a life less ordinary ?

the egghead diaries


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Kriegsvorbereitungen II

Die Excel-Liste offener Punkte ist grün wie nie.

Die Update-Liste einzuspielender Punkte ist lang wie nie.

Die Vorbereitungen für den Einsatz auf den Dodesstreif’n in drei Stunden Autobahn sind fast abgeschlossen.

Hoffentlich hat der capt’n keine Selbstschussanlage reinprogrammiert.

Wie er allerdings tagelang auf dem Werksgelände rumhatschen soll ist ihm momentan noch schleierhaft. Gibt es irgendwo einen Mini-Bike-Verleih ?


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Kaffeemaschinen-Bingo

Nach Bullshit-Bingo dringt ein neues Managementspiel mit Macht auf den deutschen Markt:

Kaffeemaschinen-Bingo

Die Spielregeln in Kürze:
– jede Spielrunde dauert eine Woche und endet Montags
– der Spieler erhält für jede Woche die unten abgebildete Spielkarte
– Tritt einer der aufgeführten Störfälle auf, ruft der Spieler laut „Scheisse !“ und streicht den entsprechenden Punkt
– Treten nacheinander oder gleichzeitig mehrere Störfälle auf, ruft der Spieler laut „Verdammte Scheisse !“ und zerknüllt die Spielkarte

Wenn ich nur wüsste was ich rufen soll, wenn gleichzeitig der Sirup alle, der Wasserbehälter leer und die Abtropfschale voll sind, während die Kalkanzeige leise vor sich hin blinkt.

Die Nachbarn haben mich gestern schon seltsam angeschaut, als ich nachmittags, fluchend wie ein Bierkutscher, die Treppe runter und zur Tanke marschiert bin, um Milch zu besorgen. In einem Ort, in dem es 50 Tanken gibt, aber nur eine, die frische Milch führt.


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Fastfood

Die nächsten Wochen werden anstrengend. Wohl wissend, dass nach langen Tagen seine Geduld mit „dauert 10 Minuten“ – Takeaways begrenzt sein wird, trifft der capt’n seine Kriegsvorbereitungen.

Vielen Dank an Percy LeBaron Spencer für seine Entdeckung.

Von Nachteil ist, dass meine Erkältung abklingt. Angesichts des Dufts in der Küche stellt sich dadurch die Frage, wie viel von dem Pott übrig sein wird. Zum Glück dauert es ja noch zwei Stunden, bis es fertig ist. Ich glaub‘, ich fahr mal schnell rüber zu T52-Donkey Kong.


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Das dunkle Zeitalter

Keine Gartengerätewochen mehr, keine Gesundheitswochen, Heimwerkerwochen, drauf geschissen.

Sonnenlichtlampenwochen. Denn im Gehege der Frauen herrscht Herbstdepression. Unheilbar kehrt sie wieder, pünktlich wie Malaria, zeigt aber andere Symptome.

Die Maya hatten nicht deshalb einen so genauen Kalender, weil sie die Sonne angeguckt haben. Der Mayakalender war deshalb so präzise, weil sie mit einem Auge auf die Sonne, mit dem anderen auf die Frauen um sich herum geschielt, und als erste die offensichtlichen Schlüsse gezogen haben. Während Männer immer gleich merkwürdig sind, mutieren Frauen ohne Sonnenlicht zu Ausserirdischen.

Da findest Du die toughe Enddreissigerin, die in sich mühsam reimenden Gedichten versucht, den Begriff „Herzschmerz“ in möglichst vielen Deklinationen unterzubringen. Gerne malt sie auch.

Neben Ihr steht die Frau unbestimmten Alters, die ihren latenten Kinderwunsch für die nächsten sechs Monate dadurch torpediert, jedweden potentiellen Samenspender durch vollkommen unbeherrschbare Emotionalität abzuschrecken, im kompletten Spektrum zwischen „fick mich“ und „keiner liebt mich“, und dabei innerhalb von 24 Stunden mehrfach von einem Extrem ins andere und zurück wandert.

Die exzessiv Backenden haben noch ein vergleichsweise einfaches Los. Sie müssen sich keine Sorgen machen, ihr Leben ist vorherbestimmt. Während sie im Winter Tonnenform anstreben, kann bereits die Frühlingsdiät geplant werden, deren Erfolg im nächsten Herbst leider ein paar Wochen zu spät eintritt, was wiederum zu exzessivem Backen führt. Auf sowas kann man sich einstellen, hat man es einmal akzeptiert.

