auf, es gibt kein perfektes Land; nicht mal die ‚Suessen‘ mit ihrer ‚gross-national-happiness‘ Messlatte; da fehlt’s dann woanders – zumindest aus u/Sicht; die sollte man aber wirklich untern Tisch kehren, denn damit kommen wir wieder da hin, was ich kuerzlich mal gemeint habe: Wir wollen Vielfalt, aber kommen nicht damit zurecht und buegeln mit Schwung die ganze Welt gleich! Gelingt uns das, so wird’s sicher nicht nach dem ’staerksten Glied in der Kette‘ funktionieren, sondern totsicher in nach dem Letzten (s. EU?)

    Ansonsten: hoffe ich habe Dir mit dem Dich zum Lachen bringenden Satz nicht kuenftigen ‚Sport‘ vermiest!
    So nach dem Motto meiner Mutter, welche zu einer Tischdecke von mir, welche elegant an den langen Enden am Boden auflag dann angewidert meint „iiii, die Bakterien koennen da ja vom Boden auf den Tisch klettern.“ Trockener Kommentar der Tochter: „deswegen essen wir von Tellern; manchmal verteidigen wir unser Essen auch noch doppelt und bauen Stufen fuer die Biester ein indem wir Platz-Teller benutzen!“ (Hubby fluechtete – zum Lachen – auf die Toilette; waere ihm gerne gefolgt! 😉 !)
    Seither kann sie keine langen Tischdecken ausstehen – ich schon!
    … und meine Dustmites werden liebevoll vorgewarnt! 😉 😀

  4. Herrlich, köstlich, wahr!
    Wie wäre es, ihr beiden, kandidiert IHR doch für die nächste Regierungsrunde! 😀 Dann geht´s aber rund in Deutschland…

    Castagir – ich stimme Dir zu, aber China läßt sich leider nicht mit Deutschland vergleichen.
    China baut soviel so schnell, weil ihnen Menschen und Menschenleben, Umwelt, Rohstoffe, Tiere nahezu egal sind. SIe haben einen beinahe unerschöpflichen Vorrat davon. 2. einige wenige bestimmen, was passiert – „Diktatur der Partei“, nicht wie hier in den westlichen Demokratien, wo jeder gehört und seine Bedenken gebührend gewürdigt werden müssen, 3. sie suchen sich mit Absicht die besten Absolventen der Unis aus (Unis überhaupt: Kaderschmieden mit massivem Drill mit null Privatleben, absichtliche Separierung der Familien, Zwangsumsiedlung, Arbeitszuweisung mit der Aussicht auf eine Parteikarriere und Heiratsgenehmigung mit 30). Soweit meine Informationen, gekürzt.
    Das entschuldigt natürlich nicht die um sich greifende Unfähigeit der deutschen Uni-Abgänger, Ingenieure, Politiker, Wissenschaftler, erklärt aber möglicherweise einen Teil davon. Ein großer Teil der Unfähigkeit entspringt meiner Meinung nach dem Nicht-Wollen oder Es-nicht-für-nötig-befinden – man hat ja schon alles und braucht nix neues. (Gerlinde – Dein Beispiel mit dem steinreichen Neugrünen, der nun, nachdem ER sein Schäfelin aufs Trockene gebracht hat, darüber befinden will, was andere mit ihrem Grundstück machen, trifft es genau 😉 )
    Und was das abwandern von Hochtechnologie betrifft: das ist ein sehr trauriges Kapitel der deutschen Politik und Wirschaft. Diese heutige Generation verkauft für die aktuellen Wahlen und die benötigten Stimmen das Tafelsilber, um in 20, 30 Jahren gnädigst vom chinesischen Plastiklöffel essen zu dürfen – und läßt damit die folgende(n) Generation(en) die eingebrockte Suppe auslöffeln. Nach uns die Sintflut, wie man schon im alten Rom sagte.
    Und wo ist Rom heute? – Eben.

    Castagir, Gerlinde – wollt ihr es euch nicht doch überlegen?
    I beg you…
    Lg, Sathiya

    • Ich will gar nicht die Länder vergleichen. Das geht natürlich nicht. Aber man sollte, man muss sich die, die etwas „besser“ machen als wir, ganz genau anschauen und versuchen zu lernen warum die das „besser“ können. Was „besser“ ist, darüber können wir immer diskutieren. Man muss es nicht genau so machen. Solange nur jeder wenigstens hin schaut und mal nachdenkt was man hier weglassen könnte um da wieder hin zu kommen.

