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the egghead diaries

Videocontent [Geek content]

2 Kommentare

Kommentierte Videoaufzeichnungen zu machen ist ja mittlerweile Volkssport weswegen man nicht zuletzt deshalb Trillionen von pixeligen Videos im web sieht. Nachdem ich selber in diese Richtung gehen und die sich gelegentlich wiederholenden „wie geht denn das wo muss ich denn da hin clicken ?“ – Fragen der Kunden testhalber in Videoform aufzeichnen und ihnen ggf. zur Verfügung stellen will, habe ich heute mal einen kleinen Rundgang durch die üblichen Verdächtigen gemacht, die es auf dem Markt so gibt.

Es gibt viele. Aber unter dem Strich bleiben nur zwei Kandidaten übrig, CamStudio und Fraps, Ersteres open source, Letzteres mit 27 Euro auch keine echte Investition. Also habe heute ich beide getestet.

Als Testsetup habe ich mir überlegt etwas zu nehmen was deutlich aufwändiger ist als es meine künftigen Anforderungen sein werden: Ein Spiel im Fullscreen-Mode, 1920 mal 1200 Pixel, einer von zwei screens. Erstens kann ich diese Briefmarkenvideos nicht leiden, zweitens soll das Spiel die nötige Grundlast auf dem Rechner herstellen, drittens ist es grafisch wesentlich anspruchsvoller als ein Erklärbär-Stück bei dem sich nur eine Maus über einer Softwareoberfläche bewegt und sich ab und an andere Masken öffnen. Schafft die Software das, wird sie auch das schaffen was ich will.

Und was lag da näher als Minecraft, das Lego für Männer denen es peinlich ist mit kleinen roten und weissen Blöcken auf dem Wohnzimmerteppich zu sitzen und mit vor Konzentration heraushängender Zunge einen Leuchtturm zu bauen – das nur in der denkbar unperformantesten Sprache der Welt geschrieben wurde und selbst einen highend-Rechner auf die Knie bringt, sobald man es ein wenig mit Texturen oder gar Mods wie UltimateFist pimpt – das dank schnell auseinander fliegender Brocken auch noch so richtig Videolast erzeugt – während es schon wenn man gar nichts tut und nur dumm rum steht einen Prozessorcore aufglühen lässt.

camstudio:

Erster Test, Standardeinstellungen: Kein Ton. Du musst ihm sagen dass er Ton aufnehmen soll.

Zweiter Test: Aha, der Sound aus dem Spiel ist jetzt enthalten, das parallel angeschlossene Headset für Kommentare wird ignoriert.

Dritter Test: Hier und da ein bisschen rumgestellt, aha, Sound plus Mikro werden aufgezeichnet. Geht doch.

Nur leider sind die Videos absolut untragbar. Auf der voreingestelltenn Detaillierung von 70% sind sie grauenhaft pixelig und schnelle Bewegungen werden überhaupt nicht aufgezeichnet. Nimmt man die Videoeinstellungen auf höchste Qualität landet man bei 5 fps, also fünf frames pro Sekunde. Ein lumpiges Fernsehbild hat 50-60 Vollbilder pro Sekunde, 25-30 gilt bei videos als tragbare Grenze. Parallel pfeifft der Multicore auf dem letzten Loch dabei tut er wenig anderes als ganz schnell hintereinander unheimlich viele screenshots zu machen.

Fraps:

Erster Test, Standardeinstellungen: 30 fps, Ton komplett, Videoqualität vom Origina fast nicht zu unterscheiden. Prozessorlast auf einem core sieht man schon, fällt jedoch nicht auf.

Zweiter Test: Die 30 fps waren als limit voreingestellt, auch das doppelte ist kein Problem.

Dritter Test entfällt, stattdessen flog Camstudio wieder von der Maschine.

Bestimmt kann ich in der Frickelsoftware alles ganz toll einstellen, und 20 Videocodecs und Audioencoder später ist sie ist dann mindestens dreimal wenn nicht viermal so gut wie das kommerzielle Fraps. Und ich kann auch in den Sourcecode schauen um rauszufinden, ob es möglicherweise meine Videos heimlich in ein kubanisches Pornokino überträgt, was ich bei Fraps nicht kann. Aber ich kann nach dem Einspielen nicht damit arbeiten. Und deshalb ist Fraps der eindeutige Gewinner.

 

2 Kommentare zu “Videocontent [Geek content]

  1. Fraps ist in der Tat ein schickes Programm! Kann ich bestätigen. Ich habs allerdings noch glaub wesentlich billiger vor ein paar Jahren bekommen… 😀

  2. Ich bin auch froh, damals auf Frau Koenigstyrann gehört zu haben und bin mit ihrer Empfehlung = der Vollversion von FRAPS sehr glücklich geworden. Alle meine Vids sind damit entstanden.

    Zwar sind die dabei entstehenden Roh-Videos -auf hoher Qualitätsstufe bzw. in HD- ordentlich groß, aber das kann man ja hinterher nach Belieben pressen.

    Und wenn dann noch die bei YT angebotene „smoothing“-Funktion nach dem Hochladen der Videos drüberläuft, finde ich die Resultate sehr ansprechend.

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