Hinzu kommen die zeitweilig kulturell Überzeugten. „Ich brauche keinen Mann, ich geh lieber ins Museum / ins Konzert / zum Dritte-Welt-Gedächtnis-Menstruieren in die VHS“. Sie sind arm dran, denn im nächsten Frühjahr, wenn ihnen vor lauter Kultur die Galle überläuft sind sie die ersten, die wieder fieberhaft einen Mann suchen, sobald der erste Sonnenstrahl auf sie fällt.

Am schlimmsten betroffen sind jedoch die Orbiter. Während sie im Sommer senkrecht im Leben stehen, treten sie mit einsetzender Blattverfärbung an den Bäumen in eine Umlaufbahn von 72 Stunden Dauer ein:
„ich weiß nicht was ich will“
„hach, geht’s mir gut“
„ist eh alles egal“
„ab morgen nehme ich ab / ziehe ich um / wechsle den Job“
Doch kurz vor der Umsetzung des alles verbessernden Masterplans beginnen sie den nächsten Umlauf. In einem halben Jahr werden sie rund 60 Umläufe absolviert haben und präzise dort landen, wo sie gestartet waren, um erneut zu erblühen.

Herr Aldi, ich will ab sofort mannsgrosse Tageslichtlampen, gerne in pink oder mit floralem Dekorband in den Läden sehen, für 19,99. Wenn man eine kauft, kriegt man eine Nagelfeile, einen Lidschatten und ein Küchengerät kostenlos dazu.

Wenn Du nicht mitmachst, muss ich den grossen Kürbis bitten, der Kugel einen Schubser zu geben, der diese Scheiss-Jahreszeiten abschafft. Denn wenn das jetzt wieder ein halbes Jahr so weiter geht, stöpsel ich das Telefon aus, verweigere jeglichen Cafebesuch, lösche die blogroll, und werde solange schwul. Also tut mir den Gefallen, ja ?

Warum ? Weil die verbleibenden gefühlt 0,5 Prozent an Frauen entweder glücklich oder grauslich sind, oder mich nicht leiden können, was ich ihnen wiederum nicht mal übelnehmen kann.

Und grosser Kürbis, falls Du eh mitliest: Ein mehrwöchiger Spätsommer reisst’s nicht raus.


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Neulich auf dem Golfplatz

Tina ist Arzthelferin. Sie gehört zum Inventar der Privatpraxis von Dr. Hekyll and Mr. Jive. Ich kenne Tina schon lange. Ich kenne sie mit langen Haaren, mit Schweinelöckchen, in allen Farben von platin bis nussbaum. Sie war auch Opfer der hormonbedingten Kurzhaarfrisur, die Frauen ab Mitte 30 ab und an mal befällt. Das heitere Frisurenraten liefert jedes Jahr eine gewisse Vorfreude auf einen Besuch in der Praxis.

„Siebenuhrvierzig ? Sind sie betrunken ? Da weiß ich nicht mal meinen Namen !“ rief ich ins Telefon, als wir den Termin aushandelten.
„Na gut, wie wäre es zehn nach acht ?“
„Nicht wirklich besser, aber bis dahin habe ich wenigstens einen Kaffee im Gesicht.“
„Ok, abgemacht, bitte kommen Sie nüchtern“, flötete sie ins Telefon.
„Ist recht, paar Tage nach meinem Geburtstag sollte ich wieder nüchtern sein“, flötete ich zurück.
„Neinein, ich meine, Sie sollen nicht frühstücken.“
„Ja, ich auch.“

Auch wenn sie äusserlich eine professionelle Arzthelferinnnendarstellerin abgibt, ganz tief in ihrem Innern schlummert in Tina eine Tattoo-Stecherin. Die einmal jährlich aus ihr raus will. Warum das seit Jahren immer genau der Tag ist, an dem Dr. Hekyll and Mr. Jive bei mir die grosse Inspektion machen, ich weiß es nicht, ich habe es einfach als gottgegeben akzeptiert. Von den drei Terminen der grossen Inspektion ist der erste immer der schlimmste.