      Es klingt vielleicht blöd, aber wenn Du „Kaderschmieden“ sagst: Ich habe nichts gegen geförderte Eliten. Ich würde Beifall klatschen. Ich empfinde sie als wesentlich wertvoller für ein Land als die unsägliche Gleichmacherei hierzulande, wo jeder Hilfsschüler künftig aufs Gymnasium darf dank der Eltern, die das bald entscheiden dürfen aber die letzten sind die objektiv genug wären, ihre Brut mal ehrlich zu betrachten. Mit der Folge dass wir dann in „Hochbegabten“ schwimmen und der jämmerliche Standard an den Gymnasien noch weiter runter gezogen werden wird. Bis dann der nächste Jahrgang von Abiturienten auf Realschulniveau die Unis flutet. Dann werden wir erst richtig Spaß haben: Zu wenige, und die noch lausiger als wir.

      Aber ich bin auch bei Dir. „… man hat ja schon alles“. Genau. Kämpfen müssen nur Aufsteiger. Ist aber verpönt. Von denen hätten wir an sich genug, wenn man sie denn ließe statt ihnen Knüppel zwischen die Hax’n zu werfen um nicht Gefahr zu laufen, dass sie wirklich besser werden als man selber, und jeder das merkt.

      • Na, die Länder kann man auch nicht wirklich vergleichen, das wollte ich damit auch nicht tun. Ich habe auch nur das wiedergegeben, was mir ein chinesischer Medizistudent vor Jahren mal darüber erzählt hat, und was ich aus der Literatur weiß.

        Uns in Deutschland fehlt der drive, das Wollen, das unbedingt schaffen wollen – wie anno dazumal der Nachkriegsaufbau oder die Geschichte der Amis und Sowjets mit dem Wettlauf zum Mond. WIr bräuchten einen neuen Feind – den man übertrumpfen, den man zerlegen, dem man es zeigen kann. Die Chinesen haben das: den „bösen kapitalistischen Westen“. Und wir?

        Was Schule und Unis angeht: die Schüler und Absolventen werden „jedes Jahr dömmer“ (zitiert frei nach Feuerzangenbowle 😉 ), was meiner Meinung nach daran liegt, daß schon ein Teil der Elterngeneration nicht mehr besonders helle ist (wegen Zucker in den A– geblasen bekommen als man noch klein war und jedes Häufchen mit Ahs und Ohs bedacht wurde) und teilweise ihr Abi geschenkt bekam oder hat einklagen lassen.
        zum Thema „Hochbegabte“: es ist erstaunlich, wieviele Eltern am Rande des Sandkastens sitzend gestehen, ein hochbegabtes Kind zu haben. BITTE?! Fragt man dann mal nach – ein neuer Mozart, Einstein, Michelangelo wären ja nicht schlecht – erfährt man, der Junior könne mit 3 Jahren schon „Mama hat eine Kreditkarte“ sagen oder ihr i-phone bedienen. Mit Verlaub – hochbegabt ist das nicht. Allenfalls frühentwickelt. Traurig ist das… aber es werden schon mal Plätze am Privatgymnasium, und der Uni gebucht. 🙂 Da hätte ich oft auch Lust, nach einer Kaderschmiede chinesischen Stils zu rufen… nur eine, die würde reichen. Oder Aufnahmeprüfungen an den Unis, für den Anfang.

        China sollte ein Ansporn zum Nachdenken sein: wieso kriegen die das hin und wir nicht? Woran liegt es, was können wir ändern? Der Westen wird sich noch gehörig umsehen. Vielleicht ist die VR China irgendwann am Ende, aber vorher werden sie möglicherweise noch der Untergang des Westens miterleben. Man darf gespannt sein…. und sollte weiterhin sein Hirn scharf und einsatzbereit halten. 😉

        Dein Post ist wirklich gut, ich habe ihn weiterempfohlen.
        Viele Grüße, Sathiya

  5. Ralf, Castagir, erklaeren wir die Angelegenheit hier fuer ruhig gelegt – abschliessen ist ja wohl unmoeglich?!
    Ich finde, ihr hattet beide eine sehr gute Argumentation bei gleichzeitiger Einhaltung von Benehmen = pink Neid von mir !
    Eigentlich finde ich ja, ihr beide zusammen …. das waere ideal:
    der jeweils andere ’sieht das‘, was der jeweils andere in seiner ‚in-sich-cocoontheit’* evtl. uebersieht!

