a life less ordinary ?

the egghead diaries

Männer für Fortgeschrittene

13 Kommentare

Inspiriert hat mich – wie so oft – das deutsche Fachblatt für Beziehungsfragen.

So wenig Buch (es hat nur 232 Seiten!), und es steht alles drin. Ein Badewannenbesuch (mit ein wenig runzeliger Haut – zugegeben – aber das ist es wert) und Ihr wisst Bescheid. Das Buch bringt Euch die komplette männliche Psyche nahe (es hat immerhin 232 Seiten!).

Dank  des Internets hatte ich die Möglichkeit, die Originalfassung heute nachmittag als PDF zu lesen. Wenn ich davon auf die abgedruckten Ausschnitte der Übersetzung schliesse, ist diese recht gelungen und kann als Ersatz dienen.

Mädels, alles was in dieser Enzyklopädie nicht aufgeführt ist, könnt Ihr getrost vergessen. Es interessiert vielleicht Eure Freundinnen im Gesprächskreis, hilft Euch ansonsten jedoch keinen Schritt weiter.

Nachdem ich jetzt ziemlich sauber bin überlege ich verstärkt, die Weihnachtsgeschenkplanung noch einmal umzuwerfen und einen Stapel davon zu verschenken.

Allerdings empfinde ich ein nagendes Gefühl der Ungerechtigkeit. Wieso hat bislang keine Frau etwas Vergleichbares geschrieben ? Von mir aus auch in der Stärke eines Telefonbuchs, weil schon das Vorwort 200 Seiten hat.

Vor meinem inneren Auge wabert gerade das Bild einer Horde von Autorinnen, die seit 20 Jahren versuchen, ein vergleichbares Standardwerk für Männer zu verfassen. Sie sind mittlerweile bei Band acht angelangt, hoffnungslos zertritten und immernoch beim zweiten Date und der Frage, ob ein Mann, der nicht im sitzen pinkelt, der richtige fürs Leben sein kann.

13 Kommentare zu “Männer für Fortgeschrittene

  1. Mein Vorschlag:

    Einen Wettbewerb draus machen.
    Teilnehmen dürfen nur die weiblichen Blogger.
    Die Gewinnerin erhält ein Exemplar.

    (Eventuelle Folgequest: Die Gewinnerin muss in Trithemius-Manier aus dem Werk auf ihrer Fahrradreise in Etappen öffentliche Lesungen abhalten. Ha!
    Frauen dieser Welt – werdet erleuchtet!)

    Möge OSRAM zum weltgrössten Konzern aufsteigen!

    • Jaja, ihnen ein bissle Licht ans Rad zu machen würde nicht schaden … aber ein Wettbewerb ? Hmmm, schwierig.

      Bis die Teilnehmerinnen das erste Kapitel fertig haben, sind sie vermutlich bis Kenia geradelt und haben Waden wie Baumstämme … und sowas reissen selbst hohe Hacken nicht mehr raus, wer will das ?

      Und dann die Juryfrage. Also ich bestimme nicht, wer gewonnen haben wird, ich bin noch deutlich zu jung um nur noch Golf spielen zu wollen … wie ist eigentlich Dein handicap ?-)

      • MEIN Handicap ist, dass ich Frauen verstehe…

        Das ist so, als lernte man eine fremde Programmiersprache, die sich nie hat durchsetzen können, weil sie einfach zu unpraktisch und unflexibel ist.

        Sie ist ein Ressourcenfresser – und egal auf welche hardware die draufkommt (haach, schön!), es gibt im Betrieb immer Probleme.

        Trotzdem wird sie von 3,5 Mrd Usern genutzt! Irre, oder??

        • Das wollte man mir ja auch immer einreden, nur ich weigere mich es zu glauben.

          – „Identische Eingaben liefern identische Ergebnisse“ … und das lässt sich jetzt wie übertragen ? Genau, gar nicht, hier greift einzig die Hormon’sche Unschärferelation.