Und so sass ich heute morgen mal wieder im Behandlungszimmer. Tina beklopfte den linken Arm von oben bis unten, liess mich die Faust ballen bis mir die Knöchel weiß wurden, und wulcherte fröhlich mit dem butterfly in meiner Armbeuge rum.
„Gleich hab‘ ich’s.“ „Mhmm.“ Im Geiste gab ich der Gebetsmühle einen weiteren Schubser.

Sechs Stiche später hatten wir einen Teil des Golfplatzes fertig, aber kein Blut. Tina verlegte sich auf den Unteram. Kurz darauf hatte sie ein wunderschönes dogleg par vier in meinen Unterarm gestochen und schaute fast so verkniffen drein wie ich.

„Hmm, das ist bei Ihnen aber schwierig“, befand sie, und begann, den rechten Arm zu malträtieren. „Mhmm.“ Ein weiterer Schubser.

Vier weitere Fehlversuche später meinte ich:
„Sie wissen aber schon, wenn Sie die Tinte beim Stechen vergessen, gehen die ganzen schönen Muster wieder weg, die bleiben nicht, und grad das da ist wirklich gelungen.“
Tina blickte mich deutlich irritiert an, meinte jedoch: „Einen Versuch mache ich noch.“ Noch ein Schubser.

Fünf Minuten später sass ich auf meinem Stuhl, zerstochen als ob ich in einem Bienenkorb genächtigt hätte, immernoch im Vollbesitz meines Bluts. Tina schlich von dannen und kam mit Dr. Hekyll zurück.

„He Doc, wir sind nur noch ein Loch vor’m Clubhaus, geben Sie mir jetzt den Rest?“
„Wie ist Ihr handicap ?“ fragte Dr. Hekyll mich.
„Mein handicap ist, dass ich halbnackt auf Ihrem Stuhl sitze, friere, und mir vorkomme wie im Land der Fakire. Ihr handicap ist, dass Tina nach Tagesanbruch eigentlich zurück in der Kiste sein sollte.“

Dr. Hekyll biss sich auf die Lippen. Aber er ist Profi. Mit geübtem Blick fand er eine an sich inexistente Ader im Handrücken und jubelte die Nadel hinein. Auf den ersten Versuch. Hole in one.

Tina blieb verschwunden, bis sie mir ein EKG, eine Sonographie, ein Herzecho und zwei Stunden später ein Rezept aushändigte.

Eine von den 8 Kanülen Blut wurde einem Schnelltest unterzogen, und wir haben einen Gewinner. Die zwanghafte Angewohnheit anders zu sein als die anderen Kinder hat mich natürlich nicht zu den 95% gehören lassen, die einen simplen viralen Infekt haben und deshalb die Gegend vollrotzen. Ich gehöre zu den 5% die sich eine bakterielle Infektion aus dem oberen Regal genommen haben. Hach, ich liebe Antibiotika.


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Die Verschwörung der Tempos

Frauen und Tempotaschentücher begleiten mich durch mein Leben. Mit beiden ist es zeitweise schwierig.

Als kleiner Junge habe ich, den Mittagsschlaf verweigernd, in meinem Gitterbettchen die vierlagigen Tempotaschentücher erst aufgetrennt, um sie dann – mit dem Strich – in winzige Streifen zu reissen, und dann – gegen den Strich – in kleine Quadrate.

Mama hat sich über die Sauerei immer unheimlich gefreut und mich zusammengestaucht. Und sie irgendwann ausserhalb meiner Grabschfinger aufbewahrt.

Als grosser Junge habe ich grundsätzlich Tempotaschentücher in meinen Jackentaschen gehabt. Nicht für mich wohlgemerkt, sondern für die jeweilige Lebensabschnittsgefährtin. Gern auch mal zwei Pakete, wer weiss ob der Film im Kino nicht doch zu rühselig wird … wer will schon nassgeflennte Hemdsärmel haben. Aber immer nur die guten Zewa Soft mit Lotion und Antiaging in der „take 1, drop 3 – Packung“, des zarten Näschens willen.

Ich weiß, ich weiß, es klingt paradox, dass ich die Tempotaschentücher einstecken hatte, wo doch jede Frau zu jeder beliebigen Zeit eine begehbare Handtasche mit sich führt, in der von der Antibabypille bis zum Ziegelstein alles parat liegen sollte. Und an der ich mir – sie im Schuhladen das 308te Paar anprobieren sehend – „Schatz, kannst Du mal kurz halten?“ mehrfach einen Bruch gehoben habe.