    Darf ich jetzt u/Damen-Liebling auf seinem eigenen Blog 😮 weiterhetzen, um uns mit weiteren Granteleien/Weltansichten auf Trab zu halten ihm ‚helfen zu wollen‘, bitte ? 😉 😀

    *jeder Mensch hat – imho – seine Eigene!

    Danke Leute, wir hoeren uns sicher spaeter wieder in aehnlicher Runde zu einem interessanten Thema.
    Danke Castagir fuer’s nur gefilzte Pantoffel nach mir schmeissen, weil ich Dich gerade auf Deinem eigenen Blog ‚bosse‘ = 1/2 sorry!

  6. 😉 – zeigt zumindest, dass ihr noch lebt – danke!

  7. Guten Morgen… :mrgreen:

    Meine Meinung ist dazu bestimmt wieder etwas speziell… 😉
    Was die Chinesen da machen, kann einem wirklich beeindrucken… Und ich frage mich wirklich, wie dieses Land einfach so viele Rohstoffe aufkauft, das z.B. die Preise in unserer kleinen Spelunke von Firma spürbar ansteigen… (Stahl und son Zeugs)
    Die bauen wie die irren… Und auf der anderen Seite sind die auch irgendwie irre, wie die mit Land und Natur und vor allem Menschen umgehen… Wobei die Menschen dort generell eine ganz andere Mentalität besitzen… Gut, die kennen es womöglich nicht anderes… Und ich hab nicht wirklich Ahnung von dem Thema… Es sind wohl nur Bruchstücke vom Ganzen…

    In Deutschland fällt mir aber schon auf, das irgendwie alles 50 mal überlegt und geplant und gedreht wird, bis es dann doch doof ist, und ganz gelassen wird… Dabei verschlingt die Planung Euros ohne Ende und am Ende passiert nichts… Selbst wenn alles mögliche geplant und überlegt werden muss, um z.B. eine Autobahn zu erneuern… Dauert das bestimmt keine Jahre oder gar Jahrzehnte! Aber es verschlingt die ganze Kohle… Und auch dann das bauen… Warum wird dann nicht einfach gebaut? Damals… :mrgreen: … als mein Vater noch Brückenbauer war, wurde das Wochenende durchgearbeitet… 3 Schichten… Und heute? Ach, es ist Samstag… da ist um 12 Uhr Wochenende…

    Dafür wird an den Wichtigen Stellen gar nicht überlegt, und die jeweils 2 Spuren auf eine Spur gequetscht… Ein 60 Schild aufgestellt und dann wundern sich alle, warum jede Woche 3 Unfälle passieren… Da wird überlegt, wie die Anwohner in 20 Kilometer Entfernung nicht gestört werden, aber die Sicherheit vor Ort für die Autofahrer und LKWs ist denen Kack egal… und erst als die Presse aufmuckte wurde plötzlich noch ein wenig die Straße verbreitert, bevor sie dann wieder abgerissen wurde!! Hallo?? Was spricht dagegen für diese Strecke von 10 Kilometern einfach nur EINE Spur freizugeben?? Ist das so schlimm? Die LKWs fuhren dann eh in der Mitte und Autos konnten nicht vorbei, trotz 2 Spuren… Nein, da verbreitern wir erst die Spur, die wir dann wieder abreißen…

    Und weil wir grad dabei sind, bauen wir an einer Brücke die komplette Bahn fertig… UPS… Da haben wir doch Glatt die Standspur vergessen bei der Brücke… Naja… dann reißen wir alles nochmal ab… Wir haben es ja… Solche „Fehler“ werden bei Planung übersehen… Aber Rehe und Hasen werden persönlich über die Baustelle begleitet… Auch wenn die das gar nicht wollen!

    Ach Mist… nun hab ich mich doch wieder aufgeregt… Na, ich finde das Deutschland nicht so wie China werden sollte, aber eine gehörige Portion von deren Bereitschaft etwas zu schaffen könnte unserem Land gut tun! Der Mix macht es… 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s