a life less ordinary ?

the egghead diaries

Kurz vor’m Abort in’d Hos’n g’schissn

9 Kommentare

Oh grosser Kürbis, ich liebe Deinen Humor.

Drei Jahre habe ich brav aufgepasst, ausser Kaffeeflecken auf den Sitzen und einer Tonne Sand im Fussraum nichts an das Raumschiff kommen zu lassen, das mir bei der Rückgabe nervige Erbsenzählerei beschert. Acht Wochen wären es noch gewesen, ganze acht Wochen.

Gestern ruft der Lieblingskunde, Filiale ‚eine Stunde Autobahn‘ an um mir mitzuteilen, dass um zehn eine grosse Anfasse mit dem Lieferanten stattfindet, ob ich ihm meine Fragen sagen könnte. Nachdem das länger gedauert hätte bin ich ins Raumschiff geklettert und hin gefahren.

Alles war super, die Verpflegung wie immer erstklassig. Fünf Minuten bevor ich wieder vom Hof reiten will und noch letzte Kleinigkeiten bespreche kommt der Vertriebsmann des Gerätebauers wie ein hingeschissenes Fragezeichen zurück in den Eingang geschlichen und fragt, ob mir das Raumschiff gehören würde.

Oh ja, ich hab‘ Dich lachen hören.

Natürlich hat er mit seinem Benz beim Ausparken meinen hinteren Stossfänger onduliert.

Natürlich hat er die Abschleppösenabdeckung geschreddert.

Natürlich habe ich heute, ausgehend vom Kennzeichen, Versicherung, Versicherungsscheinnummer, eigentlichen Halter des Fahrzeugs etc. ermittelt, die Schadensnummer erfragt und mit vielen Menschen telefoniert, mit denen ich nie was zu tun haben wollte. Der Sarg klappt zu, die Witwe kichert, der Alte war Allianz-versichert.

Natürlich habe ich beim Raumschiffhändler ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Natürlich fahre ich heute so lange mit einem Frauenkombi (Mini) durch die Gegend, weil alle richtigen Leihwagen schon unterwegs sind.

Und Du, gelangweilter Kürbis ? Wie war Dein Tag so ? Hast Du noch weitere Scherze auf Lager ? Ein Furzkissen vielleicht ? Oder Spinat zwischen den Zähnen ? Irgendwas, das mich vom Arbeiten abhält, und das Du schon immer mal machen wolltest ?

 

9 Kommentare zu “Kurz vor’m Abort in’d Hos’n g’schissn

  1. Jepp, wer mit dem Schicksal spielt … Murpheys Law würde ich sagen.

  2. Bei der Überschrift frage ich mich echt ob du den großen Kürbis noch zu gastritischen Durchfall herausfordern möchtest während plötzlich 99% deiner Kunden deine Telefonnummer wieder gefunden und ihnen passende Fragen eingefallen sind deren Beantwortung sich nicht mit einem schlichten Ja oder Nein erledigen lassen.

    • Oh, der grosse Kürbis hat schon das ganze Jahr Durchfall. Und ich glaube er hat einen Sattelzug voller Post-Its, alle schon vorbeschriftet mit meinem Namen, die er in den Büros meiner Kunden abregnen lässt.

  3. Ich glaube, Sie gehören eindeutig noch zu seinen Lieblingskindern, sonst wäre Ihnen das exakt am Abend vor der Rückgabe passiert. (Bei Gelegenheit werde ich Ihnen mal die Geschichte erzählen, wie The Big Pumpkin eine renommierte Fluggesellschaft hat Pleite gehen lassen, während ich mich das erste Mal in meinen Leben außerhalb Europas auf einer Reise, für ich lange, lange hatte sparen müssen, befand.) Wahrscheinlich wär Ihnen an seiner Stelle auch manchmal langweilig – und könnte sein, dass Ihre Scherze mmmhh, sagen wir mal ähnlich ausfallen würden.

    • Keine Frage, man kann es weitaus schlechter treffen. Weshalb der grosse Kürbis und ich ja auch weitgehend miteinander im Reinen sind. Und ja, wir haben einen ähnlichem Humor. Nur er hat weit mehr Möglichkeiten, ihn auszuleben, und das stinkt mir.

      Die Geschichte mit der Fluggesellschaft klingt ganz nach ihm. Könnt‘ ich mir spannend vorstellen.

  4. Na ja, ob sie spannend ist, weiß ich nicht so genau. Wenn man sie ein wenig dramatisch ausschmückt, vielleicht. Im Wesentlichen beinhaltet sie aber den Satz „We don’t accept any Swiss Air Passengers“ (an jedem gottverdammten Schalter), den Umstand, dass der Flughafen in Joburg nicht gerade der entspannteste Platz on earth ist und die Tatsache, dass man, wenn man – wie ursprünglich vorgesehen – den Flug tags zuvor genommen hätte, ohne Weh und Ach zu Hause gelandet wäre. Dann hätt ich aber auch nix zu erzählen gehabt 🙂

  5. Der große Kürbis hatte mal eine schwache Minute bei mir. Leihwagen, um 2 Tage später nach Dänemark zu fahren, samt SchwieMa und Familie, ergo eine Art Dorfbus. Einen Tag vor Dänemark noch einen kurzen Abstecher Richtung Karlsruhe gemacht, auf der nächtlichen Rückfahrt dann die Daueranzeige „Kühlmittlestand zu niedrig“. Auto vorsichtig weitergefahren und noch in der Nacht beim Verleiher auf den Hof gestellt. Der stellte dann nächsten Tages fest, dass sich ein Marder den Magen vollgeschlagen hatte. Aber der große Kürbis hatte ein Einsehen: ein anderes, ähnlich großes Fahrzeug war zufällig zurückgekommen und verfügbar. Und so ging es dann per Diesel statt Benzin auf die 800km-Reise. (Und die Marke des Ersatzes passte auch besser als der ursprüngliche Zafir…)

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