Und was ist heute ?
Ich brauche Tempotaschentücher.

Nicht etwa, um Konfetti zu produzieren.
Nicht etwa, weil „Bambi meets Rotkohl und Knödel“ im Fernsehen läuft und ich schluchzen muss.
Sondern weil ich ein schnupfendes Bazillenmutterschiff bin.

Und so schleiche ich durch die Bude, auf der Suche nachTempotaschentüchern. Taumle tropfnass und frierend aus der Badewanne ins Schlafzimmer in der Hoffnung, in irgendeinem jahrelang nicht getragenen Mantel möge noch ein vergilbtes Päckchen sein, nur um dieses bei der Rückkehr in die warme Wanne da rein fallen zu lassen …

Wo sind die Frauen Tempotaschentücher, wenn man sie mal braucht, häh ?


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Donkey Kong’s Rache

So ein Takeaway ist ja per se eher reizarm eingerichtet, da liest man während man vor sich hin wartet irgendwann aus Langeweile sogar Preisschilder und die Messingplatte mit dem Namen des Kochs, wenn man alle Fehler in der Speisekarte gefunden hat (es sind 31 laut letzter Zählung).

Der Koch meines Takeaways heisst Din Chan Aichun, ich nenne ihn seit Jahren Donkey Kong.

Während ich Donkey Kong oft gefühlte Stunden zuschaue, wie er meine Ente brät, schneidet und sorgsam auf dem Reis anrichtet, mache ich Pläne zur Eroberung der Weltherrschaft, oder lese zwei, drei Bücher. Er zwinkert mir immer zu, wenn er mir eine extra Ladung Reis reinpackt, bevor er Alufolie über die übervolle Styrobox drüberzieht und alles zu einem kompakten Klotz verschweisst.

Donkey Kong hat ein Gedächnis wie ein Elefant. Er merkt, wenn ich beim Friseur war, was insbesondere dann bemerkenswert ist, wenn ich ein halbes Jahr nicht mehr bei ihm war. Heute hat er bemerkt, dass ich erkältet bin, wozu wiederum nicht viel gehörte, weil ich hör mich an wie ein rachitischer Stabmixer. Trotzdem ist Donkey Kong mir manchmal unheimlich.

In Ermangelung eines Buches und neuer Ideen zur Erlangung der Weltherrschaft hab‘ ich heute zu ihm gesagt „Du, ich geh derweil schnell einkaufen“, gedacht habe ich allerdings „während Du die gestiftelten Möhrchen Feng-Shui-konform in der Currysauce ertränkst, kann ich ja wenigstens was sinnvolles machen“.

Hätt‘ ich nicht machen sollen. Denn als ich zuhause die sorgsam arrangierten Möhrchenstifte mutwillig durcheinanderbrachte, und die erste Gabel voll im Mund hatte, passierte folgendes:
Sekunde 1: Ampelgesicht (gelb -> gelb/rot -> rot -> pink)
Sekunde 5: Hustenanfall
Sekunde 6: Kleine Möhrchenstifte verteilen sich gleichmässig über meinen Esstisch
Sekunde 8: Wieso hab ich keine Vorhänge mehr am Fenster, sondern nur noch verkohlte Fetzen ?

Notiz: Es ist unklug Donkey Kong zu reizen, wenn man einen rauhen Hals hat und T52 bestellt.
Notiz: Neue Vorhänge kaufen, asbestbeschichtet.


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Ali ist im Stress

Man wird ja als freischaffender Künstler / Bedarfsbitschubbser in der Welt der normalen Arbeitnehmer ohnehin als seltsames Tier betrachtet, das irgendwie nicht in die Herde passt. Was für interessante Ansichten es da so gibt, eigenes Thema.