          – „Mit einer begrenzten Anzahl Anweisungen jedes Problem beschreiben zu können“ … Gelächter, mein Drucker druckt seit drei Tagen, ich schleppe Papier wie ein Blöder, und weisst was es ist ? Die Anfahrtsbeschreibung zur Lieblingskundin, es sind nur 90km gradeaus, und ich war schon dreimal da. Morgen muss ich wieder hin.

          – „Zu Programmiersprachen gibt es ein Help-File“ … und wenn es mit einem Kartoffelstempel auf klingonisch geschrieben ist, es ist weder in Gedichtform verfasst, noch besteht es aus nebligen Andeutungen.

          Das mit der Hardware ist auch so eine Sache: Das eine mal hast Du ein Ersatzteilproblem, dann wieder erwischst ein Vorseriengerät oder ein gebrauchtes, wo der Chip nicht richtig gelöscht wurde.

          Da muss noch was sein, glaub mir, sie verraten’s nur nicht. Ich setze auf das Handbuch. Ich hasse Golf.

  2. geh bitte. ich bin eine frau und verstehe manchmal selbst nicht was frauen oft so meinen und was da abläuft, darüber habe ich doch erst kürzlich berichtet.

    und ad männerverstehen brauchen sich die frauen nur mal drüber klarwerden, dass männer nicht (wie fast alle frauen) alles umlegen, auslegen und hinterfragen, sondern dass männer genau das meinen was sie sagen – ohne hintergedanken.

    kleines beispiel der gegensätzlichen konversation? wenn jeweils der andere möchte, dass der andere im wohnzimmer staub wischt?

    der mann wird das mit den worten „… bitte wisch mal im wohnzimmer staub…“ sagen. punkt. eindeutig rausgesagt und auch eindeutig aufnehmbar.

    doch was sagt frau? „… hmmm, wenn ich so überlege, hmm, dann wäre es eventuell vielleicht notwendig, dass … hmm … irgendwann im wohnzimmer staub gewischt wird“ oder „auf dem fernseher kann man schon strichmännchen malen“. was beim mann ankommt? nichts, es hat ihm ja schließlich auch keiner gesagt, dass er wischen soll, oder?

    dazu brauchts keine monatelangen tippereien an einem buch und schon gar keine gedanken darüber, was mann meinen könnte oder nicht. ich find, das ist erklärung genug. also ich verstehe männer, seit mir bewusst geworden ist, dass sie geradeheraus sagen, was sie wollen und dass diese sätze nicht irgendwelche geheiminformationen beinhalten.

    auch verstehe ichs, wenn zb ein mann nicht anruft. na dann war ihm halt nicht danach, oder er hatte anderes zu tun. das muss man nicht böse aufnehmen. ist halt so.

    • Sagen, was man will, eindeutig ? Freilich klappt das. Kannst Du als Mann jederzeit tun. Wenn Du z.B. unter 20 bist und gerne Beziehungen wechselst. Oder kurz vor der Kiste und nach langem Rumprobieren die Richtige gefunden hast. Dazwischen kannst Du das vergessen, es sei denn Du schläfst sowieso gern im Garten und bist immun gegen „Ist was ?“-„Nein“-„Ist wirklich nichts?“-„Nein“-Schleifen. Und selbst dann sollte mann vorher das Abo beim Schnittblumenverschenkdienst überprüft und ggf. erneuert haben.

      Das ist aber nur die Oberfläche, solchen Kleinkram lernt man ja lässig wegzustecken. Die wirklich interessanten Sachen fangen ab Punkt 50 an, und da sind so ein paar richtige Knaller dabei. Allein die sind die 20 Mücken für das Buch wert.

      Achja: Wo genau willst Du den Altar hin haben, und in welcher Farbe hättst’n gern ? Die therapeutische Männergruppe und ich machen dann eine Wallfahrt 🙂

      Guck Dich mal mit offenen Augen um.

  3. gibts übrigens einen link zu dem pdf? würd mich echt interessieren :-))

  4. übrigens, das gegenbuch gibts doch schon!

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