Aber das beste von allem ist, wenn man mir vorschwärmt: „He, Du hast’s doch gut, Du kannst in Urlaub gehen wann Du willst“. Klar. Und der Mond ist ein Käskuchen. Ich kann eben nicht in Urlaub gehen, wenn ich Inbetriebnahmen vor der Brust habe, weil ich mich entspannen will und das handy im Hotelsafe lassen. Weil ich es hasse, aus dem Urlaub zu kommen und mit freigeblasenen Hirn von null auf 250 beschleunigt zu werden. Weil ich nach einer Inbetriebnahme nicht Unfallflucht begehe und den nächsten Flieger in die Walachei besteige. Weil die ganzen Uschis Heidis und Dieters genau dann entspannt aus dem Urlaub zurückkehren und ihnen die Arbeitswut aus den Augen tropft, wenn ich – weil Ferien rum – grad Lust hätte, Urlaub zu machen.

Trotzdem arbeite ich angestrengt an meiner Jahresurlaubsplanung. Zielvorgabe war: Nicht schon wieder über den Äquator fliegen, Sonne, Sand, 5000 Sterne am Himmel und 5 im Hotel, 10 Tage Zeit. Ob da alte Steine liegen die man umdrehen kann oder nicht, ist mir wurscht, ich drehe nur mich auf der Liege am Strand um. Abflug nicht von irgendeinem Acker in der Walachei, sondern von der homebase. Soweit alles noch kein Problem.

Doch Ali der Gemüsetürke mit angeschlossenem Reisebüro ist ratlos und schaut verkniffen drein. Denn es gibt da noch eine Nebenbedingung. Keine Ferien, und wenn das Hotel in egal welchem Prospekt als kinderfreundlich ausgewiesen ist, scheidet es aus bevor ich ein Bild gesehen habe. Und auch das mit den Ferien gestaltet sich schwierig, die Herbstferien hageln Ali furchtbar in die Planung, von jetzt bis Weihnachten sind scheint’s immer irgendwo Herbstferien, dabei sind hierzulande die Sommerferien erst morgen vorbei.

Nun muss man die Neckermänner ja verstehen, wer schiesst sich schon freiwillig aus dem Geschäft und sagt an, dass er nicht kinderfreundlich wäre. Der Aufschrei der Pampersfraktion ist in solchen Fällen ja bis zum Mond zu hören und führt zu sofortigem Ausschluss aus Vorständen, Parteien und Saunagemeinschaften. Weil es ja unverzichtbar ist, im Burj al Arab den kleinen Kevin am Tisch im Restaurant wickeln zu können, während ich einen Tisch weiter eine Schokoladenmousse geniesse, keine Frage.

Jedenfalls hat Ali grössere Schmerzen mit meiner Vorgabe, weil anlügen mag er mich auch nicht, er weiss, dass ich im Zweifelsfall einen tierischen Aufriss mache. Folglich ist er bereits so verzweifelt, dass er mir seinen besten Tip bislang nicht vorenthalten konnte: die Einmietung auf einer Privatinsel im persischen Golf, das Hotel hat mehr Sterne als Zimmer, klingt gut, kostet aber soviel wie eine E-Klasse. Ich musste leider dankend abwinken, was Ali tief betrübt hat. Nun sucht er weiter.

Wenn alle Stricke reissen, nörgel ich so lange rum, bis Ali mir eine Zehnerkarte fürs Sonnenstudio schenkt. Dazu ein Kilo Sonnencreme, weil „ein Kilo is nix viel“ bei Ali. Und eine Packung Schirmchen für die Daiquiries. Alle zwei Jahre wegfliegen ist ja auch schön. Argh, Ali, mach was !


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Die Wunscherfüllungsmaschine

Das Internet ist klasse. Hab ich beschlossen. Denn es ermöglicht faulen Säcken wie mir nicht nur, rechtzeitig Blumen an Mütter zu schicken, sondern auch etwas, das ich seit Jahren schon machen wollte.

Meine Kunden bekommen heuer eine Aufmerksamkeit. Als Fan von essbaren/trinkbaren/sich selbstzerstörenden Geschenken (im Gegensatz zu irgendwelchen Rumsteh-O-Maten) fiel die Wahl auf einen Adventskalender.

Der 6.12. ist ein kleiner Weihnachtsmann, der 24.12 ein kleiner Tannenbaum.

Und als Deckeleindruck:

Zur Vorbereitung auf die nahrhafte Jahreszeit.

[Logo]

[castagir] wünscht einen frohen Advent !

Zu besichtigen zwei www.chocolatier.de. Und endlich bieten solche Firmen den Full-Service mit zugelieferter persönlicher Karte und Einzelversand.

Wieder ein Traum erfüllt.